ERP

Gewappnet mit ERP

Die militärischen Einsätze der internationalen Gemeinschaft in den Krisenregionen der Welt nehmen zu und die relevanten Bedrohungsszenarien verändern sich immer schneller. Rheinmetall Chempro zählt zu den weltweit führenden Anbietern von passiven Schutzsystemen für gepanzerte Fahrzeuge. Um flexibel genug auf die Weltpolitik zu reagieren, setzt das Unternehmen auf eine kontinuierliche Verbesserung seiner Ablauforganisation. Hierzu nutzt es als Auftragsmanagementsystem die ERP-Lösung von ams Solution.
Sicherheit durch Transparenz - Der Spezialist für passive Schutzsysteme für Rad- und Kettenfahrzeuge Rheinmetall Chempro optimiert seine Ablauforganisation mit integriertem Auftragsmanagement.

Zu den weltweit führenden Anbietern von passiven Schutzsystemen für gepanzerte Fahrzeuge zählt Rheinmetall Chempro. Seit seiner Gründung im Jahr 1991 hat das Unternehmen mehr als 30.000 Rad- und Kettenfahrzeuge ausgestattet. „Für unsere Kunden, die sich in Einsatzgebieten befinden und eine Schutzlösung benötigen, müssen wir sehr kurzfristig ein Konzept abliefern. Die Reaktionszeit ist hier ganz entscheidend“, erklärt Sascha Sülflow, der als Mitarbeiter der Arbeitsvorbereitung die Einführung von ams ERP als Projektleiter koordiniert hat. Diese Softwarelösung vernetzt sämtliche Wertschöpfungsprozesse. Die Projektverantwortlichen erhalten ein transparentes Lagebild ihrer Aufträge. Unter anderem bietet ihnen die Software ein integriertes Prozesscontrolling. Ohne Zeitverzug erkennen sie darin, ob der aktuelle Projektfortschritt den Planungen entspricht, wo und weshalb sich Kapazitätsengpässe abzeichnen oder ob sich die Aufträge den für sie eingestellten Budgets entsprechend entwickeln.

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Nach dreimonatiger Einführung ging die Softwarelösung Anfang 2008 in den Echtbetrieb über. Zuvor hatte sich das von Sülflow geleitete Projektteam gegen jegliche Datenübernahme entschieden, da die Datenmodelle der Vorgängerlösungen zu heterogen waren. Stattdessen setzte die neue Komplettlösung auf einer Geschäftsprozessmodellierung auf, die eine Gruppe von Key Usern gemeinsam mit Organisationsberatern von ams Solution erstellt hatte.

Die überwiegende Mehrzahl der Abläufe ließ sich im Standard von ams ERP abbilden. Einen größeren Anpassungsbedarf zeigte das Prozessmodell im Berichtswesen auf. Insbesondere in der Finanz-und Lohnbuchbuchhaltung mussten ams Solution und Rheinmetall Chempro Wege finden, um die vom Management und vom Konzern geforderten Daten und Auswertungen bereitzustellen. Eine weitere Anpassung fand bei der Pflege von Seriennummern statt, die der Schutzspezialist ausgewählten Produkten zuweist, um eine vollständige Rückverfolgbarkeit der eingesetzten Rohstoffe zu gewährleisten. Die hierzu entwickelte Teillösung wurde inzwischen auch in den Standard von ams ERP aufgenommen.

250 Aufträge gleichzeitig

Zudem gab es eine Reihe von Teilprozessen, in denen Rheinmetall Chempro auf die Vorgehensweise der Standardsoftware übergewechselt ist. Sülflow erklärt: „Dies geschah vor allem dort, wo wir in der Vergangenheit noch nicht systematisch genug gearbeitet hatten. Hier haben wir die Vorgaben des Auftragsmanagements genutzt, um unsere Abläufe zu standardisieren und somit für alle im Unternehmen nachvollziehbarer und somit auch berechenbarer zu machen – so zum Beispiel bei der Pflege der Qualitätssicherheitspläne im Wareneingang, bei der Verwaltung der Bestandsdaten oder beim Umgang mit Produktionsstämmen und Arbeitsplänen.“

Das Auftragsmanagement der ERP-Lösung deckt den gesamten Geschäftsablauf des Unternehmens ab. Die Unterstützung reicht vom Vertrieb über die Bereiche Produktentwicklung, Beschaffung, Produktion, Prüfwesen, Versand und Montage bis zum Service Management. Die Bandbreite der abgebildeten Kundenaufträge ist groß. Ersatzteilbestellungen mit Lieferzeiten von ein bis zwei Tagen gilt es ebenso zu steuern wie die Serienproduktion bereits abgenommener Produktreihen. Die größte Herausforderung liegt aber sicherlich in der Organisation neuer Projekte, die sich teilweise über Jahre, manchmal sogar über Jahrzehnte erstrecken. Den Entwicklungszyklen der zu schützenden Fahrzeuge entsprechend, unterliegt die Zahl der Parallelprojekte erheblichen Schwankungen. Dennoch lässt sich sagen, dass im Mittel etwa 250 Aufträge gleichzeitig geplant werden müssen.
In der Fertigung beläuft sich der Anteil der Fremdvergaben je nach Projekt auf bis zu 50 Prozent. Die Zusammenarbeit mit den Zulieferern ist ebenfalls vollständig im Auftragsmanagementsystem abgebildet. Der von der Arbeitsvorbereitung initiierte Vergabeprozess reicht von der Bestellung über die Bestellüberwachung, das Mahnwesen und den Wareneingang bis zum Prüfwesen. Zudem hat die Arbeitsvorbereitung die Aufgabe, die inhäusigen Arbeitspläne zu erstellen und die Beschaffungsanforderungen an den Einkauf zu übermitteln.

Wie in der kundenspezifischen Einzelfertigung üblich, läuft die Produktentwicklung auftragsbegleitend ab. Um freigegebene Produktdaten automatisiert an das Auftragsmanagement zu übergeben, hat ams eine Schnittstelle zum Produktdatenmanagementsystem Teamcenter entwickelt, in dem Rheinmetall Chempro die Konstruktionsdaten seiner unterschiedlichen CAD-Systeme zusammenführt. Um die Liquidität des Unternehmens zu sichern, ermöglicht die Controlling-Lösung eine strategische Finanzplanung, die den Mittelzufluss aus den geplanten Rechnungen dem Mittelabfluss aus den Bestellungen gegenüberstellt. Anschließend errechnet die dispositive Finanzplanung den kurz- bis mittelfristigen Liquiditätsverlauf. Zudem ermittelt ams Controlling eine Umsatzvorschau aus dem Auftragsbestand und den Rechnungsterminen. ee

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