Retrofitting

Bitte mit Sahne

Nach einigen Jahren zeigen sich bei jeder Roboteranlage und jedem Lager die ersten Verschleißerscheinungen. Folge: Fehler, Ausfälle und Stillstände häufen sich, die Anlage beginnt an Effizienz einzubüßen, Ersatzteile können gar nicht mehr oder nur mit Schwierigkeiten beschafft werden. Höchste Zeit für eine Generalüberholung. Denn solange die Grundsubstanz noch in Ordnung ist und kein Anlass für einen Neubau oder Umzug besteht, ist die Modernisierung der bestehenden Anlage weitaus kostengünstiger und schneller realisierbar als eine komplette Neuinstallation.

Geschätzte 15 Jahre hatte der alte Scara-Roboter durchgehalten, der bei Nordmilch am Standort Zeven Kaffeesahne-Riegel in Kartons verpackte. Lang genug, befanden die Verantwortlichen bei Deutschlands größtem milchwirtschaftlichen Unternehmen, das jährlich 4,1 Milliarden Kilogramm Milch verarbeitet und in weltweit 80 Länder exportiert. Schließlich war die Beschaffung von Ersatzteilen inzwischen nahezu unmöglich, die Anfälligkeit deutlich erhöht. Mit der Modernisierung beauftragt wurde die de Man Industrie-Automation aus Borgholzhausen.

Der Automatisierungsspezialist tauschte den alten Roboter gegen einen 6-Achs-Roboter des Herstellers Kuka aus. Dank der guten Wartung konnte de Man das Greifwerkzeug sowie sämtliche Komponenten wie die Zu- und Abführbänder übernehmen. Neben der Anbindung des neuen „Mitarbeiters“ an die alte Steuerung stattete das Unternehmen die Anlage auch nach den Richtlinien der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG mit umfassender Sicherheitstechnik aus. Nach nur zwei Tagen Einbauzeit konnte der Produktionsbetrieb mit frischer Kraft weitergehen.
Nur ein Beispiel dafür wie mittels Retrofitting eine Anlage oder ein Lager auf den neuesten Stand gebracht werden kann. Das Unternehmen plant das Retrofitting bis ins kleinste Detail mit den Kunden und garantiert eine gute Anpassung und Integration der neuen Komponenten in das bestehende System. Zeitrahmen und benötigtes Material werden im Vorfeld genau abgesteckt, so dass Kosten und Ausfallzeiten übersichtlich und abschätzbar bleiben – erste Sahne aus Sicht von Nordmilch. ee

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