Roboter-Programmierung

Andreas Mühlbauer,

Yaskawa kooperiert mit Gemeinschaftshauptschule

Junge Leute brauchen Zukunftsperspektiven – Industrieunternehmen brauchen Fachkräfte. Bei der Vermittlung von Digitalisierung und Technologiekompetenz geht die Hans-Dietrich-Genscher-Schule (HDG) in Wachtberg bei Bonn deshalb neue Wege. Neben der Gemeinde unterstützt Yaskawa das Projekt.

Schüler der Hans-Dietrich-Genscher-Schule beim Programmieren eines Motoman-Industrieroboters. © HDG

Das neue, unterrichtsbegleitende Angebot „hdg robotic 4.0“ macht Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis 9 fit für die Digitalisierung und vermittelt Schlüsselqualifikationen rund um Programmierung und Steuerung von Mikrocontrollern und Robotern. 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer umfasst die Arbeitsgemeinschaft, die zum Schuljahr 2018/2019 an der HDG gestartet ist. Der Kurs ist auf zwei Jahre angelegt. Bei erfolgreicher Teilnahme können Zertifikate erworben werden, die beim Einstieg ins Berufsleben große Vorteile bieten.

Schlüsselqualifikationen für Hauptschüler

„Wir möchten mit besonderen und herausragenden Angeboten wie ,hdg robotic 4.0‘ gerade auch solche jungen Menschen für unsere Hauptschule gewinnen, die mit ihren eher praktisch orientierten Interessen und Stärken bei uns wesentlich besser aufgehoben sind als im Gymnasium – und die in unserer "Profilierten Gemeinschaftshauptschule" sehr gut für Ausbildungsberufe im Handwerk oder im digitalisierten Arbeitsumfeld qualifiziert werden können“, beschreiben die Fachlehrer und Projektleiter Hans Werner Meurer und Christian Zimbelmann die Zielsetzung der Schule. In einer weiteren Ausbaustufe von „hdg robotic 4.0“ möchte die Hans-Dietrich-Genscher-Schule noch andere starke Partner wie die Fachhochschule Rhein-Sieg und die IHK Bonn-Rhein-Sieg mit ins Boot nehmen.

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Partnerschaft mit Yaskawa

Auch der japanische Technologiekonzern Yaskawa mit Europasitz in Eschborn unterstützt die Initiative im Rahmen einer Partnerschaft mit Know-how-Transfer, Support und technischer Ausstattung. So stellt der Roboterhersteller eine voll funktionsfähige Schulungszelle zur Verfügung. Diese bietet Yaskawa in unterschiedlichen Ausführungen für Bildungseinrichtungen jeder Art zu Sonderkonditionen an.

Die Simulations-Software MotoSim VRC ermöglicht es, dass ganze Klassen einen Roboter programmieren können. Herzstück des mobilen Moduls ist ein Industrieroboter Motoman GP8 mit 8 kg Tragkraft, wie er auch im industriellen Praxisbetrieb vielfach zum Einsatz kommt. Die Steuerung und Programmierung erfolgt über die neueste Kompakt-Controller-Generation YRC1000. Die betreuenden Lehrer erhielten bereits im Vorfeld Trainings in der Yaskawa Academy in Eschborn. Dort wird dann jeweils auch ein Unterrichtsmodul der Arbeitsgemeinschaft stattfinden.

Investition in die Zukunft

Für Yaskawa ist dieses Engagement, ebenso wie weitere intensiv gepflegte Verbindungen zu Hochschulen, Handwerkskammern und anderen Bildungseinrichtungen, nicht nur eine soziale Verpflichtung, sondern auch eine Investition in die Zukunft. „Der Digitalpakt, also der öffentlich geförderte Ausbau digitaler Kompetenzen und entsprechender technischer Infrastrukturen im Bildungsbereich, ist in aller Munde. Wir als Industrieunternehmen können hier sehr viel schneller und direkter konkrete Projekte unterstützen und praktisch umsetzen. Und das tun wir auch mit Nachdruck. Denn als Technologiekonzern sind wir langfristig auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen, gerade auch am High-Tech-Standort Deutschland“, erklärt Bruno Schnekenburger, COO der Yaskawa Europe GmbH.

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