Die Vaillant Group ist ein forschungsgetriebenes Unternehmen und die Forschungs- und Entwicklungsabteilung ist das Herz des Unternehmens. Mit F&E-Niederlassungen in mehreren europäischen Ländern und in China hat das Unternehmen bislang proprietäre Projektmanagement-Umgebungen genutzt." />

Smart Industry

Heizung, Lüftung, Projektmanagement

D
ie Vaillant Group ist ein forschungsgetriebenes Unternehmen und die Forschungs- und Entwicklungsabteilung ist das Herz des Unternehmens. Mit F&E-Niederlassungen in mehreren europäischen Ländern und in China hat das Unternehmen bislang proprietäre Projektmanagement-Umgebungen genutzt. Der Nachteil: Die Systeme waren untereinander nicht verbunden. Auch mit der daraufhin eingesetzten SAP-Lösung konnte einheitliches und unternehmensübergreifendes Projektmanagement nicht umgesetzt werden, da die Nutzung dieser Lösung nicht den alltäglichen Anforderungen der Projektmanager entsprach. Daher entschied sich die Vaillant Group, ein zentralisiertes Projektmanagement-System aufzusetzen.

Als zentrales Unternehmenssystem hat die Vaillant Group seit vielen Jahren SAP im Einsatz. Da war es nahe liegend, auch das Projektmanagement über eine entsprechende Lösung in dem betriebswirtschaftlichen System laufen zu lassen. Doch wie die Mitarbeiter der Vaillant Group schon nach kurzer Zeit erkannten, war die SAP-Lösung für Projektmanagement nur in begrenztem Maß für das alltägliche Projektgeschäft geeignet. So beschloss das Management, eine eigene Lösung für die Projektarbeit einzuführen.

Bis zu diesem Zeitpunkt arbeiteten die Teammitglieder mit isolierten Einzelplatzlösungen wie Microsoft Project 2003, anderen Projektmanagement-Programmen sowie mit Excel. Und die Informationen waren aufgrund dieser Insellösungen auch nur für das jeweilige Team zugänglich. Die restlichen Mitarbeiter in der F&E-Abteilung mussten nachfragen, wenn sie Informationen benötigten. Das hieß zum Beispiel für die Ressourcenplanung, dass für ein neues Projekt die F&E-Teams in jedem Land kontaktiert werden mussten, um zu erfahren, ob noch freie Ressourcen zur Verfügung standen. Diese Informationen wurden dann in einem Ressourcenzuordnungsplan zusammengetragen.

Anzeige

„Es war im Jahr 2009, als wir uns mit den Projektmanagern zusammensetzten und sie fragten, welche Anforderungen sie an ein Projektmanagementsystem hätten“, berichtet Jörn Fritsche, Projektmanager in Group R&D Support bei der Vaillant Group. „Und einer der ersten Kommentare war, dass die Oberfläche des Systems das Look and Feel von Microsoft Project haben solle.“ Eine weitere Anforderung war, dass sich das System mit SAP kombinieren lassen sollte. Der Grund: Der automatische Datenaustausch zwischen den beiden Systemen sollte es den Mitarbeitern in den Projektteams ermöglichen, ihr Alltagsgeschäft zu erledigen, ohne auf SAP zugreifen zu müssen. Fritsche und ein bereichsübergreifendes Pilotteam befassten sich daher eingehend mit der Funktionsweise von Microsoft Project und konnten bestätigten, dass das System die meisten ihrer Anforderungen abdeckte – jedoch nicht alle. Da Microsoft Project nicht standardmäßig auf eine Integration mit ERP-Systemen wie SAP ausgelegt ist, wandte sich Fritsche an TPG und einen weiteren Dienstleister, die beide eine bewährte Lösung für die Integration mit SAP anbieten.

Test auf Herz und Nieren

“Wir installierten beide Systeme und ließen sie für eine Woche laufen”, beschreibt Jörn Fritsche das weitere Vorgehen. „Wir wollten beide Lösungen unter Alltagsbedingungen testen und sichergehen, dass die beiden Dienstleister auch genau verstanden hatten, worauf es uns ankam. „Das Testteam bestand aus einer abteilungsübergreifenden Gruppe aus dem Forschungs- und Entwicklungsbereich, der IT und dem Forschungs- und Entwicklungscontrolling. Und um die Ergebnisse transparent zu machen, protokollierten die Teammitglieder die Ergebnisse in einer detaillierten Auswertungsmatrix. Neben der Integrationslösung TPG Pslink wurde Jörn Fritsche zudem auf weitere Lösungen aus der TPG Produktpalette aufmerksam – unter anderen auf TPG Projectlink. Dank dieses Produkts können Projektmanager unter anderem Informationen zu Zeitplänen über Projektgrenzen hinweg austauschen. So testeten Jörn Fritsche und sein Team die beiden Produkte Pslink und Projectlink gleichzeitig.

„Zusammen mit den Spezialisten von TPG haben wir die Evaluierungsumgebung mit der Software im Sommer 2010 implementiert“, berichtet Fritsche. „Wir wollten sicher gehen, dass sowohl die Projektmanager als auch die Teammitglieder problemlos mit dem System arbeiten konnten und eine möglichst hohe Akzeptanz der neuen Umgebung erreichen.“ Das Procedere sah dabei so aus, dass jeder Projektmitarbeiter seine Arbeitszeiten nur noch in das Stundenabrechnungsformular in das PPM-System eintragen musste. Die Übertragung der Daten nach SAP erledigt Pslink automatisch im Hintergrund. Auch um die korrekte Verteilung der Ist-Stunden auf den entsprechenden Buchungskreis im SAP-System kümmerte sich TPG Pslink, basierend auf den länderspezifischen Bilanzrichtlinien.

Zentrale Lösung für jeden Arbeitsplatz

Nun wollte die Vaillant Group noch zwei weitere TPG Produkte einrichten: Resourcelink dient dem Importieren der Mitarbeiterdaten aus SAP und anderen Quellen in den Enterprise Resource Pool von Microsoft Project Server. Und die Meilenstein-Trendanalyse MTA Server, anhand derer Projektmanager auf einen Blick sehen, wie sich die zeitliche Entwicklung der Meilensteine innerhalb eines Projekts verhält, um daraus Trends für die Zukunft abzuleiten.

Nach Anwenderschulungen im Dezember 2010 wurde das gesamte System am 1.1.2011 gleichzeitig an allen F&E Standorten live geschaltet – Microsoft Project sowie die TPG-Produkte. und eine Reihe speziell entworfener Berichte. Im Sommer 2011 weitete die Vaillant Group das PPM-System schließlich auf den gesamten Bereich Fertigungsplanung aus. Der Grund: Bei der Vaillant Group sind die F&E-Abteilungen eng verzahnt mit der Fertigungsplanung: Dieser Bereich ist dafür verantwortlich, dass Produktionslinien und Prüfstände geplant und aufgebaut werden, damit nahtlos mit der Produktion der entwickelten Produkte der F&E-Teams begonnen werden kann. Hier arbeitet die Vaillant Group mit TPG Projectlink, um größtmögliche Transparenz zwischen Projekten und Abteilungen zu schaffen.

Alles im Blick

Heute ist die Vaillant Group ist sehr zufrieden mit der Effizienz, die der gesamte Projektplanungsprozess im F&E-Bereich erlangt hat. „Wir können jetzt auf einen Blick sehen, welche Mitarbeiter oder Teams unter Überlast leiden“, erzählt Dr. Rainer Lang, Group R&D Manager Wärmepumpen. “Neben dem Aspekt der sinnvollen Ressourcenplanung können wir jetzt feststellen, wie sich die Projekte in Bezug auf ihre Liefertermine entwickeln. Und außerdem haben wir nun anpassbare Berichte.“ -sg-

TPG, München, Tel. 089/615593-30, http://www.theprojectgroup.com

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Plantafeln

Weigang unterstützt jetzt auch Scrum

Schneller als erwartet beginnen deutsche Unternehmen damit, Scrum als methodisches Konzept für das agile Projektmanagement einzusetzen. Allen anderen voran sind es die Automobil- und Fahrzeugbauer, die sich damit anfreunden.

mehr...

Simulationstechnik

Cadfem und Inneo kooperieren

Die Cadfem GmbH und die Inneo Solutions GmbH kooperieren ab sofort im Bereich der konstruktions-begleitenden Berechnung auf Basis der Ansys Software. Inneo wird sich zunächst auf den Vertrieb der Ansys Lösung für die Topologieoptimierung...

mehr...

PLM

Reibungslose Prozesse

Man muss kein Großkonzern sein, um hocheffiziente, durchdachte Prozesse implementieren zu können – auch im Mittelstand finden sich solche Lösungen. Man benötigt nur intensives Wissen um die Möglichkeiten der eingesetzten Softwarewerkzeuge und einen...

mehr...
Anzeige

ams.group auf der Metav 2016

Terminsicher planen

Auf der Düsseldorfer Metav zeigt die ams.group die erweiterte Branchenlösung ams.erp Tool, mit der Werkzeug- und Formenbauer ihr komplexes Projektmanagement wirtschaftlich und terminsicher steuern können. Die Branchenlösung stützt sich auf das...

mehr...

Projektmanagement

Mehr Transparenz im Projektgeschäft

Excel-Listen und Windows-Ordner haben bei Benteler Steel/Tube in der Entwicklung ausgedient. Der Hersteller von Präzisionsstahlrohren steuert und kontrolliert seine Entwicklungsprojekte mit der Projektmanagement-Lösung Contact Project Office.

mehr...

Newsletter bestellen

Immer auf dem Laufenden mit dem SCOPE Newsletter

Aktuelle Unternehmensnachrichten, Produktnews und Innovationen kostenfrei in Ihrer Mailbox.

AGB und Datenschutz gelesen und bestätigt.
Zur Startseite