Montagetechnik

Neue Greifer-Kompaktklasse

Der süddeutsche Hersteller Schunk hat sein Programm an pneumatischen Greifern neu strukturiert und in drei Segmente unterteilt. Das mittlere Segment wird künftig von einer Kompakt-Greiferklasse gebildet, die alle wesentlichen Funktionen zur Verfügung stellt, sich mit viel Zubehör ergänzen lässt und ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten soll. Zwei neue Greifer bilden den Auftakt dieser neuen Mittelklasse: Der Parallelgreifer JGP und der Zentrischgreifer JGZ.

Beim JGP (Bild) handelt es sich um einen sehr kompakten und universell einsetzbaren Parallelgreifer. Er ist für den Einsatz in sauberen bis leicht verschmutzten Umgebungen gedacht und steht in den Baugrößen 64 bis 160 zur Verfügung. Die kompakte Bauweise prädestiniert ihn vor allem für Anwendungen, bei denen nur ein begrenzter Bauraum zur Verfügung steht und Störkonturen vermieden werden müssen. Dank Ovalkolben, Keilhakenkinematik und einer robusten T-Nuten-Gleitführung erreichen die JGP-Greifer je nach Baugröße Greifkräfte von 250 bis 2390 Newton bei Eigenmassen von 0,28 bis 3,3 Kilogramm.

Der Zentrischgreifer JGZ, bei dem es sich um eine dreifingrige Variante des JGP handelt, ist ebenfalls in den Baugrößen 64 bis 160 verfügbar. Bei Eigenmassen von 0,43 bis 8,0 Kilogramm erreichen die JGZ-Greifer je nach Baugröße Greifkräfte von 580 bis 8090 Newton, so dass damit im Standardfall Werkstückgewichte von 2,9 bis 30 Kilogramm bewegt werden können. Der JGZ arbeitet mit einem Rundkolben, dessen Kraft von einer Keilhakenkinematik auf drei in T-Nutenführungen laufenden Grundbacken übertragen wird. Ihr Hub ist ebenfalls einstellbar und kann zwischen sechs und 16 Millimetern variiert werden. Für beide Serien steht ein umfangreiches Zubehör zur Verfügung, das neben einem Backenschnellwechselsystem auch Druckerhaltungsventile, Fingerrohlinge und Verschraubungen umfasst. Zur Positionsabfrage lassen sich beide Greifertypen sowohl mit Magnetschaltern als auch mit induktiven Näherungsschaltern ausrüsten. sg

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