Software

3D setzt sich auch im E-CAD-Bereich durch

Ende November öffnet die Messe SPS/IPC/Drives ihre Pforten und gibt insbesondere Elektro- und Fluidtechnik-Konstrukteuren die Gelegenheit, E-CAD-Lösungen unter die Lupe zu nehmen. Nicht ganz zu Unrecht sprechen die Anbieter dabei immer mehr von E-CAE, um den Engineering-Aspekt hervorzuheben. E-CAE ist aber vom eigentlichen CAE zu unterscheiden, unter dem man disziplinübergreifend die Bereiche Simulation und Berechnung zusammenfasst.

Bei einer Rekordausstellerzahl würden erstmals zwölf Messehallen und mehr als 100.000 m2 Ausstellungsfläche belegt sein, berichtet vorab der Veranstalter der SPS/IPC/Drives 2011, die Mesago Messemanagement GmbH. Die Fachmesse für elektrische Automatisierung zieht erstmals über 1400 Aussteller nach Nürnberg, die von 22. bis 24. November dort ihr Angebot präsentieren. Insbesondere für Elektro-Ingenieure dürfte neben der Vielzahl an Komponenten und Ausrüstung der Vergleich von E-CAD-Lösungen interessant sein. Erkennbar bieten die meisten Lösungen inzwischen Funktionalitäten, die über die bloße Schaltplanerstellung hinausgehen. Und neben dem Zusammenführen verschiedener Disziplinen – insbesondere der Elektro- und Fluidtechnik (siehe auch S. 38 ff und S. 44 in dieser Ausgabe) – steht vermehrt die 3D-Modellierung im Fokus der Hersteller, nicht zuletzt auch beim Leiterplattendesign (siehe S. 42 f).

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Zur SPS/IPC/Drives stellt beispielsweise Aucotec eine Lösung vor, die deren Software-System Engineering Base (EB) mit der Konfigurator-Software P’X5 der schweizerischen Perspectix AG verknüpft. Damit will man nicht nur das modulare Arbeiten im Maschinen- und Anlagenbau optimieren, sondern über die schematischen und 3D-Darstellungs-Möglichkeiten das Angebot für den Kunden visualisieren. Teure Fehler, die sich sonst erst bei der realen Aufstellung offenbarten, ließen sich damit vermeiden, betont Aucotec. Zudem sei das verbindliche Angebot nur einen Knopfdruck entfernt.

Darüber hinaus zeigt Aucotec, wie sich Know-how branchenübergreifend nutzen lässt. Dazu wird eine Engineering-Lösung zur Kabel-Planung innerhalb von Maschinen vorgestellt. Der Hersteller greift hier auf sein Know-how aus dem Bereich der Automobil-Bordnetze zurück (siehe hierzu CAD-CAM REPORT 3/4-2011, S. 36 ff). Die Verdrahtung im Schaltschrank sei für jeden Maschinenbauer längst Routine und die Anschluss-Informationen seien mit EB erstell- und bearbeitbar – doch außerhalb des Schaltschranks würde das Thema Verkabelung bislang sehr stiefmütterlich behandelt, so die Hannoveraner. Dabei mache immer mehr Elektronik die Kabelbäume immer umfangreicher – analog zu der Entwicklung bei Kraftfahrzeugen. Ob ein Kabelbaum aber in einem Sportwagen, Lkw oder in einer Druckmaschine steckt, macht grundsätzlich keinen Unterschied, so dass der Anwender hier auf das Know-how der Automobilindustrie zurückgreifen kann. Vorteilhaft ist dabei die Programmierung moderner E-CAE-Lösungen: Sie basieren auf Datenbanken, so dass sich sämtliche E-technischen Einheiten auch für das Kabelbaum-Design nutzen lassen – ohne doppelte und gegebenenfalls fehleranfällige Neueingaben. Auch hier bietet Aucotec übrigens eine 3D-Anbindung an, obwohl die Topologie mit den vorhandenen Daten im 2D errechnet wird. -co-

Mesago Messemanagement GmbH, Stuttgart Tel. 0711/61946-0, http://www.mesago.de/sps

Aucotec AG, Hannover Tel. 0511/6103-0, http://www.aucotec.com Messe SPS/IPC/Drives: Halle 7A, Stand 140

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