Industrie 4.0 für den Mittelstand

Spitzencluster it´s OWL präsentiert Lösungen auf der Hannover Messe

Der Spitzencluster it's OWL präsentiert sich auf der Hannover Messe 2015 mit 37 Unternehmen und Forschungseinrichtungen auf einem Gemeinschaftsstand in Halle 16. Der Zusammenschluss bietet kleinen und mittleren Unternehmen u.a. konkrete Lösungen für Industrie 4.0.

Bildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka besuchte im vergangenen Jahr den OWL Gemeinschaftsstand in Hannover und informierte sich über "Industrie 4.0 made in OWL".

Über 30 KMU aus OstWestfalenLippe haben hiervon bereits profitiert. Das hohe Geschäftspotenzial der neuen Technologien verdeutlichen erfolgreiche Unternehmensgründungen: Beispiele dafür sind Topocare, Maschinenhersteller für den Deichbau, und Krause DiMaTec, Lösungsanbieter für additive Fertigungstechnologien. Gemeinsam mit 35 weiteren Unternehmen und Forschungseinrichtungen präsentieren sie ihre Lösungen für intelligente Produkte und Produktionsverfahren auf dem OWL Gemeinschaftsstand auf der Hannover Messe 2015 (Halle 16 A04).

Dr.-Ing. Roman Dumitrescu (Geschäftsführer it´s OWL Clustermanagement GmbH) erläutert: „Unser Alleinstellungsmerkmal sind konkrete Lösungen für Industrie 4.0. Unternehmen und Forschungseinrichtungen haben gemeinsam eine Plattform mit Basistechnologien aufgebaut, die Unternehmen jetzt nutzen können. Die Resonanz des Mittelstands in OWL ist enorm.“ In 40 Transferprojekten wurden neue Technologien in den Bereichen Selbstoptimierung, Mensch-Maschine-Interaktion, Intelligente Vernetzung, Energieeffizienz und Systems Engineering in den beteiligten Unternehmen eingeführt. So hat das Unternehmen Steute aus Löhne gemeinsam mit der Universität Bielefeld im Bereich der Medizintechnik ein Kommunikations- und Visualisierungskonzept für die Produktion von Fußschaltern umgesetzt. Dadurch konnte die Benutzerfreundlichkeit und Effizienz der Fertigung erheblich gesteigert werden. Geschäftsführer Marc Stanesby: „Wir erhalten Zugang zu praxiserprobten neuen Technologien, die wir schnell und einfach einsetzen können. Für KMU wie uns bietet das Netzwerk einen großen Mehrwert und stärkt unsere Wettbewerbsfähigkeit.“

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Geschäftspotenziale für intelligente Maschinen

Durch die aktive Mitarbeit im Netzwerk it’s OWL und die Nutzung der Ergebnisse der Technologieplattform können KMU das hohe Wertschöpfungspotenzial beim Einsatz von intelligenten Maschinen und Produktionsanlagen optimal für sich nutzen. So hat das Unternehmen topocare (Gütersloh) eine intelligente Deichbaumaschine entwickelt. Mit einer weltweit einzigartigen Wickeltechnik lassen sich direkt vor Ort an den von Überflutung bedrohten Flussufern und Küstenabschnitten Endlosschläuche für den Deichbau herstellen. Durch eine Prozessmodellierung konnten die einzelnen Arbeitsschritte und Akteure optimal aufeinander abgestimmt werden, um im Katastrophenfall schnell und effizient reagieren zu können. Mittels Simulationen und einer Kommunikationsplattform der Akteure werden Real- und Simulationsdaten erfasst und können so angepasst werden, dass eine fortlaufende Optimierung des Gesamtsystems ermöglicht wird. Eine weitere Erfolgsgeschichte: Das Bielefelder Unternehmen Krause DiMaTec (gegründet im Januar 2015) bietet seinen Kunden im Bereich der additiven Fertigungstechnologien eine Komplettlösung für die gesamte Prozesskette im Maschinenbau und verwandten Branchen: Von der Konzipierung über die Softwareumgebung und Arbeitsvorbereitung bis zur einbaufertigen Komponente.

37 Aussteller – Lösungen für intelligente Produkte und Produktionsverfahren

In Hannover präsentieren 37 Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Organisationen von it´s OWL auf dem OWL Gemeinschaftsstand neue Lösungen. Der Landmaschinenhersteller Claas demonstriert beispielsweise, wie durch eine softwaregestützte Optimierung des Ernteprozesses 50% ungenutzte Maschinenleistung erschlossen werden kann. Der Hausgerätehersteller Miele präsentiert, wie neue Methoden der „virtuellen Produktentwicklung“ angewendet werden – von der Produktidee über die Visualisierung bis zur Umsetzung in der Produktion. Forschungseinrichtungen zeigen an Demonstratoren auf, wie sie Basistechnologien für Industrie 4.0 bei Unternehmen in die Anwendung bringen. Ein Beispiel ist die SmartFactoryOWL in Lemgo, eine gemeinsame Initiative des Fraunhofer Anwendungszentrums Industrial Automation und der Hochschule Ostwestfalen-Lippe. Hier werden die wichtigsten Handlungsfelder der intelligenten Fabrik, wie Wandlungsfähigkeit, Ressourceneffizienz und Mensch-Maschine-Interaktion unter Realbedingungen erforscht und getestet. Das wandlungsfähige Montagesystem ist sowohl mechatronisch als auch automatisierungs-/softwareseitig konsequent modularisiert. Welche Auswirkungen die vierte industrielle Revolution auf die Arbeitswelt haben wird, präsentiert das Fortschrittskolleg Industrie Arbeit 4.0.

Der Spitzencluster it´s OWL

Im Spitzencluster it‘s OWL entwickeln Unternehmen und Forschungseinrichtungen gemeinsam Lösungen für intelligente Produkte und Produktionssysteme. Das Spektrum reicht von intelligenten Automatisierungs- und Antriebslösungen über Maschinen, Fahrzeuge und Hausgeräte bis zu vernetzten Produktionsanlagen. Ausgezeichnet im Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gilt it‘s OWL als eine der größten Initiativen für Industrie 4.0. Seit dem Start von it´s OWL (Mitte 2012) sind rund 5.000 neue Arbeitsplätze in den Clusterunternehmen und 500 Stellen für Wissenschaftler in den Hochschulen und Forschungseinrichtungen geschaffen worden. Sechs neue Forschungseinrichtungen und 14 neue Studiengänge auf dem Gebiet Intelligente Technische Systeme sind entstanden.

Aussteller OWL-Gemeinschaftsstand Hannover Messe

Beckhoff, Boge Kompressoren, Böllhoff, Centrum Industrial IT, Claas, DMG Mori Seiki, Energie Impuls OWL, Fachhochschule Bielefeld, Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW), FMB Zuliefermesse Maschinenbau, Fraunhofer IPT, Fraunhofer IOSB INA, Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Kreis Höxter, Heinz Nixdorf Institut, IHK Ostwestfalen, IHK Lippe, Institut für industrielle Informationstechnik Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Intorq, Jobware, KEB, Krause DiMaTec, Kreis Lippe Wirtschaftsförderung, Lenze, Miele, OWL GmbH, OWL Maschinenbau, Phoenix Contact, Steute, Strothmann Machines & Handling, Target Industria, topocare, Universität Bielefeld, Universität Paderborn, Wago Kontakttechnik, Weidmüller. kf

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