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Artikel und Hintergründe zum Thema

Informationsraum

Raum für Informationen

In Zeiten von Digitalisierung und Industrie 4.0 wächst die Bedeutung von Informationen. Standardisierte Produkte werden durch individualisierte ersetzt. Um alle zugehörigen Daten zu speichern, werden flexible, in sich abgeschlossene Informationseinheiten benötigt. Diese müssen unabhängig voneinander erstellt und beliebig miteinander kombiniert werden können. Das intelligente System, das diese Daten verwaltet, ist der Informationsraum. Gewünschte Informationen lassen sich hierüber flexibel und für den konkreten Anwendungsfall zusammenstellen und veröffentlichen.

Informationsräume

Durch Digitalisierung und Industrie 4.0 verändert sich die Welt rasant. Dadurch wächst auch die Bedeutung von Informationen. Starre, in großen Mengen produzierte Produkte werden zunehmend durch umfangreiche Funktionswolken ersetzt, aus denen Kunden ihre individuellen Produkte konfigurieren können. Die zugehörigen Informationen in einzelnen Dokumenten zu speichern wird dabei unmöglich. Dennoch muss die benötigte Information zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Daher werden sowohl für die Erstellung als auch für die Nutzung von Informationen neue Lösungen notwendig.

Wichtige Informationen sollen ohne Zeitverzögerung verfügbar sein. Jedoch sind sie auf viele unterschiedliche Dokumente verteilt – oder aber noch gar nicht erhoben. In der Vergangenheit hat der Kunde Produkte in einem Katalog gesucht und bestellt, wenn der Preis und die Eigenschaften passten. Heute sucht er nach Anwendungskriterien, stellt sich sein Produkt nach eigenen Vorstellungen zusammen, passt Ausstattungsdetails, Muster und Farbe an und bestellt dann sein individuelles Produkt.

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Was bei Konsumgütern immer selbstverständlicher wird, wirft auf Seiten der produzierenden Unternehmen Probleme auf. Wie lässt sich die immer größere Variantenvielfalt handhaben? Wie lassen sich die Prozesse so weit automatisieren, dass auch bei Stückzahl eins noch produziert werden kann? Maschinen- und Anlagenbauer müssen zu jeder Maschine eine technische Dokumentation ausliefern. Wie lässt sich das bei dieser hohen Variantenzahl bewerkstelligen? Woher weiß ein Servicetechniker, welche Wartungsaufgaben bei welcher Maschine anstehen?

„Die Lösung all dieser Herausforderungen heißt Informationsraum“, sagt Uwe Reißenweber, Geschäftsführer von Docufy. Das Unternehmen ist ein Hersteller professioneller Softwarelösungen für die technische Dokumentation und Anbieter von Multi-Level-Dokumentation. „Das klassische Dokument mit seinen starren Grenzen hat ausgedient. Wir brauchen flexible und in sich abgeschlossene Informationsschnipsel, die unabhängig voneinander erstellt und beliebig miteinander kombiniert werden können. Diese Informationen müssen intelligent organisiert werden. Es bedarf eines Informationssystems, das eindeutige Adressen für alle relevanten Informationen eines Unternehmens liefert. Wir nennen das den Informationsraum“, erklärt Reißenweber.

Sammelbecken für alle relevanten Daten

Der Informationsraum bildet Objekte aus der realen Welt ab. Die zugehörigen Informationsbausteine werden einzeln erfasst und passend zugeordnet. Diese Informationsschnipsel werden Topics genannt. Jedes Topic hat eine eindeutige Adresse im Informationsraum. Dieser bündelt das Wissen zum gesamten Produktlebenszyklus an einem Ort. Neue wichtige Informationen wie Bewertungen von Kunden oder Tipps von Servicetechnikern lassen sich jederzeit als Topics aufnehmen und entsprechend zuordnen. Antworten auf bestimmte Fragestellungen lassen sich so flexibel und für den konkreten Anwendungsfall zusammenstellen und veröffentlichen. Das Ausspielen der Informationen funktioniert dabei dynamisch und je nach Belieben als gedrucktes Dokument, mobil auf dem Smartphone oder in einer Augmented-Reality-Anwendung.

TopicPilot ermöglicht mobilen und benutzerspezifischen Zugriff auf alle unternehmensweiten Daten – auch verknüpft mit ARAnwendungen.

Aber wo kommt der Großteil der Informationen her? Die Schatzsuche nach Wissen im Unternehmen führt in eine Abteilung, die viele Manager gar nicht auf dem Schirm haben: die technische Dokumentation. Sämtliche Daten einer Maschine, über ihre Risiken, ihre Bedienung, ihre unterschiedlichen Varianten, Datenblätter oder Fotos – alles ist bereits im Unternehmen vorhanden, meistens längst digital und in schnittstellenfähigen Datenbanken gespeichert. Diese Datenschätze gilt es nun zu bergen. Reißenweber erläutert: „Jeden Tag sind wir mit Unternehmen im Gespräch, die ihre technische Dokumentation ständig weiter digitalisieren, in Komponenten und Module zerlegen und automatisieren. Dabei wurde uns klar: Wenn man die Speicherung von Daten in ihrer althergebrachten Struktur durch das Denken in Topic-bezogenen Informationen ersetzt und wenn man ein System findet, mit dessen Hilfe sich jegliche Information eindeutig adressieren und auffinden lässt, kann man diese Daten unternehmensübergreifend für viele Abteilungen nutzbar machen. Wir verwalten dann nicht Informationen in Datenbanken, sondern navigieren zu Topics in Informationsräumen. Die technische Dokumentation wird dann als Wissenspool zur wichtigsten Abteilung eines Digitalen Unternehmens.“

Diese Sammlung von Wissen, der Informationsraum, kann über Displays von Maschinen, über Webbrowser oder auch mittels mobiler Endgeräte wie Smartphones, Tablets oder auch AR-Brillen angezapft werden. Die Lösung, die die richtigen und wichtigen Informationen je nach Suchanfrage herausfiltert und zur Verfügung stellt, heißt bei Docufy TopicPilot. TopicPilot ist eine mobile Publikationsplattform, eine Out-of-the-Box-Lösung, die den Import aus verschiedenen Quellen und die Ausgabe von Informationen verschiedenster Formate ermöglicht. Jeder unternehmensweit vorhandene Content wie Text-, Bild-, Grafik-, Audio- und Video-Daten, Tabellen oder PDF-Dokumente wird mit TopicPilot verfügbar und unabhängig vom Betriebssystem gerätespezifisch dargestellt.

Vom Maschinenbauer zum digitalen Unternehmen

Diese intelligente Nutzung von Wissen hilft Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, sich schnell auf die veränderten Bedingungen einzustellen. Nun kann beispielsweise der Vertriebsmitarbeiter vor Ort beim Kunden mit dem Smartphone oder Tablet alle technischen Details aufrufen, bei Bedarf Fotos oder Filme zeigen, Gerätevarianten anbieten und erläutern. Der Servicetechniker kann auf dem Display der zu wartenden Maschine die Beschreibung von Funktionen oder die Spezifikation von Ersatzteilen heraussuchen. Die Schulungsunterlagen für die Technikeinweisung werden je nach benötigtem Umfang auf Knopfdruck zusammengestellt und die technische Dokumentation automatisch zu jeder Maschinenvariante erstellt. Die Marketingabteilung entnimmt Fotos und Beschreibungen zur Gestaltung eines Produktflyers. Auch die Internetseite des Unternehmens oder das Intranet können aktuelle technische Details und Fotos aus der Datenbank herauslesen. Auf dieser Basis können Unternehmen von allen verfügbaren Informationen in allen Bereichen des Unternehmens profitieren – vom Marketing bis hin zur Produktion. am

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