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Artikel und Hintergründe zum Thema

Navigationssystem

Für Innenräume

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Photonische Mikrosysteme IPMS haben ein Navigationssystem entwickelt, das wie die Ortung im Auto auch in Innenräumen (z.B. Krankenhäusern) funktioniert und den Nutzer sicher zum Ziel führt.

Große medizinische Einrichtungen wie Krankenhäuser oder Rehakliniken mit ihren unzähligen Gebäuden, Gängen und Räumen ähneln nicht selten einem Irrgarten. Hier fällt es nicht nur schwer, sich als Besucher zurechtzufinden. Auch betriebliche Abläufe mit mobiler Ausstattung und Personal nachzuvollziehen, wird mitunter zur Herausforderung. Das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS zeigt im Rahmen einer Live-Präsentation auf der Medica Weltmesse für Medizin vom 14. - 17. November, dass ein lückenloses WLAN-Funknetz beste Voraussetzungen bietet, technische Geräte und Personal zu lokalisieren und Besucher schnell und komfortabel ans Ziel zu bringen.

Die vom Fraunhofer IPMS entwickelte Software unterstützt zur Zeit Android 2.3. und ist so zum Beispiel als App auf einem Smartphone nutzbar. Auf dem Display erscheint ein vom Krankenhaus definiertes Menü möglicher Ziele, etwa Behandlungszimmer, Untersuchungsräume, Patientenzimmer oder Toiletten. Nach erfolgter Auswahl werden die aktuelle Position und der kürzeste Weg zum Ziel grafisch angezeigt, wobei die Positionsanzeige laufend angepasst wird. "Es ist ein ähnliches Verhalten wie man es vom Navigationssystem im Auto her kennt. Die Zielführung kann jederzeit unterbrochen und ein neues Ziel gewählt werden", erläutert Chefentwickler Hans-Jürgen Holland und betont die Vorteile des Systems: "Bisherige Systeme arbeiten mit einer eigenen Hardware. Dadurch werden auch spezielle Endgeräte benötigt. Wir wollen mit Smartphones und Standard WLAN die Aufgabe lösen."

Voraussetzung für den Betrieb ist ein sehr gutes lückenloses WLAN-Funk-Netz, das im Krankenhaus durch sogenannte Access Points aufgebaut wird. Die Position wird auf Basis von Feldstärkemessungen der im Empfangsbereich befindlichen Knotenpunkte oder Hotspots von einem Server ermittelt. "Kein Problem", sagt Holland, "das WLAN-Netz stellt unser Kooperationspartner, die Schweizer Firma LPS-Services SA, zur Verfügung", der auch den Vertrieb des Gesamtsystems übernimmt. Der Vorteil des WLAN-Ansatzes: Auch technische Geräte, die mobil eingesetzt werden, oder medizinisches Personal können mit WLAN-Knoten ausgerüstet und so jederzeit ausfindig gemacht werden. Betriebliche Abläufe wie Untersuchungs- oder Behandlungsroutinen lassen sich so gut nachvollziehen und nach Effizienz- und Komfortgesichtspunkten optimieren.

Auf der Medica Fachmesse für Medizin vom 14. - 17. November 2012 in Düsseldorf zeigt das Fraunhofer IPMS eine Livedemonstration der Inneraumnavigation am Beispiel der Positionsbestimmung.

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