Cross Domain Development Kit

XDK deckt gesamte Industrial Development Journey ab

Von der Idee zum Prototyp, vom Feldtest über die Kleinserie bis zu hohen Stückzahlen: IoT-Projekte durchlaufen bis zur Marktreife mehrere Entwicklungsstufen. Technologisch bedingte Brüche zwischen diesen Stufen können Zeitverluste und höhere Entwicklungskosten verursachen. Hier setzt das sensorbasierte Cross Domain Development Kit (XDK) von Bosch Connected Devices and Solutions (BCDS) an: Das XDK soll mit einer Lösung die gesamte Industrial Development Journey abdecken. Das Ergebnis: mehr Flexibilität und schnellere Time-to-Market.

XDK deckt gesamte Industrial Development Journey ab

Das universell einsetzbare XDK verbindet in einer Box von nur 60 x 40x 22 mm eine Vielzahl von MEMS-Sensoren – Beschleunigung, Drehrate, Magnetfeld, Feuchtigkeit, Luftdruck, Temperatur, Umgebungslautstärke, digitaler Lichtsensor – mit einem ARM Cortex M3-Prozessor zur Analyse, Weiterverarbeitung und Übermittlung der Sensordaten. „Ob Predictive Maintenance, Monitoring, Retrofitting oder neue Applikationen: Eine Vielzahl leistungsfähiger Netzwerk- und Kommunikationsprotokolle sowie die komfortable Programmierung von Anwendungen über eine Entwicklungsumgebung vereinfachen und beschleunigen den gesamten Entwicklungszyklus von IoT-Projekten“, weiß Reiner Schmohl, Product Manager XDK bei Bosch Connected Devices and Solutions. Während industrielle Sensorik oft kabelgebunden ist, kommuniziert das XDK drahtlos über WiFi und Bluetooth LE. Die Integration in bestehende Anlagen sowie mobile Applikationen werden damit vereinfacht.

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Das XDK steht für einen einfachen Einstieg in das Internet der Dinge. Dazu schnürt Bosch ein umfangreiches Software-Paket: „Es beinhaltet unter anderem eine auf Eclipse basierende Entwicklungsumgebung für Windows, Linux und Mac OS, ein komfortables API zur Ansprache der Sensoren und Weiterverarbeitung der Daten sowie eine umfangreiche Dokumentation“, so Schmohl. Entwickler müssen dabei nicht bei null anfangen, denn Bosch stellt eine große Zahl an typischen IoT-Beispielanwendungen bereit, die unter einer Open-Source-Lizenz stehen und damit auch für eigene, kommerzielle Applikationen verwendet werden dürfen. Beim Support setzt Bosch auf eine Online-Community, die nicht nur einen schnellen Austausch, sondern auch die Vernetzung der Entwickler untereinander fördert. Zudem steht bei Bedarf ein dedizierter Support für kommerzielle Projekte bereit.

24/7 im Einsatz

XDK-basierte Prototypen lassen sich als Kleinserien nahtlos in den produktiven Feldeinsatz überführen. Für die Nutzung als Sensorknoten ist das XDK Node für Integratoren und Maschinenbauer in der preislich attraktiven 10er-Packung verfügbar. „Der Funktionsumfang ist identisch, jedoch wird auf das sonst beim XDK mitgelieferte Breakoutboard verzichtet“, erläutert der Produktmanager den Unterschied. Das XDK Node ist für den 24/7-Dauerbetrieb freigegeben. Die Spannungsversorgung erfolgt über USB oder Batterie. Bei der Datenübertragung zeigt sich das XDK flexibel: Neben der kabelgebundenen Übertragung unterstützt der Sensorknoten WiFi und Bluetooth LE. Besonders interessant für Offshore-Anwendungen ist das ebenfalls unterstützte, energieeffiziente Extension Board LoRaWAN, das topografieabhängig Reichweiten von bis zu 30 Kilometern ermöglicht. Für Offline-Szenarien lassen sich Daten auf einer SD-Card loggen.

Im XDK selbst sind Sensoren von Bosch Sensortec verbaut. Für dedizierte Projekte mit hohen Stückzahlen bietet Bosch individuelle, auf die jeweilige Applikation zugeschnittene Sensorgeräte an, die auf den gleichen MEMS-Sensoren beruhen. Auch hier soll der Übergang in die nächste Entwicklungsstufe unkompliziert erfolgen, indem Code und Framework ohne größere Anpassungen übernommen werden können. Dies ist möglich, da das XDK bereits die industriell gefertigten Bosch-Sensoren enthält.

Flexible Cloud-Anbindung

„Im Gegensatz zu anderen Herstellern macht Bosch bei der Cloud-Anbindung keine Einschränkungen“, betont Schmohl. Selbstverständlich wird die eigene Bosch Internet Cloud unterstützt. Daneben lässt sich das XDK jedoch auch mit weiteren Cloud-Plattformen wie Amazon Web Services, Microsoft Azure oder GE Predix verbinden. In der XDK Community sind dazu nicht nur die entsprechenden Protokolle, sondern auch beispielhafte Implementierungen zu finden.

Das universell einsetzbare XDK verbindet in einer Box eine Vielzahl von MEMSSensoren mit einem ARM Cortex M3-Prozessor zur Analyse, Weiterverarbeitung und Übermittlung der Sensordaten.

Das Internet der Dinge bringt zwar neue Applikationen und Business-Modelle hervor, jedoch müssen diese fast immer in bestehende Anlagen eingebunden werden. Bosch verfolgt dabei ein offenes Konzept. Das XDK unterstützt herstellerübergreifend die aktuellen Standards für Kommunikations- und Sicherheitsprotokolle. „Integratoren können mit dem XDK damit auch heterogene IT-Landschaften abdecken und technologisch unterschiedlich aufgestellte Kunden optimal bedienen“, erklärt Schmohl und weist auf IoT-Schulungen hin, die Bosch speziell für Integratoren anbietet. „Daneben wird das Angebot an webbasierten XDK-Trainings kontinuierlich ausgebaut.“

Kurze Innovationszyklen prägen die Industrie 4.0. Bosch bietet für das XDK eine klare Roadmap, die diesem hohen Innovationstempo Rechnung trägt. Der bereichsübergreifend gelebte Community-Gedanke bildet die Grundlage für den intensiven Austausch mit Entwicklern, Integratoren und Forschung. Das XDK versetzt Unternehmen wie Integratoren in die Lage, IoT-Projekte unkompliziert und schneller umzusetzen und dabei innerhalb der gesamten Development Journey mit einer Plattform zu arbeiten. cs

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