Tool für Werkstattsteuerung

Mara Hofacker,

Neuerungen in Softwarelösung zur Auftragsplanung

Auf der Metallbearbeitungs-Messe EMO (16. bis 21. September in Hannover) informiert die HSi GmbH über Softwarelösungen zur Auftragsplanung und Werkstattsteuerung sowie Planzeitermittlung und Vorkalkulation informieren.

Die von HSauftrag generierte Plantafel "Arbeitsplätze" zeigt die Arbeitsplätze mit ihrer geplanten Auslastung und den verursachenden Aufträgen an. © HSi

Mit HSauftrag verfügt der Anwender über ein einfach zu bedienendes System zur Terminierung und Steuerung von Aufträgen sowie zur Optimierung der Kapazitätsauslastung. Dies erfolgt unter Berücksichtigung der Übergangszeiten zwischen den Arbeitsplätzen. Jedem Arbeitsplatz ist über Betriebskalender und Schichtmodelle eine Plankapazität zugewiesen. Um Rüst- und Durchlaufzeiten zu reduzieren, können gleiche Artikel aus verschiedenen Aufträgen zu Fertigungslosen zusammengefasst werden. Die Übernahme von Stücklisten, Arbeitsgangfolgen aus Angeboten oder von Arbeitsplänen vorhandener Artikel bietet eine deutliche Zeitersparnis.

Die wesentlichen Neuerungen der Softwarelösung HSauftrag betreffen eine automatische Neuplanung aller eingelasteter Aufträge nach Terminänderungen. Diese Neuplanung erfolgt unter Beachtung der Prioritäten der Fertigungsaufträge. Die jeweilige Priorität wird unter Beachtung des Zieltermins vom System vorgeschlagen. Auch nicht realisierte Arbeitsschritte erhalten eine neue Terminierung unter Beachtung der aktuellen Kapazität. Im Rahmen der Weiterentwicklung dieser Terminierungsfunktionen steht nun auch eine automatische Neuplanung zur Verfügung, welche eine kontinuierliche Neuterminierung beispielsweise in einem Nachtlauf ermöglicht. Des Weiteren kann eine Rückmeldung der Arbeitsgänge weiterhin klassisch mit Barcodescanner oder papierlos, z. B. über einen Monitor oder ein Tablet, am Arbeitsplatz erfolgen. Durch eine "papierlose Rückmeldung" wird eine mitarbeiter- oder arbeitsplatzbezogene Reihenfolgeansicht der abzuarbeitenden Fertigungsaufträge aufgerufen. Aus dieser Ansicht kann direkt das An- und Abmelden der Arbeitsgänge erfolgen.

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Die papierlose Kommunikation mit dem Werker am Arbeitsplatz bietet hohe Transparenz. So können einerseits die Rückmeldungen unmittelbar an HSauftrag erfolgen. Andererseits lassen sich auf einen Blick via Monitor die angemeldeten und auszuführenden Arbeitsgänge erfassen. © HSi

Weitere Neuerungen bestehen darin, dass die Berechnung des Starttermins von Folgearbeitsgängen beim Abmelden eines Arbeitsganges nun über folgende Einstellungen gesteuert werden kann: Soll der nachfolgende Arbeitsgang neu terminiert werden oder nicht. Außerdem kann beim Abmelden eines Arbeitsganges die Berechnung des Starttermins von Folgearbeitsgängen unter den Kriterien hinsichtlich begrenzter oder unbegrenzter Kapazitäten erfolgen. Ebenfalls neu ist die Erweiterung der Fertigungsaufträge um Stücklistenpositionen. Die Stücklistenpositionen werden auf dem Report "Laufkarte" angezeigt. Damit stehen dem Werker online alle auftragsbezogenen Stücklisteninformationen zur Verfügung.

In die Softwarelösung HSauftrag flossen weitere Optimierungen ein. Diese betreffen unter anderem die Erweiterung des bestehenden Algorithmus zur Rückwärtsterminierung um die Planung gegen begrenzte Kapazitäten. Sollte nach einer manuellen Umplanung von Fertigungsaufträgen ein Termin in der Vergangenheit liegen, erhält der Planer einen entsprechenden Hinweis. Eine automatische Vorwärtsterminierung unter der Beibehaltung der Planungsart kann aktiviert werden. Auch die Möglichkeit einer manuellen Umplanung zur Rückwärtsterminierung bereits in Fertigung befindlicher Aufträge ist möglich.

Rückmeldungen werden entweder weiterhin klassisch durch das Scannen von Barcodes auf Fertigungspapieren oder neuerdings papierlos durchgeführt. © HSi

Die Abbildung der Kapazitätsauslastungen und Verfügbarkeiten beschränkt sich nicht nur auf die Bearbeitungsmaschinen, sondern bezieht auch die Verfügbarkeit der Mitarbeiter mit ein. Auf diese Weise lässt sich die Qualität der Disposition und Terminbestimmung der Aufträge nochmals steigern. Mit der Planung hinsichtlich vorgegebener und damit begrenzter Kapazitäten sowohl vorwärts- als auch rückwärtsgerichtet wird eine bessere Kapazitätsauslastung erzielt und somit auch eine realitätsnahe Planung erreicht.

Die aus Kapazität und Einlastung resultierende Situation wird mit der HSi-Software taggenau aufgezeigt und liefert die Entscheidungshilfe zur Umterminierung, Auswärtsvergabe oder Änderung des Schichtmodells. Im Fall einer Umterminierung gelangt man direkt von den Kapazitätsbelastungen in der Plantafel zu den verursachenden Aufträgen und es lassen sich die entsprechenden Änderungen vornehmen. Für jeden Fertigungsauftrag, jedes Teil und jeden Arbeitsgang ist der aktuelle Status abrufbar.

Die zur Verfügung stehende Auftragskalkulation ermittelt die exakten Plankosten inklusive Material-, Fertigungs- und Sondereinzelkosten. Diese vorkalkulierten Zeiten und Kosten werden in einer mitlaufenden Kalkulation oder im Modul Nachkalkulation mit den Istwerten abgeglichen. Sowohl für den gesamten Auftrag als auch für den einzelnen Arbeitsplatz sind die Abweichungen, etwa Unter- und Überschreitungen, zu erkennen. Außerdem verfügt HSauftrag über die Möglichkeit der Erfassung und Auswertung von Gemeinkosten bzw. -zeiten, wie z.B. Transport- und Reinigungstätigkeiten.

EMO: Halle 9, Stand C 20

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