Software

Creo heißt PTCs neues Flaggschiff

Als Projekt Lightning hatte PTC Mitte des Jahres die Zusammenführung seiner beiden CAD-Lösungen Pro/Engineer und CoCreate angekündigt. Die neue Software-Plattform heißt Creo und lässt dem Anwender die Wahl, ob er 3D-parametrisch, 3D-direkt oder 2D modellieren will.
„Creo löst die großen Probleme, die im Markt für mechanische CAD-Lösungen noch vorhanden sind: schwere Bedienbarkeit, mangelnde Interoperabilität, ungenügend leistungsstarkes Baugruppen-Management und das Festhalten an veralteten Technologien“, sagt James E. Heppelmann, President und CEO von PTC.

Wie angekündigt gab PTC Ende Oktober Details seiner neuen Konstruktionssoftware-Familie Creo bekannt (vorab Projekt Lightning genannt). Creo bietet dem Konstrukteur die Möglichkeit, parametrisch und direkt in 3D zu modellieren oder auch in 2D – und zwar jeweils kompatibel zueinander in jede Richtung, verspricht der Softwarehersteller und nennt das ganze ‚AnyMode Modeling‘. Bei der technischen Umsetzung spielt dabei wohl das zugrundeliegende Datenmodell eine wichtige Rolle, auf das die einzelnen Funktionen der jeweiligen Modelliermethode zugreifen. (Sobald weitere Details hierzu bekannt sind, wird der CAD-CAM-Report Creo in seiner ‚Serie Modelliertechniken‘ vorstellen.)

Für wie wichtig die Amerikaner die neue Software halten, wird auch an der Umbenennung der bekannten Programme deutlich:

Pro/Engineer wird zu Creo Elements/Pro,

CoCreate wird zu Creo Elements/Direct und

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ProductView wird zu Creo Elements/View.

Von Bedeutung dürfte das vor allem für CoCreate-Anwender sein, denen damit ein klarer Entwicklungspfad für ihre eingesetzten Werkzeuge aufgezeigt wird – mit der Option, bei Bedarf zusätzlich die Vorteile der Parametrik zu nutzen. Doch der Ansatz von PTC geht über die freie Wahl der Modelliermethode hinaus, genannt werden zusammen mit AnyMode Modeling vier Hauptaspekte der neuen Plattform:
Creo AnyRole Apps:
Jeder Anwender soll ein möglichst genau an seine Bedürfnisse angepasstes Werkzeug zur Verfügung gestellt bekommen – will beispielsweise heißen, dass manchem auch ein reduzierter Befehlsumfang genügt, wodurch aber die Bedienung wesentlich vereinfacht wird. Der Vorteil: Jeder kann wirkungsvoll am Produktentwicklungsprozess teilnehmen; neue Ideen, Kreativität und individuelle Effizienz werden freigesetzt.
Creo AnyMode Modeling:
Wie bereits erwähnt die Entwicklungsplattform, mit der die Anwender wahlweise 2D, 3D-direkt oder 3D-parametrisch modellieren können. Da unabhängig vom jeweiligen Modellieransatz die Daten vollständig zugänglich und in jedem beliebigen anderen Modus wiederverwendbar sind, können Anwender mit ihren eigenen oder den Daten von Dritten arbeiten – dabei aber jeweils den Modellieransatz wählen, den sie gewohnt sind. Der Vorteil hier: Die Teamarbeit wird erheblich erleichtert, ohne dass man auf die ‚Intelligenz‘ der Modelle verzichten muss.
Creo AnyData Adoption:
Vor allem in so genannten Multi-CAD-Umgebungen sollen sich Daten aus anderen Lösungen sehr einfach einpflegen lassen. Damit soll mit den Modellen verknüpftes Know-how nicht verloren gehen, sondern weiterverwendet werden können. Zudem soll auf diese Weise der Aufwand für die Datenmigration und Ablösung von Altsystemen sinken.
Creo AnyBOM Assembly:
Folgerichtig wird auch die Voraussetzung zur Einbindung in eine PLM-Strategie geschaffen. Stücklisten-basierte Baugruppen und optional eine enge Integration in die Windchill-PLM-Plattform von PTC sollen auch eine hohe Produkt-Komplexität beherrschbar machen.

Creo 1.0 wird voraussichtlich im Sommer 2011 verfügbar sein, weitere Entwicklungsschritte sind bereits geplant. Wichtig für die Anwender von PTC-Lösungen: Daten, die in Pro/Engineer oder CoCreate erstellt wurden, sind vollständig aufwärtskompatibel mit der Creo-Produktfamilie. -co-

Parametric Technology GmbH, Unterschleißheim Tel. 089/32106-0, http://creo.ptc.com http://www.ptc.com/products/creo

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