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Auf dem Weg zur vernetzten Fabrik

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omponenten der elektrischen Automatisierung stehen Ende November im Fokus der Messe SPS IPC Drives. Welche Bedeutung dabei die IT hat, verdeutlicht unter anderem eine der Keynotes des begleitenden Kongresses. Unter dem Stichwort ‚Industrie 4.0‘ geht es um die Veränderungen, hervorgerufen durch die Möglichkeiten der Kommunikation zwischen den Komponenten und mit der Leitebene – manche sprechen von der vierten industriellen Revolution.


Mit mehr als 1400 Ausstellern aus zusammen fast 40 Ländern sei die von 27. bis 29. November in Nürnberg stattfindende Messe SPS IPC Drives so international wie im Vorjahr, berichtet Johann Thoma, Geschäftsführer der Mesago Messemanagement GmbH als Veranstalterin der Fachmesse rund um die elektrische Automatisierung und entsprechende Systeme und Komponenten. Am stärksten vertreten seien nach Deutschland erneut Italien, China und die Schweiz. Wichtig dabei: „Die Messe ist eine

Arbeitsmesse

und damit Plattform für den Austausch zwischen Herstellern und Anwendern auf hohem fachlichem Niveau“, so Thoma weiter. Nach dem Rekord von 56.321 Besuchern 2011 rechnet die Mesago auch in diesem Jahr mit mehr als 50.000 Fachbesuchern. Rund jeder fünfte kam dabei 2011 aus dem Ausland.

„Nach wie vor liegt der Fokus der SPS IPC Drives auf den

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Komponenten

“, ergänzt Dr. Peter Adolphs von der Pepperl + Fuchs GmbH als Vorsitzender des Ausstellerbeirats der Messe, „weswegen eine Unterteilung in Fabrik- und Prozessautomation nicht sinnvoll ist.“ Bewusst wolle man nicht nur fertige Lösungen mit Branchenfokus vorstellen, sondern mit den Anwendern über die jeweilige Problemstellung diskutieren. Wichtig ist für Adolphs deswegen auch die starke Vernetzung der SPS IPC Drives mit dem begleitenden Kongress. Referenten aus Industrie und Wissenschaft vermitteln dort aktuelles Know-how in insgesamt 16 Sessions mit 48 Vorträgen, drei Tutorials, zwei Keynotes und einer Trendsession (Programm abrufbar unter: http://www.mesago.de/sps/kongress).

Industrie 4.0 für alle

„Erstmalig sind dieses Jahr

Trendsession

und

Keynotes

des Kongresses für alle Messebesucher der SPS IPC Drives kostenfrei zugänglich“, betont Prof. Georg Frey von der Universität des Saarlandes als Komiteevorsitzender für den Kongress. Am 27. November geht es in den Keynotes um die Themen ‚Technologiewandel intelligent gestalten‘ sowie ‚Vom Internet der Dinge zur Smart Factory – Auf dem Weg zur 4. industriellen Revolution‘. Im ersten Vortrag erläutert Dr. Thomas Bürger von Bosch Rexroth, welche Bedeutung die elektrische Automatisierungstechnik als Ursprung des stetigen

Technologiewandels

hat. Prof. Detlef Zühlke vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz untersucht dann im zweiten Vortrag die Veränderungen, hervorgerufen durch die Möglichkeiten der modernen Kommunikation und Vernetzung – bekannt unter dem Schlagwort ‚

Industrie 4.0

‘. Der sogenannten vierten industriellen Revolution gingen übrigens nach dieser Zählung die per Dampfmaschine mögliche Serienproduktion (erste industrielle Revolution), die Erfindung der Fließbandproduktion (zweite) sowie ganz generell die Automatisierung der Fertigung (dritte) voraus. (Ergänzung: Ob die Begrifflichkeit der industriellen Revolution jeweils gerechtfertigt ist, lässt sich diskutieren. An anderer Stelle – siehe unter anderem CAD-CAM REPORT 11/12-2011, S. 18 – werden beispielsweise die durch den 3D-Druck denkbaren massiven Veränderungen der Produktionsprozesse als zweite industrielle Revolution bezeichnet. Unabhängig von der Zählung ist allerdings klar, dass die jeweils neuen Technologien die Produktionsprozesse stark beeinflussen.) Die Trendsession unter Leitung von Prof. Walter Schumacher von der TU Braunschweig liefert dann am 28. November neue Überlegungen zur

nachhaltigen Automatisierung

– insbesondere geht es dabei um die Analyse der Versorgung mit Rohstoffen sowie deren Recycling, zukunftssichere Konstruktionen und die nachhaltige Betriebsführung auf Basis der Automatisierung.

Dass auf der Konstruktionsseite die Verknüpfung der Autorensysteme mit den verschiedenen IT-Lösungen im Unternehmen eine wichtige Rolle spielt, zeigt unter anderem die Hannoveraner Aucotec AG. Über eine neue Importfunktion für

Artikel-Stammdaten

verschiedener Standards lässt sich beispielsweise das datenbankbasierte Software-System Engineering Base (EB) noch besser integrieren. Artikelstammdaten sowohl nach eClass-Advanced- als auch Eplan-P8-Standard kann EB jetzt lesen und importieren – und damit dem Konstrukteur zur Verfügung stellen. Die Aucotec-Software ermöglicht darüber hinaus die Anbindung an ERP- und EDM/PDM-Systeme, die SPS-Integration sowie die Verknüpfung mit Verfahrenstechnik, Hydraulik, Pneumatik, 3D-Schaltschrankplanung oder Fertigungs-Automation.

Den Fokus auf die

Dokumentationserstellung

lenkt die WSCAD electronic GmbH mit der WSCAD Suite für die Elektro- und Fluidtechnik sowie Elektroinstallation und Gebäudetechnik, die sich durch die technologieübergreifenden durchgängigen Funktionen beim Engineering von Maschinen, Anlagen und Geräten auszeichnet. Mit nur einer Software ließen sich auf diese Weise alle Bereiche der Planung und Dokumentation im Engineering-Prozess abdecken, so der Anbieter, da die zentrale Projektdatenbank das Portieren zwischen den einzelnen Technologien überflüssig mache. Auch die einzelnen Softwarepakete der WSCAD Suite lassen sich in den bestehenden Workflow integrieren und unterstützen Prozessabläufe etwa durch die Anbindung an ERP-Systeme.

Das effiziente Projektieren und aussagekräftige Dokumentieren stellt auch die Eplan Software & Service GmbH & Co. KG aus Monheim am Rhein in den Vordergrund. Vorgestellt wird die neue Version 2.2 der Eplan Plattform. Zahlreiche funktionale Erweiterungen und Zusatzmodule – beispielsweise zur Feldverkabelung – sollen den Anwendern neue Perspektiven im Engineering eröffnen. Möglich werde das über schnelle Filter in den Projektdaten-Navigatoren oder den Artikeldatenaustausch, so der Hersteller. Das komplizierte Klicken durch Verzeichnis-Strukturen werde durch die grafisch unterstützte

Navigation

abgelöst, so dass auch der technische Vertrieb im Dialog mit dem Kunden bereits in der initialen Projektabstimmung erste Schaltungsunterlagen erstellen könne. -co-

Mesago Messemanagement GmbH, Stuttgart Tel. 0711/61946-38, http://www.mesago.de/sps

Aucotec AG, Hannover Tel. 0511/6103-0, http://www.aucotec.com Messe SPS IPC Drives: Halle 7A, Stand 140

WSCAD electronic GmbH, Bergkirchen Tel. 08131/3627-0, http://www.wscad.com Messe SPS IPC Drives: Halle 7A, Stand 131

Eplan Software & Service GmbH & Co. KG, Monheim/Rhein Tel. 02173/3964-0, http://www.eplan.de Messe SPS IPC Drives: Halle 7A, Stand 240

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