Fahrerlose Transportsysteme

Andrea Gillhuber,

AGVs im Lkw-Montagewerk von Mercedes-Benz

In Fahrzeugmontagelinien werden die passenden Komponenten per spurgeführten Transportsystemen zu den jeweiligen Montageschritten gebracht. Mercedes-Benz Türk setzt in seinem Lkw-Montagewerk in Aksaray auf fahrerlose Intralogistiklösung von Kuka.

Kukas fahrerlose Transportfahrzeuge des Typs KMP 1500 sorgen bei Mercedes-Benz in der Montage von Lkw-Fahrerhauskabinen für Flexibilität. © Kuka

Im Werk von Mercedes-Benz Türk in Aksaray läuft alle 8,9 Minuten läuft ein fertiges Fahrzeug Actros oder Arcos vom Band. Das Lkw-Monatgewerk ist eines von dreien des Nutzfahrzeugherstellers. Seit Werkgründung im Jahr 1986 haben bereits rund 275.000, entsprechend den jeweiligen Kundenwünschen angepasste Lkw das Werk verlassen . Um den Qualitätsansprüchen und der Variantenvielfalt in der Lkw-Produktion gerecht zu werden und gleichzeitig die Lieferzeiten einzuhalten, setzt Daimler auf moderene Autoamtisierungstechnologien.

Flexible industrielle Produktion

Im Mercedes-Benz Türk Werk in Aksaray werden deshalb bei der Montage der unterschiedlichen Lkw-Fahrerhauskabinen fahrerlose Transportfahrzeuge, kurz: FTF, oder Automated Guided Vehicle, kurz AGV, von Kuka eingesetzt. Dabei handelt es um omnidirektionale, mobile Plattformen des Typs KMP 1500, die die einzelnen Montageabschnittemiteinander verbinden. Die ehemalige Förderlösung mit spurgeführten FTF weichte damit einer modernen Intralogistiklösung mit frei navigierenden, mobilen Plattformen. „Die FTF integrieren sich optimal in die Linie des Montagewerks von Daimler“, sagt Robert Vogel, Kuka Key Account Manager für Daimler. „Wir konnten mit der Intralogistiklösung die Wünsche unseres Kunden nach mehr Flexibilität und Wandlungsfähigkeit erfüllen. Darauf sind wir sehr stolz.“ Neben der flexiblen Intralogistiklösung integrierte Kuka auch weitere Anlagentechnik in der Lkw-Produktionsstätte in Aksaray. So fertigen die 35 Kuka Roboter durch automatisiertes Widerstandspunktschweißen, Bolzenschweißen, sowie Montieren und Kleben der Windschutzscheibe die Kabine des Fahrerhauses und übernehmen darüber hinaus auch das Bauteil-Handling an der Kabine.

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Seit bereits zwei Jahren baut Daimler auf die etablierte und flexible Intralogistiklösung von Kuka. Insgesamt sieben frei navigierende, mobile Plattformen des Typs KMP 1500 verbinden die einzelnen Produktionsstationen in der Montagelinie. Ob Karosserieboden, Innenstruktur der Lkw-Kabine oder Lkw-Kabine ohne Dach: Das fahrerlose Transportfahrzeug KMP 1500 ist in der Lage ein Gewicht von 1.500 Kilogramm zu befördern. In der jeweiligen Prozessstation angekommen, laden die FTF zeitgleich zu den Montageabläufen in der Anlage. Die Ladestationen der FTF wurden mittels Bodenladeplatten direkt in den Prozessstationen integriert. Das spart Zeit und macht die FTF rund um die Uhr einsatzbereit.

Effiziente Flächennutzung und höchste Prozesssicherheit

Das neue fahrerlose Transportsystem von Kuka sorgt für eine effiziente Flächennutzung, höchste Prozesssicherheit in allen Produktionsstufen und maximale Variantenvielfalt bei der Montage der Lkw-Fahrerhauskabine. Eine 360-Grad-Sicherheitsüberwachung gewährleistet, dass das KMP 1500 in jeder Fahrlage, ob quer oder längs, ob drehend oder diagonal, stets eigensicher ist. Richtungs- und geschwindigkeitsabhängig erkennt das KMP 1500 somit Mitarbeiter oder andere Hindernisse und kann sofort reagieren. Die FTFs bahnen sich so sicher und dynamisch ihren Weg von der Lkw-Unterbaumontage zur Montage der Lkw-Seiten-, Front- und Rückwand. Die Lkw-Fahrerkabine ohne Dach wird so auf der effizientesten Route durch die Montagelinie transportiert.

Wandlungsfähige und skalierbare Produktion

Für kurze Reaktionszeiten bei gleichzeitig höchster Qualität muss eine Produktion flexibel und wandlungsfähig sein. Bei unterschiedlichen Modellen und Kundenwünschen ist dabei eine flexible Produktions- und Intralogistiklösung entscheidend. Die Schlüsselkomponente für eine wandlungsfähige Produktion ist dabei die mobile Plattform KMP 1500. Das FTF navigiert auf einem virtuellen Straßennetz durch die Produktionsanlage. Hierbei nutzt es die bereits vorhanden Messdaten seiner Personensicherheitsscanner und Odometrie mittels der Software Kuka.NavigationSolution. Spurführungs- oder Navigationselemente sind dadurch überflüssig. Der Vorteil: Produktionserweiterungen oder -anpassungen sind einfacher und schneller zu realisieren.

Nach Unterlagen von Kuka

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