Identtechnik

Sicher wie ein Fingerabdruck

In jedem automatisierten und standardisierten Produktionsprozess geht es heutzutage auch um die Individualisierung der Produkte, um Produzentenhaftung, Rückverfolgbarkeit, Qualitäts- und Fälschungssicherheit. Hierzu stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung, die auf der Basis von Tinte, Laser, RFID und Etiketten für eine direkte und indirekte Kennzeichnung auf nahezu sämtlichen Produkten geeignet sind.

Die CO2-Laser von Bluhm Systeme sind in vielen Branchen und Anwendungen im Einsatz: Bei der Aruso-Plast Ruoff GmbH kennzeichnet ein in einen Prüfautomaten integrierter E-Solar-Mark zur späteren Rückverfolgung geprüfte Sonnenblendenlager. Den Anwenderbeitrag lesen Sie unter www.scope-online.de mit Eingabe des Stichwortes „Laserlicht“.

Die Kennzeichnung verbindet den Materialfluss und den Informationstransfer. In der „Supply Chain“ müssen daher die Informationen oft, schnell und fehlerfrei gelesen werden. Das kann über einen Barcode, Dotcode oder mittels RFID-Smartlabel geschehen. Beim Barcode sind die Informationen in Strichen, beim Dotcode in Punkten verschlüsselt. Beim RFID-Smartlabel werden die Informationen in einem sogenannten Transponder elektronisch hinterlegt. Geht es um Fälschungssicherheit und Rückverfolgung, so ist ein wesentlicher Lösungsansatz die Serialisierung: Über einen auf das Produkt oder die Verpackung aufgebrachten serialisierten Dotcode oder Barcode, kann dessen Authentizität durch Abgleich mit einem Datenbestand überprüft werden. Ob mit Laser, Inkjet oder Etikett aufgebracht – wichtig ist, dass die Kennzeichnung während der gesamten Lieferkette nachvollziehbar ist und auch nach Jahren noch sichtbar ist.

Für absolut abriebfeste und fälschungssichere Codierungen sind Laser die erste Wahl. Sie halten auch extremen Bedingungen wie Hitze oder Chemikalien stand. Und auch sonst hat die Laserkennzeichnung viele Vorteile: Präzise lassen sich mit Laserlicht auf viele verschiedene Materialien Informationen wie Seriennummer, Datamatrix, Logos uvm. aufbringen. Produktform und -größe spielen dabei keine Rolle. Sogar auf kleinsten Flächen ist die Laserbeschriftung gut lesbar. Sowohl bewegte als auch stehende Produkte können mit Laser beschriftet werden. Mit Hilfe von Stativen und Strahlführungsmodulen ist eine flexible Produktbeschriftung möglich, selbst in beengten Produktionsumfeldern. Außerdem ist der Laser im Unterhalt kostengünstig, da keine Verbrauchsmaterialien wie Tinte oder Solvent benötigt werden. Für die unterschiedlichen Anwendungen gibt es verschiedene Lasertypen auf Basis unterschiedlicher Technologien: vom CO2-Laser über den Faserlaser bis hin zum Festkörperlaser. Welcher Lasertyp mit welcher Wellenlänge sinnvoll ist, hängt von Faktoren ab wie zum Beispiel dem zu kennzeichnenden Material und der Bandgeschwindigkeit.

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Prüfung auf Herz und Nieren

CO2-Laser sind für Standardcodieraufgaben geeignet. Mit ihnen lassen sich unterschiedliche Materialien wie zum Beispiel Kunststoff, Gummi, Papier, Pappe, Folien, beschichtete Metalle etc. mit Barcodes, Seriennummern oder Datamatrix-Codes beschriften. Sie werden beispielsweise für die Kennzeichnung von Typenschildern in der Werkzeugindustrie oder Mikroschalter und Kabelanhänger in der Elektroindustrie verwendet. Häufig werden sie auch in Prüfautomaten integriert.

Die Huf Electronic GmbH produziert für die Automobilindustrie elektronische Baugruppen und Steuergeräte in einer hoch automatisierten Fertigung. Vor jeder Auslieferung werden die einzelnen Baugruppen in einem Prüfautomaten nicht nur mechanisch, sondern auch elektronisch auf „Herz und Nieren“ geprüft. Ist das Prüfergebnis in Ordnung, erhält die Baugruppe mit einem CO2-Laser vom Typ E-Solar-Mark von Bluhm Systeme einen gerade einmal 6 x 6 Millimeter großen Datamatrix-Code. Dieser enthält alle für eine spätere Rückverfolgung notwendigen Produktinformationen wie Seriennummer, fortlaufende Nummer, Datum und Uhrzeit. Die Daten für die Kennzeichnung bei Huf kommen über die serielle Schnittstelle direkt aus dem Prüfautomaten in die Steuereinheit des CO2-Lasers.

Müssen anspruchsvolle Materialien per Laser gekennzeichnet werden, sind Faserlaser ideal. Sie haben eine hohe Strahlqualität und Energiedichte und beschreiben Materialien wie Edelstahl und Kunststoff (ABS) extrem schnell und präzise. Sie werden beispielsweise zur Kennzeichnung von Krümmern, Getriebeschalthülsen, Hausgerätedrehschaltern oder Metallschrauben eingesetzt. Die Faserlaseroptik ist wartungsfrei und mit bis zu 100.000 Betriebsstunden sind diese Laser sehr effizient.

Welche Technik in welchem Fall sinnvoll ist, lässt sich nicht immer pauschal sagen. Die eingesetzten Technologien haben alle eine Daseinsberechtigung und sind kundenindividuell und je nach Anwendung auszuwählen. Unterschiede sind im Preis, in der Beständigkeit, Sicherheit und Lesbarkeit zu finden. Oft können auch mehrere oder alle Technologien innerhalb eines Produktionsablaufes zum Einsatz kommen. ee

Den Anwenderbericht der Produktkennzeichnung bei der Herstellung von Sonnenblendlagern finden Sie hier

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