Pick & Place

Anders als andere

Einen neuen Kraftzwerg bietet das Unternehmen Weiss. Das neue Pick & Place HP 70 ist nur 60 Millimeter breit. Auf den ersten Blick schon sieht man, warum: Die beiden Achsen laufen nicht wie sonst üblich senkrecht zueinander. Stattdessen sind sie parallel übereinander angeordnet. Trotzdem muss sich der Anwender bezüglich der Arbeitsleistung der Komponente keine Sorgen machen. Mit zwei Linearmotorachsen besitzt sie alle Vorteile des Direktantriebs - hohe Dynamik, freie Programmierbarkeit, geringer Verschleiß und hohe Genauigkeit. Die Vorteile für den Kunden liegen auf der Hand. Auf kleinerem Bauraum werden die gleichen Bearbeitungsprozesse erledigt. Das heißt erst mal: Einsparung beim Flächenverbrauch. Darüber hinaus verringern sich die Transportzeiten von einer Bearbeitungsstation zur nächsten. Das Optimierungspotenzial liegt teilweise bei fast 50 Prozent. Der Impuls für diese Neuentwicklung kam direkt aus der Praxis. Kunden des Unternehmens haben den Verbesserungsvorschlag gewissermaßen eingereicht. Sie können jetzt auf dem identischen Rundschalttisch oder Linearmontagesystem die doppelte Anzahl an Arbeitsstationen realisieren.

Parallel-Kinematik im Bereich Handling

Aus der Praxis: Wird eine Achse horizontal und eine vertikal nebeneinander verbaut, wächst das Modul in die Breite. Manche Hersteller montieren deshalb die vertikale vor die horizontale Achse. Sie punkten dabei in Sachen Kompaktheit, nehmen dafür aber konstruktive Nachteile in Kauf. Und die sind gravierend: Das Gewicht der vertikalen Achse schlägt auf die Lager der horizontalen. Besonders hohe Drehmomente muss das Führungssystem dann verkraften, wenn die Einheit ganz ausgefahren ist und in der Vertikalen beschleunigt. Die Folge: Starker Verschleiß. Um dies zu kompensieren müssen die Lager verstärkt werden, was das Modul insgesamt wieder größer macht. Für das HP70 haben die Ingenieure von Weiss einen komplett neuen Weg beschritten: Zwei horizontale Achsen mit 125, 225 oder 325 Millimeter Hublänge werden parallel übereinander gesetzt und durch eine kinematische Einheit verbunden. Diese sorgt für den Horizontalhub von 55 Millimeter. Das Prinzip der Parallel-Kinematik kennt man aus der Mechanik. In der Handlingtechnik ist sein Einsatz ein Novum. Wo zwei Achsen jeweils gestartet und gestoppt werden müssen, verlangsamt das Pick & Place lediglich eine Achse, um aus voller Fahrt von der horizontalen in die vertikale Richtung überzugehen. Der zeitraubende Start einer zweiten Achse entfällt komplett. Es erreicht dabei über 100 Takte pro Minute bei einer Wiederholgenauigkeit von 0,01 Millimeter. Ein anderer Vorteil der Konstruktion: Beide Motoren sind in feststehenden Grundkörpern eingegossen. Weder außerhalb noch innerhalb des Gehäuses wird - von den Greifern natürlich abgesehen - ein bewegtes Kabel benötigt. Die Bedienerfreundlichkeit wurde verbessert, indem das manuelle Teachen von Positionen vereinfacht wurde. Auf Knopfdruck kann das Modul frei verfahren und die jeweilige Position in die Weiss Application Software übernommen werden. Auch der Austausch oder das Nachrüsten von Komponenten wurde vereinfacht. Der Kunde kann z.B. zusätzliche Ventile einfach selbst einbauen - das Gerät bleibt in der Anlage. Beibehalten wurde das komfortable und minutenschnelle Einrichten der Fahrsequenzen.

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Kostenersparnis

Besonderen Wert wurde auf eine konsequente Kostenoptimierung in allen Phasen des Herstellungsprozesses gelegt. Das Resultat ist eine Kostenersparnis von über zehn Prozent. Das Unternehmen gibt sie direkt an seine Kunden weiter. Zusammen mit den - gerade bei hohen Stückzahlen - deutlich geringeren Betriebskosten und dem Wegfall von Wartungskosten rechnet sich die Komponente nach kurzer Zeit.

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