Vakuumheber

Mehr Power auf Dauer

Die Mitarbeiter in den Unternehmen werden immer älter, der Anteil von Beschäftigten mit Behinderung steigt. Damit die Mitarbeiter bis ins Rentenalter produktiv bleiben können, muss die produzierende Industrie massiv in Arbeitserleichterungen und Ergonomie investieren.

Vakuum-Hebegrät im Einsatz

Als Anbieter in der Vakuum-Handhabungstechnik bietet Schmalz entsprechende Lösungen, wie sich Chefredakteur Hajo Stotz vor Ort überzeugen konnte.

„Jede Verbesserung der Ergonomie ist eine Investition in die Gesundheit und Leistungsfähigkeit unserer Beschäftigten. Gleichzeitig verbessert sie Qualität und Produktivität“, so Personalvorstand Dr. Horst Neumann von der Volkswagen AG. Und auch bei Konkurrent BMW ist man überzeugt: „Eine ältere Belegschaft kann durch kleine, clevere Anpassungen genauso effizient wie vergleichbare Bereiche mit deutlich jüngeren Mitarbeitern arbeiten.“ Mit Blick auf die Veränderungen der Altersstruktur ihrer Arbeitnehmer muss sich heuer aber nicht nur die Autoindustrie, sondern jedes produzierende Unternehmen in Deutschland Gedanken über Ergonomieverbesserungen für seine Mitarbeiter machen.

Denn der demografische Wandel der deutschen Gesellschaft hat massive Auswirkungen auf die Arbeitswelt: Während die Gesamtbevölkerung bis 2060 um mehr als 7 Mio. Menschen auf rund 75 Mio. Menschen abnimmt und der Anteil der unter 20-Jährigen auf 15,7 % schrumpft, wächst der Anteil der über 60-Jährigen auf 39,2 %, so die Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Und 14,0 % der Bevölkerung sind dann 80 Jahre oder älter. Zudem verschärft der demografische Wandel nach Einschätzung vieler Experten das Problem der Arbeitsunfähigkeit. Der Ausfall der Bruttowertschöpfung durch Arbeitsunfähigkeit lag nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in Deutschland 2011 bei rund 80 Mrd. Euro, Tendenz steigend. 22 % und damit der größte Anteil der Arbeitsunfähigkeitstage entsteht durch Muskel-, Skelett- und Bindegewebe-Erkrankungen. Die Folge: Die Sicherung der Arbeitskraft älterer Menschen sowie auch der Erhalt der Gesundheit junger Mitarbeiter wird für Unternehmen immer wichtiger.

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Gerade beim Heben und Tragen von Lasten besteht ein erhöhtes Gesundheitsrisiko. Ein Rechenbeispiel: Eine Mitarbeiterin im Versandbereich kommissioniert Pakete mit einem durchschnittlichen Gewicht von fünf Kilogramm. Bei 120 Warenbewegungen pro Stunde fällt an einem einzigen Arbeitstag eine Gesamtlast von 4.800 Kilogramm an. Das entspricht dem Gewicht eines ausgewachsenen Elefanten. Dieses Beispiel verdeutlicht die Notwendigkeit für Hebehilfen schon bei kleineren Lasten. „Die J. Schmalz GmbH trägt diesen Entwicklungen Rechnung und entwickelt Vakuumheber und Kransysteme, die die Ergonomie im Fokus haben“, sagt Klaus-Dieter Schwabenthan, Leiter Geschäftsentwicklung und Lieferprozess, Vakuum-Handhabungssysteme bei Schmalz in Glatten. „Neben der Ergonomie achten wir auch auf die Aspekte Sicherheit, Produktivität und Nachhaltigkeit.“ Man habe die Erfahrung gemacht, dass Unternehmen nur dann in Gesundheitsschutz investieren, wenn das Gesamtpaket stimmt.

Einer der Anwender ist beispielsweise der Medizintechnikhersteller Medicomp mit Sitz in Rastatt, die eine ganze Reihe von Schmalz-Vakuumhebern einsetzen. Damit gehört das mühselige und gesundheitsgefährdende Wuchten der teils schweren Teile der Vergangenheit an, die Arbeitsplätze sind bedeutend ergonomischer geworden. „Das haben auch unsere Mitarbeiter positiv vermerkt. Die Stimmung am Arbeitsplatz ist besser geworden“, freut sich Ralf Bagemihl, Fertigungsleiter bei Medicomp. Die Vakuum-Hebegeräte haben zudem die Flexibilität in der Fertigung gesteigert. Bagemihl ergänzt: „Unsere Produktion ist effizienter geworden. Die Vakuum-Hebegeräte können prozesssicher und mühelos von einem Mitarbeiter bedient werden.“

Auch Krane sind für die Handhabung unhandlicher Güter unerlässliche Helfer. Die Aluminium-Hängekrananlagen von Schmalz verbessern dank Leichtlaufeigenschaften die Ergonomie und Effizienz im innerbetrieblichen Material- und Warenfluss. Dafür sorgt ein neuer Transporthänger, der sowohl Kranträger als auch Hebezeug mitführt. Die einteilige Aluminium-Druckguss-Konstruktion bietet eine erhöhte Steifigkeit und einen verbesserten Kraftfluss, größere Laufrollen optimieren die Leichtgängigkeit. Die gleichmäßige Lastenverteilung auf alle tragenden Rollen verhindert zuverlässig ein Verkanten der Transporthänger. „Dies erlaubt dem Anwender schnelles Arbeiten und hohe Positioniergenauigkeit, was die Durchlaufzeiten verkürzt und bares Geld spart. Vor allem spart der Anwender mehr als 60 % Kraft und kann dadurch selbst schwere Lasten mühelos und gesundheitsschonend handhaben“, wie Schwabenthan erläutert.

Diese Verbesserungen bei Ergonomie und Gesundheitsschutz sind für den Handhabungsspezialisten Schmalz ein Top-Thema. „Unsere Entwicklungsschwerpunkte liegen unter anderem in der weiteren Optimierung des Aluminium-Kranbaukastens auf Leichtgängigkeit. Außerdem reagieren wir auf den Trend zur Nutzung von Hebehilfen bei kleinen Lasten. Hier erwarten wir in Zukunft eine Verschärfung der Gesetzgebung“, sagt Klaus-Dieter Schwabenthan. Darüber hinaus soll die Modularität der Produkte zur Realisierung kundenindividueller Lösungen ausgebaut werden. „Aber auch die Reduzierung der Eigengewichte unserer Geräte steht im Fokus.“ Hajo Stotz

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