Lichtbogenschweißen

Roboter hebt Produktivität an

Bei der Fertigung von Hebewinden setzt der Schweizer Hersteller Robor den Schweißroboter Motoman MA1440 ein. Mit dem Sechs-Achser konnten mehrere Ziele zugleich erreicht werden: hohe Stabilität beim Lichtbogenschweißen, geringere Kosten sowie Ressourcen-Einsparungen auf hohem Niveau.

Durch die geschickte Kombination der acht frei ansteuerbaren Achsen können alle Schweißungen in einer Aufspannung und ohne Schweißen in Zwangslage erreicht werden. (Bilder: Robor)

Unternehmen wie die Robor AG sind selten geworden. Denn der Familienbetrieb aus dem nahe Bern gelegenen Wünnewil existiert nicht nur seit über 170 Jahren. Seit der Gründung ist man dort auch auf die gleiche Produktgruppe spezialisiert: Winden für verschiedene Anwendungen. Eingesetzt werden die Multitalente zum Beispiel auf Baustellen, im Handwerk, beim Rettungsdienst oder für Schleusentore von Wasserkraftanlagen. Neben den Standardprodukten werden spezifische Sonderlösungen angeboten, wobei der Kunde von der Konstruktion über die Herstellung bis zur Installation unterstützt wird. Die Vorteile solcher Winden gegenüber anderen Hebesystemen: Sie sind sehr robust, einfach zu bedienen, haben ein geringes Eigengewicht und sind unabhängig von Stromquellen.

Schweißnähte entscheidend

Um ein hochwertiges Endprodukt herzustellen, kommt es vor allem auf die Qualität der Schweißnähte an. Während sie früher von Hand gemacht wurden, kommt bei Robor seit über 20 Jahren ein Roboter zum Einsatz. Nun wurde es Zeit, das alte Modell, das seinen Lebenszyklus überschritten hatte, zu ersetzen. Dabei entschied man sich für eine Lösung des Roboterspezialisten Yaskawa.

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„Natürlich sollte der neue Roboter mindestens genauso gut sein wie der alte. Durch die Neuanschaffung haben wir uns aber auch eine spürbare Verbesserung in puncto Anfahrgenauigkeit und Prozessstabilität erwartet“, erzählt Stephan Lüthi, Mitglied der Geschäftsleitung bei Robor. Mit dem Schweißroboter Motoman MA1440 von Yaskawa konnten diese und andere Ziele erfüllt werden. Denn der Sechs-Achser zum Lichtbogenschweißen hat eine hohe Bahn- und Wiederholgenauigkeit. Das neu entwickelte Arm-Design (Hohlarm) mit zentraler Kabelführung erlaubt eine bessere Zugänglichkeit, minimiert den Verschleiß des Schlauchpaketes und verhindert Schweißfehler, da es nicht mehr zur sogenannten Peitschenwirkung kommt. Darüber hinaus vereinfacht sich dadurch die Wartung. Die innenliegende Kabelführung verhindert zudem, dass bei Schweißbewegungen Kabel anstoßen. Das garantiert neben der hohen Anfahrge-nauigkeit höchste Schweißqualität.

„Wir haben mit dem Motoman MA1440 beste Erfahrungen gemacht. Bei unserem alten Roboter gab es immer wieder Positionierungsprobleme. Dann musste nachgeteached werden, was Zeit kostete. Mit dem MA1440 konnten wir gleich in mehrfacher Hinsicht sparen. Durch die viel höhere Wiederholgenauigkeit und Prozessstabilität müssen unsere Mitarbeiter kaum noch nachteachen. Die Set-up-Zeit hat sich insgesamt deutlich reduziert. Das spart bei uns wertvolle Ressourcen und damit bares Geld. Denn im Produktionsprozess steht das Schweißen an zentraler Stelle. Fällt der Schweißroboter länger aus oder muss immer wieder neu programmiert werden, gerät der gesamte Produktionsablauf ins Stocken“, so Lüthi. Die schlanke Bauweise dieses Schweißroboters ist zudem platzsparend, was industriellen Anwendungen entgegenkommt. Und mit 6 kg liegt die Traglast doppelt so hoch wie bei vergleichbaren Modellen seiner Klasse. Ebenso interessant: Am Roboter können unterschiedlichste Schweißbrenner und Sensoren angebracht werden.

Ein weiterer Aspekt bei der Entscheidung für Yaskawa war noch wichtig: Die Schweißlösung sollte möglichst aus einer Hand und von einem erfahrenen Anbieter kommen, der die Bedürfnisse von Betrieben mit Schweißanwendungen kennt. Mit dem MA1440 und dem Positionierer R2L250 von Yaskawa sowie einem dazu passenden Schweißgerät konnte Messer Eutectic Castolin Schweiz all das bieten. Messer ist seit über 32 Jahren die Schweiz-Vertretung von Yaskawa und bietet neben dem Vertrieb auch den passenden Service. „Ich war überrascht, wie schnell die zwei Monteure den neuen Roboter eingebaut hatten. Schon nach wenigen Tagen konnten wir weiterproduzieren“, erinnert sich Stephan Lüthi.

Über die beidseitige Dreh-Kipp-Anwendung des Positionierers ist es zudem möglich, auf der einen Seite zu schweißen, während auf der anderen neu bestückt wird. Das spart Zeit und macht die Arbeitsabläufe noch effizienter. Dadurch wurden neben anderen Einsparungen auch zusätzliche Kapazitäten frei. In Verbindung mit kurzen Umrüstzeiten schafft das Möglichkeiten, um zusätzliche Aufträge zu erledigen. hs

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