Software

Auch Softwarelizenzen wollen richtig dosiert sein

Die Ingenieure des Hausgeräteherstellers BSH arbeiten – global verteilt – rund um die Uhr an innovativen Produkten. Mit der NovaTec-Software inCharge behalten die IT-Verantwortlichen den Überblick über die Nutzung der Lizenzen der insgesamt 29 Engineering-Programme für 1500 Anwender. Denn BSH legt Wert auf die Einhaltung der Lizenzbestimmungen, möchte gleichzeitig aber die Zahl der notwendigen Lizenzen und die damit verbundenen Kosten minimieren.
Mit der InCharge-Software erhält der Anwender ein Werkzeug, das ihm einen Überblick über die Nutzung der Lizenzen im Unternehmen liefert. Unter anderem wird es so möglich, die aktuelle Auslastung einer Floating-Lizenz sichtbar zu machen. (Bilder: BSH/NovaTec)

Jeder Besitzer einer Wasch- oder Spülmaschine kennt die Anweisung des Herstellers: „Achten Sie auf die richtige Dosierung.“ Reinigungsergebnis und Kosten sollen sich so die Waage halten. Herbert Heuberger betrachtet das Thema Dosierung noch aus einem anderen Blickwinkel. Er ist bei der BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH dafür verantwortlich, dass weltweit alle Standorte mit Lizenzen für technische Software versorgt werden. „Wir haben weltweit verteilt insgesamt 29 verschiedene Engineering-Softwareprodukte aus den Bereichen CAD, PLM, Konstruktionsprüfung, Spritzgusssimulation sowie Visualisierung im Einsatz“, berichtet Heuberger. Darüber hinaus verfügten die einzelnen Softwarepakete oftmals noch über spezielle Zusatzmodule.

„Heute hilft uns die Software inCharge dabei, unsere Lizenzen optimal einzusetzen“, fährt der BSH-Mitarbeiter fort. Über die Lösung der NovaTec – Ingenieure für neue Informationstechnologien GmbH aus Leinfelden-Echterdingen lässt sich der Einsatz von Softwarelizenzen analysieren und managen, insbesondere in verteilten IT-Infrastrukturen. „inCharge unterstützt uns bei Einkaufsverhandlungen und reduziert den Zeitaufwand für die Administration deutlich.“ Mittels grafischer Übersichten und einer Bedarfsprognose kann BSH heute schnell und fundiert die richtigen Entscheidungen treffen.

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BSH legt großen Wert darauf, alle Bestimmungen zur Nutzung der Lizenzen einzuhalten – möchte also ausschließen, zu wenig Lizenzen im Einsatz zu haben. Gleichwohl ist man bestrebt, auch den Einsatz zu vieler Lizenzen zu vermeiden. Allein schon aufgrund der verschiedenen Vereinbarungen mit den Softwareanbietern hinsichtlich der Nutzung in den jeweiligen Regionen ist das keine einfache Aufgabe. Darüber hinaus wird bei BSH rund um Welt – und damit rund um die Uhr – entwickelt. Die speziellen Lizenzvereinbarungen erlauben es beispielsweise, über dedizierte Lizenzserver eine 3D-CAD-Lizenz, welche am Tag in Europa genutzt wird, am Abend in den USA einzusetzen, wenn dort der Arbeitstag beginnt. Die Verfügbarkeit der Lizenz-Informationen stellt BSH über eine auf drei Standorte verteilte, hochverfügbare Serverumgebung sicher. Die Softwarehersteller verwenden zumeist den Lizenzmanager FlexNet (ehemals Flexlm) von Flexera, welcher alle Berechtigungen steuert und die maximale Anzahl der Lizenzen technisch begrenzt.

‚Pooling‘ senkt die Lizenzkosten

Verständlicherweise lassen sich insbesondere Floating-Lizenzen – und damit deren Kosten – einsparen, wenn diese so effizient wie möglich verwendet werden. Dabei spielt der so genannte ‚Pooling-Effekt‘ eine Rolle: Je größer die Gesamtzahl der Nutzer in einem Pool und je geschickter die Verteilung ist, desto größer ist der Vorteil hinsichtlich der einzusparenden Lizenzen. Weitere Spar-Aspekte ergeben sich über die Bündelung bei der Beschaffung als Einkaufsvorteil sowie bezüglich der zentralen Verwaltung der ‚Software-Assets‘.
„Für uns war es deshalb notwendig, uns eine Übersicht zu verschaffen“, erläutert Herbert Heuberger die Situation vor Anschaffung der inCharge-Software. „Wir wollten wissen, wer, wo, wann und welche Software eingesetzt wird.“ Da FlexNet nur die Lizenzen vergibt, suchte BSH eine Art Leitstand mit Monitoring-Funktionen und Möglichkeiten zur Auswertung mittels Reports. Ein Versuch mit einer hauseigenen Programmierung zeigte, dass eine gezielte Optimierung auf diese Weise nur unzureichend möglich ist.

„Wir erkannten, dass wir uns nach einer passenden Standardlösung umschauen mussten“, erinnert sich Heuberger. In das Auswahlverfahren kamen mehrere Produkte, darunter auch der FlexNet Manager, eine Erweiterung des Herstellers Flexera zum Managen von Lizenzen mittels der FlexNet-Information, welche bereits in den Engineering-Anwendungen eingesetzt wird. „Insgesamt untersuchten wir fünf Produkte – zwei fielen aus, da sie nicht die Masse an Lizenzen verwalten konnten, und ein weiteres bot nicht die notwendigen Erweiterungsmöglichkeiten.“ Letztlich blieben NovaTec mit inCharge und Flexera mit dem FlexNet Manager übrig.

„Wir waren überrascht von der Leistungsstärke der inCharge-Software“, so Heuberger weiter. „Zudem bewies das NovaTec-Team Know-how sowie eine hohe Flexibilität und Bereitschaft, auf unsere Bedürfnisse einzugehen.“ Zusätzlich überzeugten Service und Support sowie nicht zuletzt die Kosten, so dass sich BSH für inCharge entschied. Heute ist die Software aus der BSH-Lizenzverwaltung nicht mehr wegzudenken. „Wir verwalten unsere 29 verschiedenen Softwareprodukte mit rund 800 verschiedenen Lizenzfeatures für 1500 Anwender“, freut sich Herbert Heuberger. „Generell können wir mit inCharge jederzeit den Nachweis erbringen, dass alle Lizenzbestimmungen eingehalten werden – und bei einer Anwendung dient das Nutzungsergebnis aus der NovaTec-Software sogar als Grundlage zur Abrechnung mit dem Hersteller.“ Wie gut der Service und die Flexibilität von NovaTec sind, zeigte sich gleich zu Beginn des Einsatzes, denn die Unterstützung einer hochverfügbaren Server-Triade, wie sie BSH einsetzt, war ursprünglich nicht Bestandteil der Software. Die Schwaben setzten die Anforderungen aber zügig um.

Als Anwender hat sich Herbert Heuberger schnell mit der Bedienung der Lizenzmanagement-Software angefreundet. „Die Oberfläche ist übersichtlich, logisch strukturiert und intuitiv bedienbar. Es war nur eine kurze Einführung notwendig und wir erhielten eine sehr gute Dokumentation.“ Es empfehle sich für den Auswertungsarbeitsplatz ein eigener Rechner, fährt der BSH-Mitarbeiter fort, da bei einem hohen Lizenzaufkommen viele Daten ständig von der PostgreSQL-Datenbank in Echtzeit mitprotokolliert werden müssten. „Es genügt allerdings ein handelsübliches PC-System mit ordentlich RAM und schneller Netzwerkanbindung.“

Zukünftig plant BSH, mit inCharge automatisiert Auswertungen zu erstellen und abzulegen. So können Monatsauswertungen an die Produktmanager im Haus selbstständig und regelmäßig verteilt werden. „Wir sind zuversichtlich, dass uns das NovaTec-Team wieder mit Rat und Tat beiseite steht, wenn es um die richtige Dosierung der Lizenzen geht“, so Heuberger abschließend. -co-

NovaTec GmbH, Leinfelden-Echterdingen Tel. 0711/22040-700, http://www.novatec-gmbh.de

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