Studie zu Entwicklungspotenzial

Andrea Gillhuber,

Blockchain ist angekommen

Vier von fünf Unternehmen beschäftigen sich mit dem Thema Blockchain. Das ist das Ergebnis einer aktuellen globalen Studie zu dem Thema. Einigen Unternehmen zufolge gilt es aber noch einige Voraussetzungen zu erfüllen.
Die Blockchain ist in den Unternehmen angekommen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen PwC-Studie aus dem August 2018. © Pixabay

Blockchain ist in den Unternehmen angekommen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen globalen Studie der Unternehmensberatung Pricewaterhouse Cooper. Demnach gaben 84 Prozent der Befragten an, sich aktiv mit der Blockchain-Technologie zu beschäftigen. 15 Prozent der befragten Unternehmen haben zudem bereits Projekte umgesetzt.

Insgesamt wurden für die branchenübergreifende Umfrage zum Entwicklungsstand und Potenzial der Blockchain-Technologie in Unternehmen 600 Fach- und Führungskräfte aus 15 Ländern teil. Laut der Studie erforschen 20 Prozent der Firmen das Thema Blockchain eingehend, 32 Prozent gaben an, bereits an Eigenentwicklungen zu arbeiten, und weitere 10 Prozent haben bereits Pilotprojekte gestartet.

Potenzial längst erkannt

Die Umfrage verdeutlicht, dass die Unternehmen das Potenzial von Blockchain für sich entdeckt haben und erwarten, von den Entwicklungen in naher Zukunft zu profitieren. Demnach können das bei der Blockchain verwendete dezentrale Register („Distributed Ledger“) und digitale Tokens den Handel und Geschäftsprozesse revolutionieren. Über eine Blockchain lassen sich auch viele Kernprozesse abbilden und beschleunigen.

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Bereits jetzt hinterlässt die Blockchain nach Meinung der Unternehmensberatung deutliche Spuren in der Unternehmenswelt: So sammelten Blockchain-Plattformen von Januar bis Mai diesen Jahres bei sogenannten Initial Coin Offerings (ICOs) 13,7 Mrd. Dollar an Risikokapital ein. Zudem haben größere ERP-Software-Plattformen damit begonnen, Blockchains in ihre Systeme zu integrieren. In Verbindung mit Blockchain-Technologie können ERP-Systeme dazu beitragen, interne Prozesse zu optimieren sowie Daten sicher zu teilen und zu nutzen.

USA führend, China holt auf

Laut der PwC-Untersuchung sind im Moment die USA mit 29 Prozent führend bei der Entwicklung von Blockchain-Anwendungen, gefolgt von China mit 18 Prozent und Australien (7 Prozent). Allerdings sind 30 Prozent der Befragten der Meinung, dass China in den nächsten drei bis fünf Jahren Amerika überholt haben wird.

Den höchsten Mehrwert sehen 46 Prozent der Studienteilnehmer noch für die Finanzbranche. Das wird sich nach Meinung von 41 Prozent in den nächsten drei bis fünf Jahren auch nicht ändern. Neben Banken zähen auch Versicherer zur Finanzbranche. Weitere 14 Prozent der befragten Führungs- und Fachkräfte glauben, dass die Blockchain mittelfristig auch die Sektoren Industrielle Produktion, Energie und Gesundheitswirtschaft verändern wird.

Noch einige Hürden zu nehmen

48 Prozent der Befragten sehen als größte Hürde bei der Blockchain-Einführung regulatorische Unsicherheiten, 45 Prozent geben fehlendes Vertrauen in die Technologie an. Nicht überraschend scheint, dass vor allem deutsche Fach- und Führungskräfe in der Regulatorik eine Hemmschwelle sehen (38 Prozent), doch stehen sie damit nicht alleine da: 37 Prozent der Studienteilnehmer aus Australien und 32 Prozent der britischen Teilnehmer sehen darin ebenfalls Hemmnisse.

Insgesamt vier wesentliche Handlungsfelder bei der Entwicklung und der erfolgreichen sowie unternehmensweiten Nutzung der Technologie sehen die Studienteilnehmer. Dazu zählen die Definition eines zielgerichteten strategischen Business Case, der Aufbau eines branchenweiten Ökosystems, welches Kooperationen auch mit Wettbewerbern ermöglicht, die Festlegung von Regeln und Standards für die Nutzung sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung des Systems, um neue Regularien zu erfüllen.

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