Industrie 4.0 in Flaschen

Infoteam beteiligt sich mit Agentensystem am Forschungsprojekt „RoboFill 4.0“

Als Zusammenschluss zwischen Industrieunternehmen, Universitäten und Forschungseinrichtungen verknüpft das interdisziplinäre Forschungsprojekt „RoboFill 4.0“ den Markt der Getränkeindustrie mit den Grundlagen von Industrie 4.0. Das Unternehmen Infoteam beteiligt sich mit Multiagentensystems „iAgent“.

„Robotergestütztes Abfüllkonzept für die individualisierte Getränkebereitstellung“ oder kurz „RoboFill 4.0“ ist ein von der Bayerischen Forschungsstiftung gefördertes Projekt. Zu dem interdisziplinären Projektteam zählen die infoteam Software AG, Beckhoff Automati-on GmbH, Krones AG, Proleit AG, Siemens AG, Röhm GmbH, Till GmbH und Yaskawa Europe GmbH, die Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan, das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik sowie die Lehrstühle „Lebensmittelverpackungstechnik“ und „Brau- und Getränketechnologie“ von der Technischen Universität München (TUM). Letzterer stellt mit Univ.-Prof. Dr.-Ing. Thomas Becker auch den Projektleiter.

„RoboFill 4.0“ soll es dem Markt der Lebensmittelherstellung und insbesondere der Getränkeindustrie ermöglichen, personalisierte und kundenindividuelle Produkte mit kleiner Auflage oder als Unikat zu produzieren – ein Trend, der zunehmend an Bedeutung ge-winnt. Zwar realisieren erste Anbieter solche Modelle bereits, die Getränkeindustrie stößt aufgrund ihrer starren Produktions- und Prozessleitstrukturen jedoch rasch an ihre Grenzen. Das Forschungsvorhaben entwickelt für Abfüll- und Getränketechnik ein völlig neuartiges und flexibles Automatisierungssystem und nutzt hierfür Kernelemente der Industrie 4.0. Mittels Netzwerk- und Cloudtechnik kommunizieren alle Systeme miteinander, die intelligente und dezentrale Produktionssteuerung erfolgt mittels Software von Infoteam.

Anzeige

Mit dem agentenbasierten iAgent-Toolkit werden für alle an der Fertigung beteiligten Komponenten sogenannte „Digitale Schatten“ geschaffen – ein wesentliches Merkmal der Industrie 4.0.In einem System von Software-Agenten tritt jede in der Fertigung relevante Komponente als intelligentes, kommunizierendes und zielgerichtet handelndes Objekt auf. Intelligente Objekte haben Ziele, die sie selbstständig erreichen müssen. Sie haben interne Zustände, über die sie Auskunft geben können. Und sie haben die Möglichkeit zur Kommunikation mit anderen intelligenten Objekten und mit den Menschen in der Produktion. Die Zielerreichung erfolgt durch Kooperation und kann von außen durch Vorgaben und die Gewich-tung von Prozessparametern beeinflusst werden. kf

SPS IPC Drives, Halle 6, Stand Nr. 130

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

IoT-Plattformen

Der Motor für IIoT-Projekte

Internet-of-Things-Projekte vom Whiteboard in die Praxis zu bringen ist in der Industrie noch eine große Herausforderung. Einige Anwendungsbeispiele zeigen aber, wie IoT-Projekte mithilfe von IoT-Plattformen schnell und einfach umgesetzt werden...

mehr...

Near Field Communication

NFC-Chip im Steckverbinder

Durch das Einsetzen von NFC-Chips in Steckverbinder lassen sich Daten zum Produkt selbst oder Anwendungs- und Einsatzdaten von den Verbindern per Smartphone ins Netz übertragen. Dies eröffnet neue Möglichkeiten, beispielsweise im Bereich der...

mehr...

Jahresrückblick

Das Jahr 2018 in der Industrie

Das Jahr 2018 war geprägt von technischen Weiterentwicklungen rund um die Digitalisierung. Die deutsche Wirtschaft florierte, und viele Unternehmen und Messen verzeichneten Rekordzahlen. Industrieroboter erobern zusehends die Produktionshallen, und...

mehr...
Anzeige

Newsletter bestellen

Immer auf dem Laufenden mit dem SCOPE Newsletter

Aktuelle Unternehmensnachrichten, Produktnews und Innovationen kostenfrei in Ihrer Mailbox.

AGB und Datenschutz gelesen und bestätigt.
Zur Startseite