CAD/CAM-System

Sicherheit im Prozess

bei gleichzeitiger Produktivitätssteigerung setzen entsprechendes Equipment und eine absolute Datendurchgängigkeit voraus. Für eine effiziente Konstruktion und sichere Datenübergabe setzt der Werkzeugbau Rebhan deshalb auf die CAD/CAM-Lösung CimatronE 9.0. Eine Entscheidung, mit der sich die Verantwortlichen bei künftigen Investitionen in Maschinen und Automatisierung auch alle Möglichkeiten offen lassen. Eine CAD- und CAM-Software aus einer Hand, die konsequent weiterentwickelt wird, das war Uwe Wirth, dem Geschäftsführenden Gesellschafter bei Rebhan Werkzeugbau im fränkischen Kronach schon 1988 wichtig. Deshalb investierte er bereits damals in die Zukunft. Heute, mehr als 20 Jahre später und nach dem aktuell in Kronach der Bereich des Senkerodierens mit einem Erowa Robot System Linear automatisiert wurde, sieht er sich in dieser Entscheidung mehr als bestätigt: "Wir arbeiten derzeit mit dem CAD/CAM-System Cimatron E 9.0. Die Module Mold Design, Quick Compare, Quick Split oder auch Quick Electrode sind dabei zusätzliche Features, die ich als Voraussetzung sehe, um einen Flaschenhals in der Programmierung zu vermeiden und so die Automatisierung überhaupt erst zum Laufen zu bringen." Für den Rebhan Werkzeugbau bedeutet das konkret, dass derzeit zwei Programmierer problemlos das abdecken, was in der Fertigung gebraucht wird. Und das ist nicht wenig. Spezialisiert auf die Bereiche Blasformen- und Spritzgießwerkzeuge werden im Jahr zwischen 50-60 Werkzeuge für das Spritzgießen und zwischen 100 und 120 Werkzeuge im Blasformenbau hergestellt. Die hierfür notwendige Anzahl an Elektroden schätzen die Verantwortlichen auf mehr als 1.000. Deshalb war es für Uwe Wirth mit dem Roboter nicht getan. Mit mehr Effizienz musste eine Produktivitätssteigerung stattfinden.

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Module für die Effizienz

Dazu trägt freilich jedes einzelne Cimatron-Modul entsprechend bei: Quick Compare analysiert verschiedene Versionszustände der Konstruktionen. Quick Electrode dagegen generiert automatisch Elektroden und die Fertigungsinformationen. In Kronach werden also die Positionierparameter in der Elektrodenkonstruktion vergeben. Diese Infos stecken im Mess- und einem ERP-File, in dem die erodierspezifischen Parameter hinterlegt sind. Quick Electrode hat zudem den großen Vorteil, dass die vergebenen Parameter automatisch dokumentiert und in den Files zusätzliche Informationen wie beispielsweise erodierspezifische Parameter hinterlegt werden können. Sind die Files dann an der Maschine erfolgt die Elektrodenidentifizierung über einen Chip, die entsprechende Positionierdatei wird ausgewählt und zugewiesen. Das heißt, passend auf den jeweiligen Einsatz sind die Elektroden mit den einzelnen Programmen was die NC-Programmierung, erodierspezifische Parameter und Messprotokolle betrifft, zugeordnet. Seit der Version 9.0 gibt es die Möglichkeit Messpunkte an 3D-Teilen zu definieren. Dieses Paket ist auch in Kronach schon vorhanden. Diese Vorgehensweise macht deutlich, wie wichtig einerseits die Durchgängigkeit der Daten, anderseits aber auch die Offenheit des Systems zu anderen Systemen wie Iges, DWG, DXF VDA, Pro-E etc. ist. Die Durchgängigkeit ist Uwe Wirth aber noch aus anderen Gründen wichtig: "Wir haben zum Beispiel unser PPS-System, mit dem wir Aufträge anlegen und verteilen damit verknüpft. Oder unsere neue Automatisierung mit Zwicker und Erowa, das ist alles ein Arbeitspfad. Auf Grund der Cimatron Postprozessoren kann ich im Standard - das heißt ohne speziellen Aufwand - jede Maschine mit einbinden. Im Gegensatz zu anderen Systemen, bin ich mit Cimatron frei und nicht in einer Sackgasse. Ich muss also keine Rücksicht darauf nehmen, in welche Maschine oder Automatisierung ich investiere."

Sicher durch den Tag

Die beschriebene Datendurchgängigkeit hat natürlich auch positive Auswirkungen auf die Prozesssicherheit. Es findet kein Wechsel zwischen CAD und CAM statt und auch bei der Übergabe der Elektrodendaten sind Fehler ausgeschlossen. Zudem können im Modul Mold Design Kühlkanäle aus Skizzen automatisch eingebracht werden. Zusätzlich führt das System Sicherheitsuntersuchungen durch, um Überschneidungen mit anderen Elementen zu verhindern. Bei Änderungen von Flächen und Volumen dagegen bringt das CAD-System mit der intelligenten Parametern erhebliche Vorteile, denn es lässt sich zwischen Flächen und Volumen per Klick wechseln. In Kronach musste man hier mittlerweile allerdings erheblich aufrüsten, weil es immer mehr Parameter wurden. Als intelligent aufgebaut, bezeichnet Uwe Wirth aber auch die Normalienverwaltung. Alle Komponenten sind im System von Cimatron erstellt und nicht wie bei anderen Systemen vom Normalien-Hersteller übernommen. Das macht ein flexibles Arbeiten vor allem bei Änderungen möglich, weil ja auch die Parameter des jeweiligen Teiles hinterlegt sind. Den größten Vorteil aber sieht Uwe Wirth in der Tatsache, dass das man alles, was man braucht, mit Cimatron abdecken kann: "Wir haben in den letzten Jahren enorm in einen industriellen Werkzeugbau investiert. Derzeit sind wir in der Einführung des Fünf-Achs-Simultanfräsens und dem automatisierten Messen. Das sind sicher Meilensteine, die bei mir aber mit Cimatron weder schlaflose Nächte noch Bauschmerzen verursachen."

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