Datenmanagement

Connected Shopfloor

Auch im Shopfloor muss der Informationsprozess für eine gesicherte Kommunikation digitalisiert werden. Ziel ist eine durchgängige Transparenz aller Fertigungsdaten und die Sicherung der Produktqualität sowie des Fertigungs-Know-hows. Coscom hat dafür ein zentrales Datenbankmanagement-System entwickelt, das als zentrale „Datendrehscheibe“ entlang der gesamten CNC-Prozesskette zum Einsatz kommt.

Die Herausforderungen im modernen Zerspanungsprozess auf dem Weg zur vernetzten smarten Fabrik sind vielfältig: Produktivität verbessern, Effizienz steigern, unproduktive Neben- und Rüstzeiten minimieren, vorhandene Ressourcen besser nutzen, schneller von der Idee beziehungsweise dem Modell bis zum fertigen Bauteil, Wiederholteile effektiver fertigen. Für diese übergeordneten Ziele in der Fertigung bietet Coscom mit dem neuen FactoryDirector VM ein zentrales CAM-Datenmanagement-System, das entlang der gesamten CNC-Prozesskette zum Einsatz kommt – von ERP über Konstruktion/PLM bis zur Werkzeugmaschine.

Seine Komponenten Produkt-/Artikelverwaltung, NC-Programmverwaltung und Dokumentenmanagement sollen eine durchgängige, digitale Transparenz aller Fertigungsdaten garantieren und für eine papierarme Fertigung sorgen. Zudem sichert die skalierbare Softwarelösung ein lückenloses Änderungsmanagement und unterstützt so die Prozesssicherheit, Produktqualität und Fertigungseffizienz.

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Was das konkret bedeuten kann, zeigt sich am Beispiel von Schneto. Das familiengeführte Unternehmen aus dem schweizerischen Bennwil entwickelt und produziert als Auftragsfertiger Präzisionsdrehteile für Industrieunternehmen. Nachdem im Januar 2015 die Schweizer Nationalbank den Mindestkurs von 1,20 CHF pro Euro aufhob, sank der Euro innerhalb von 24 Stunden um etwa 20 Prozent gegenüber dem Schweizer Franken und verteuerte somit Schweizer Produkte von einem Tag auf den anderen um selbigen Prozentsatz.

Um weiter wettbewerbsfähig zu bleiben, musste das Schweizer Unternehmen den gesamten Fertigungsprozess optimieren. Such- und Nebenzeiten sollten vermieden, das Rüsten beschleunigt und der Datenaustausch zwischen ERP-System, CAM-Datenmanagement und Shopfloor-Ebene bis an die Maschine verbessert werden. Ebenso sollte die Prozesssicherheit bei der Wiederholteil- und Großserienfertigung erhöht und der papiergebundene Freigabeprozesses durch digitale Lösung abgelöst werden. Zu den ersten Maßnahmen, die das Unternehmen in Angriff nahm, gehörte die Einführung der CAM-Datenmanagement-Software FactoryDirector VM.

Die Schwerpunkte der modularen Softwarelösung sind die Datenvernetzung, die Absicherung der Prozesse und die Digitalisierung der Fertigung. Fertigungsinformationen, wie zum Beispiel Artikelstammdaten, Arbeitsplaninformationen sowie Änderungsindizes aus dem ERP-System bilden die Grundlage für eine strukturierte Datenablage und Datensteuerung im Shop-floor. Alle hier erzeugten Daten und Informationen werden in der zentralen Datenbank, dem versionierten Fertigungsartikel und der konkreten Arbeitsfolge des Arbeitsplans zugeordnet und sind auf Knopfdruck wieder abrufbar.

Höhere Integration
Der FactoryDirector VM bildet auch die operative Datenplattform für alle am Prozess und Toolmanagement beteiligten Anwendungssysteme, wie etwa CAD/CAM und virtuelle Maschinen, die direkt aus der Applikation gestartet werden können. Diese Systeme sollen dadurch eine höhere Datenprozessintegration erreichen – vom Start der Anwendung bis zur strukturierten Datenablage in der zentralen Datenplattform.

Bei Schneto sorgte die digitale Vernetzung von ERP- und Produktion für den durchgängigen Datenaustausch vom ERP bis an die Maschine. Das CAM-Datenmanagement sorgt nun dafür, dass die richtigen Produktionsdaten zur richtigen Zeit am richtigen Ort beim richtigen Prozessteilnehmer sind und ermöglicht so schlankere und stabilere Prozesse.

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