Smart Industry

Materialdaten einfacher verwalten

Seit dem Jahr 2003 sind die Automobilhersteller an die EU-Richtlinien für Altfahrzeuge gebunden und somit für die Auswirkungen ihrer Produkte auf die Umwelt verantwortlich. Um dieser Verantwortung nachkommen zu können, muss jeder Hersteller die verbauten Materialien und Substanzen genauestens kennen. Mit einer neuen Software von ECS lassen sich solche Materialdaten erfassen, verwalten und steuern; eine Integration zu ERP und PLM ist ebenfalls verfügbar.
Durch das Verknüpfen des International Material Daten System (IMDS) mit internen ERP- und PLM-Systemen lässt sich der manuelle Arbeitsaufwand wesentlich reduzieren.

Um die Informationsflüsse vom Zulieferer bis zum OEM zu standardisieren und zu vereinfachen, haben die Automobilhersteller das International Material Daten System (IMDS) ins Leben gerufen. Über das IMDS erfassen die Zulieferer alle für die Erfüllung der gesetzlichen Richtlinien erforderlichen Informationen in Form von so genannten Materialdatenblättern (MDB). Dies bedeutet für die Zulieferer einen enormen zusätzlichen Aufwand, denn sie müssen für jedes gelieferte Produkt (auch neue Versionen) ein entsprechendes MDB erstellen. Das IMDS steht den Zulieferern zwar via Webinterface kostenlos zur Verfügung. Anwenderfreundlichkeit und Übersichtlichkeit stehen hier jedoch nicht im Vordergrund. Fehlerhafte Eingaben im IMDS zu identifizieren, umfangreiche Strukturfehler im MDB zu finden oder die Geheimhaltung verschiedener Substanzen sicher zu stellen, führen zu erheblichen Aufwänden.

Das ECS In-House-System „Ecenter icm2“, gibt die Möglichkeit, MDB so anzuzeigen, dass sämtliche Informationen auf einen Blick zur Verfügung stehen. Das Erstellen von Datenblättern per Drag & Drop erleichtert die tägliche Arbeit zusätzlich. Nichtsdestoweniger ergibt sich die zwingende Notwendigkeit, Stücklisten die bereits im ERP-oder PLM-System vorhanden sind, manuell in das IMDS zu übertragen und mit den Datenblättern der eigenen Zulieferer zu verknüpfen. Der zeitliche Aufwand für diese Eingabe, sowie die stetig erforderliche Überarbeitung, summieren sich schnell zu einer erheblichen Stundenzahl und steigen rapide mit der Anzahl der zu verwaltenden Teile, sowie der Anzahl der Zulieferfirmen und Kunden. Die ECS-Adaptoren ermöglichen den Umstieg vom reinen Online-IMDS zum integrierten In-House-System mit Schnittstellen zu ERP-und PLM-Systemen. Durch die Integration in die bestehende Systemlandschaft können viele Prozesse automatisiert und der manuelle Aufwand auf ein Minimum reduziert werden. So lassen sich beispielsweise Stücklisten direkt im ERP- oder PLM-System suchen, per Knopfdruck in das IMDS In-House-System übernehmen und daraus automatisch MDB erzeugen. Dabei können Änderungsstände genauso verfolgt und als neue MDB-Versionen an das IMDS übergeben werden, wie auch entsprechende Bearbeitungsstatus der MDB an das ERP- oder PLM-System zurückgegeben werden können. Der automatische Abgleich mit den bereits vorhandenen Zulieferer-MDB ermöglicht zudem den schnellen Überblick über fehlende Informationen und fordert prozessgesteuert die Lieferung der fehlenden MDB beim Zulieferer an. Zudem ist es möglich, einen weiteren zeitaufwändigen Faktor zu vermeiden – die Ablehnung von MDB durch Automobilhersteller auf Basis von individuellen Kriterien.

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Dies bedeutet, dass verschiedene Hersteller die eingehenden MDB prüfen und ablehnen, weil beispielsweise das Teile-/Sachnummernformat nicht den Unternehmenskriterien entspricht. „Ecenter icm2“ bietet hierfür einen zusätzlichen Validierungsmechanismus, der individuelle Checkroutinen beinhalten kann. So können für jeden Empfänger, aber auch für eigene formelle Kriterien, die entsprechenden automatischen Prüfungen erstellt werden. Anbieter ECS beziffert das Einsparpotenzial mit bis zu 60 Prozent der Kosten im Vergleich zum Webinterface. -sg-

ECS GmbH, Neumarkt Tel. 09181/4764-0, http://www.ecs-international.de

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