RFID-Technologie

Lesen lernen

Automobilhersteller und deren Zulieferer haben ähnliche Probleme: Aus Gründen der Ausfallsicherheit sollen sämtliche Fertigungsdaten permanent am Produkt vorhanden sein. Da ihre Produkte im Sekundentakt die verschiedenen Stationen durchlaufen, sind auch zeitgleich die Produktionsdaten erfor- derlich. Eine Lösung für die Beiden und für alle anderen, die sich mit dem Problem identifizieren können, bietet Siemens mit der RFID-Technologie aus der Serie Simatic RF.

RFID-Systeme sind in Montagelinien, wie dieser Hängeförderbahn, ebenso flexibel einsetzbar wie in der industriellen Fertigung, der Logistik oder der Distribution. Das RFID-Portfolio von Siemens ist im HF-, UHF- oder Mikrowellenbereich durchgängig - vom Transponder über den Reader bis hin zur Anbindung an das Automatisierungssystem.

Haben Sie eine (Klein-)Montagelinie zur Identifikation von Werkstückträgern? Möchten Sie in ihrer Produktionslogistik die Materialflusssteuerung verändern? Fehlt Ihnen für Ihr fahrerloses Transportsystem noch eine geeignete Lösung zur Befestigung von Transpondern an den Produkten? Welche Anforderung auch immer besteht, Sie sollten – nicht zuletzt wegen eventueller Anlagenerweiterungen zu einem späteren Zeitpunkt – auf ein breites Angebot und auf durchgängige Lösungen setzen.

Die Reader des Simatic RF200-Systems sind geeignet für Lösungen im unteren bis mittleren Leistungsbereich und komplettieren das bestehende RFID-Angebot von Siemens. Das System arbeitet im Hochfrequenzbereich bei 13,56 MHz und unterstützt den Standard ISO 15693. Je nach Anforderung an die Reichweite und Bauform stehen drei Reader zur Auswahl. Für besonders kleine Reichweiten bis zu 20 und 30 Millimeter sind die beiden kompakten Reader RF210R bzw. RF220R geeignet. Sie sind mit Gewindedurchmessern von 18 bzw. 30 Millimeter und einer Länge von circa 70 Millimeter in zylindrischer Bauform konzipiert. Für Reichweiten bis 130 Millimeter ist der RF260R in Quaderbauform mit den Abmessungen 75 x 75 x 40 Millimeter konstruiert. Weil er so klein ist, eignet er sich für viele Anlagen, bei denen eine Installation größerer Geräte aufgrund begrenzter Montageflächen nur schwer oder kostenaufwändig zu realisieren ist.
Die Reader kommen mit den bewährten ISO-15693-Transpondern aus dem unternehmenseigenen Portfolio zum Einsatz. Die Datenspeicher sind preisgünstig, wartungsfrei und besonders für raue Industrieumgebungen geeignet. Selbst bei hohen Anforderungen wie Unempfindlichkeit gegenüber chemischen Substanzen, hohen Temperaturen oder metallischen Umgebungen bietet Siemens den „passenden“ Transponder. Datenspeicher mit besonders kleinen Bauformen sind für die Wäsche- und Reinigungsindustrie oder Werkzeugidentifikation konzipiert. Nach IP67 ausgeführt sind sie staubdicht und gegen Eindringen von Wasser geschützt. Die Speicherkapazitäten dieser Transponder reichen bis zu 992 Bytes beim Einsatz von EEPROM-Speicherchips und 2.000 Bytes bei FRAM-Bausteinen.

Anzeige

Zwei Betriebsarten

Neben dem neuen System steht außerdem für den mittleren bis oberen Leistungsbereich das RFID-System Simatic RF300 zur Wahl. Je nach Anforderung sind damit zwei Betriebsarten möglich: Zum einen lässt es sich für Applikationen mit sehr hohen Datenübertragungsraten bis 8.000 Bytes/s in Verbindung mit speziellen RF300-Transpondern bei einer Speicherkapazität bis zu 64 KB nutzen. Zum anderen können die Reader im ISO-15693-Modus für Anwendungen mit mittleren Leistungsanforderungen betrieben werden. Zusammen mit den ISO-15693-Transpondern wird eine Reichweite bis zu 210 Millimeter erzielt.

Überall dort, wo es um sehr hohe Reichweiten und kostengünstige Transponder geht, kommt das RFID-System Simatic RF600 im Ultrahochfrequenzbereich (UHF, 868 – 915 MHz) zum Zuge. Neben der Reichweite von bis zu zehn Metern zählt auch die Pulkfähigkeit, d. h. die gleichzeitige Erkennung mehrerer hundert Datenträger wie etwa bei gestapelten Teilen auf Paletten in der Logistik, zu den Vorteilen des Systems. Mechanismen zur Parametrierung der Funkeigenschaften, wie Sendeleistung und Kanalfrequenz, ermöglichen eine Feinjustierung der Reader auf die verwendeten Datenträger und die Umgebungsbedingungen. Zur Anwendung kommt RF600 in der industriellen Produktion und den produktionsnahen Bereichen, wo es auf die sehr schnelle und zuverlässige Datenerfassung bei variablen Distanzen ankommt.
Sämtliche RFID-Systeme des Anbieters nutzen die Vorteile von Totally Integrated Automation und deren einzigartige Durchgängigkeit. Über die vorgefertigten Simatic-S7-Funktionsbausteine FC45/FB45 und ein breites Angebot an Kommunikationsmodulen für Profibus, Profinet oder auch Ethernet TCP/IP und weitere Bussysteme lässt sich die RFID-Lösung einfach und durchgängig in die Automatisierungsebenen integrieren. So werden Inbetriebnahme, Diagnose und Wartung der automatisierten Maschinen und Anlagen deutlich vereinfacht. Die einfache Anbindung an IT-Systeme auf Basis von PCs unterstützt unter anderem die automatische Sammlung aller Daten zur lückenlosen, teilweise gesetzlich vorgeschriebenen Rückverfolgung (Track & Trace).

Robert Vogl, Siemens Industry Sector/ee

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige

Felss setzt auf Predictive Analytics mit X-INTEGRATE

Kunden des Maschinenbauers betreiben ihre Anlagen effizienter mit einer Lösung des IBM Premium-Partners und BI-Spezialisten. Klassische Prüfintervalle werden durch einen Scoring-Prozess mithilfe eines Vorhersagemodells auf Basis IBM SPSS ersetzt.

mehr...

Messeneuheiten

Rund um den IO-Link

Unter dem Motto „Wir sprechen IO-Link in allen Bereichen“ zeigt Balluff auf der Hannover Messe Neuheiten rund um die Themen Wegmessung, Objekterkennung, Identifikation, Fluid und Industrial Networking.

mehr...
Anzeige

QR-ID-Technologie

Gleich identifiziert

Vor wenigen Wochen wurde zum ersten Mal die My Xpert Tool Manager Datenbank​lösung im Zusammenspiel mit dem QR-ID-Identifizierungssystem des Schweizer Unternehmens My Solutions präsentiert. Das aktuelle Feedback war groß.

mehr...

Produktidentifikation

Sicherheit vor

Seine neueste Dienstleistung stellte der Spezialist für Seil- und Hebetechnik Carl Stahl jüngst vor: Smart Guard, ein software-gestützter Prüfserviceprozess, der sämtliche Möglichkeiten zur Identifikation von Produkten vereint, mit dem Ziel,...

mehr...
Anzeige

Highlight der Woche

Messgerät zur Überwachung der Ölfeuchte

Der EE360 von E+E Elektronik bestimmt den Feuchtegehalt von Industrie-Ölen und ermöglicht damit die vorausschauende Instandhaltung von Maschinen und Anlagen.

Zum Highlight der Woche...
Anzeige
Anzeige

Highlight der Woche

„Gravierende“ Vorteile mit Laser  

Der Laser e-SolarMark FL von Bluhm Systeme eignet sich für das Beschriften u.a. von Edelstahl oder Kunststoffe (ABS). Die Miele GmbH markiert mit diesem Laser Motorenteile.

Zum Highlight der Woche...

Newsletter bestellen

Immer auf dem Laufenden mit dem SCOPE Newsletter

Aktuelle Unternehmensnachrichten, Produktnews und Innovationen kostenfrei in Ihrer Mailbox.

AGB und Datenschutz gelesen und bestätigt.
Zur Startseite