Anforderungsanalysen

Neue Geschäftsmodelle: User Research setzt auf Bedürfnisse

Wenn ein Industrieunternehmen darüber nachdenkt, neue, digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln, gibt es oft viele Unsicherheiten und Ängste. Immerhin handelt es sich um ein neues Terrain mit vielen Chancen, aber auch Fallstricken – besonders, wenn man nicht traditionell in der digitalen Welt zu Hause ist. Userlutions nutzt für die Validierung eines Business-Modells die Methode des User Research.

Chancen und Fallstricke bei der Entwicklung neuer, digitaler Geschäftsmodelle.

Sie wird von vielen erfolgreichen Digitalunternehmen eingesetzt und stammt aus modernen, agilen Methodenbaukästen wie Design Thinking, Lean Startup und User Centered Design – die Rede ist von der Methode des User Research. Gemeinsam haben alle den Nutzer oder Endanwender in den Fokus zu rücken. Das bedeutet, den späteren Nutzer bereits vor der Definition von Anforderungen und Pflichtenheften genauestens kennenzulernen. In der User Research werden Tiefeninterviews mit der (potenziellen) Zielgruppe durchgeführt und quantitativ validiert. So werden Motivationen, Bedürfnisse und Bedenken bereits vor der Produktentwicklung aufgedeckt.

Im Gegensatz zur klassischen Marktforschung geht User Research viel tiefer. Anwender werden nicht nur zu ihrer Meinung befragt, sondern es wird identifiziert, wo sie Herausforderungen bei der Bewältigung von Problemen haben und welche Bedürfnisse darunterliegen. Eine einfache Meinungsumfrage würde diese nicht zu Tage fördern, wie das Beispiel von Henry Ford zeigt, der einst gesagt haben soll: „Wenn ich die Leute gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt, schnellere Pferde.“

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Betriebsblindheit auflösen

Viele erfahrene Geschäftsleute sind sicher, ihre Kunden bereits gut zu kennen – immerhin verbringen sie ja schon Jahre in diesem Metier. Trotzdem stellen sich bei psychologischen Tiefeninterviews mit zum Teil potenziellen Endnutzern immer viele Erkenntnisse heraus, die selbst die erfahrensten Insider überraschen und Betriebsblindheiten auflösen. In der User Research werden die Motivationen und Befürchtungen der Nutzergruppe klar zu Tage gefördert. Das Ergebnis ist eine valide Datenbasis, auf der erfolgversprechende (digitale) Angebote und Geschäftsmodelle entwickelt werden können. Die Erkenntnisse helfen zu validieren, ob die Idee eines Business Modells tatsächlich die Bedürfnisse der Endkunden befriedigt - oder völlig am Ziel vorbeischießen würde. All das, bevor ein Cent in die tatsächliche Entwicklung des Produkts geflossen ist. Die Erkenntnisse aus der User Research können zudem für die genaue Ausgestaltung des Produkts, neue Produkt- oder Feature-Ideen und für Kommunikationsstrategien genutzt werden.

Auch die weitere Produktentwicklung nach der Ideenphase sollte Nutzer einbeziehen. Dies kann sichergestellt werden, indem bereits in frühen Stadien Prototypen angefertigt werden. Diese können dann in Nutzertests, zum Beispiel im Anwendungsumfeld, im Labor oder Remote, mit Nutzerfeedback konfrontiert werden. In kurzen Iterationszyklen werden Erkenntnisse direkt eingearbeitet. So werden Entwicklerkosten und Risiken bei der Markteinführung einer neuen Idee minimiert.

Wie Siemens Investitionsrisiken minimiert, erfahren Sie in einer Case Study. cs

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