Wendemaschine

In verschiedene Positionen

müssen tonnenschwere Spritzgusswerkzeuge für Wartungs- oder Reparaturarbeiten gebracht werden - für Wartungs- oder Reparaturarbeiten. Ohne geeignete Hilfsmittel wird ein Wenden dieser Geräte allerdings schnell zum zeitraubenden und dazu noch für Mensch und Maschine gefährlichen Unterfangen. Abhilfe kann hier eine speziell für diese Aufgabe entwickelte Wendemaschine schaffen, die Dank hydraulischem Getriebe oder elektromechanischem Antrieb schnell und unkompliziert die schweren Geräte umdreht. Die Firma Wallraven aus Wassenberg entwickelt maßgeschneiderte Spezialmaschinen für die Industrie: 15 Jahre lang kam täglich ein Kran bei der Firma Takata-Petri PlasTec in Bad Kissingen zum Einsatz. "Wir arbeiten mit rund 50 Spritzgusswerkzeugen, wovon einige 25 Tonnen wiegen", sagt Produktionsleiter Walter Kuhn. Davon müssen täglich mindestens ein bis zwei Stück wegen Wartungen gewendet werden. Dafür musste der Kran herhalten. 20 Minuten dauerte diese Prozedur laut Kuhn im Durchschnitt, wofür das Werkzeug an den Kran gehängt und schließlich in die gewünschte Position manövriert wurde. "Das ist ein riskantes Vorgehen", meint Thomas Esser von Wallraven. "Da die sehr gewichtigen Werkzeuge oder auch Coils beim Anheben in Bewegung kommen, kann es leicht geschehen, dass sie beschädigt werden oder im schlimmsten Fall ein Mitarbeiter verletzt wird." Zudem sei es schwierig, die schwingende Ladung vom Kran exakt abzusetzen. Eine schnellere und sicherere Lösung ist ein Coil- und Werkzeugwender, der per Knopfdruck die Geräte umdreht. "Mit einem Gabelstapler kann die Winkelplattform der Maschine beladen werden", sagt Thomas Esser. Ausgestattet sind die Wender mit einem hydraulischen Getriebe oder mit einem elektromechanischen Antrieb und können zwischen 200 Kilogramm und 25 Tonnen Gewicht tragen. Innerhalb von einer Minute werden die Coils oder Werkzeuge per Knopfdruck um 90 Grad gewendet. Da jeder Stahlcoil oder jedes Werkzeug andere Abmessungen und Gewichte hat, baut die Firma Wallraven individuell abgestimmte Maschinen, die mit Tastensteuerung, automatische Abschaltung, Sicherheitskontaktleiten und einseitigem Auflageprisma ausgestattet sind. So besteht bei diesem Vorgang keine Gefahr mehr für die Mitarbeiter und auch das zu wendende Produkt bleibt unbeschädigt. Für die Firma Takata-Petri PlasTec in Bad Kissingen, die mit dem Kran rund 20 Minuten brauchte, um ihre Werkzeuge zu wenden, bedeutet dies 19 Minuten Zeitersparnis und einen wesentlich geringeren Kraftaufwand pro Wendevorgang. Walter Kuhn schätzt an der Maschine, dass sie sehr einfach handzuhaben und massiv ist. "Wir arbeiten nun schon seit 2005 mit dem Wender und hatten noch keine technischen Probleme damit." Ein weiterer Pluspunkt: Den Wender gibt es nicht nur mit Hydraulikgetriebe, sondern auch ausgestattet mit einem elektromechanischem Antrieb. "Diese Version braucht weniger Platz als die Hydraulik", so Thomas Esser. Bis zu fünf Tonnen Gewicht kann dieser Wender tragen. Zudem besteht die Option, einen Drehkranz an der Maschine anzubringen, um Coils und Werkzeuge auch in beengten Platzverhältnissen wenden zu können. "So kann von einer Position der Wender Be- und Entladen werden", sagt Thomas Esser. Ohne Drehkranz müsse auf einer Seite der Coil aufgeladen werden und auf der anderen Seite nach der 90 Grad-Drehung wieder entnommen werden. ee

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