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Artikel und Hintergründe zum Thema

Leichtbauroboter

Andrea Gillhuber,

Take it iisy!

Der Mensch-Roboter-Kollaboration wird eine rosige Zukunft vorhergesagt. Kein Wunder, entlasten die Cobots doch den Menschen bei allerlei Arbeiten. Auch Kuka entwickelt Leichtbauroboter für die MRK. Das neueste Mitglied: LBR iisy.

Der Mensch-Roboter-Kollaboration gehört die Zukunft. Daher erweitert Kuka sein Portfolio um den Leichtbauroboter iisy. © Kuka

Mithilfe von Mensch-Roboter-Kollaboration können Werker und Leichtbauroboter in der Produktion ein produktives Team bilden. Durch seine kognitive Überlegenheit ist der Mensch der Stratege, während der Roboter unter Wahrung vorgeschriebener Sicherheitsstandards seine Wiederholgenauigkeit, seine Kraft und Ausdauer in die Zusammenarbeit miteinbringt. Dadurch werden sich auch die Fähigkeiten der Roboter sukzessive weiter verbessern: Sie werden besser in der Zusammenarbeit mit dem Menschen, Gesten- und Sprachsteuerung beherrschen, ihre Umwelt wahrnehmen und sich intuitiv in wechselnde Prozesse integrieren. Die intelligenten Maschinen werden mobil und lernfähig sein, Wissen teilen, im Schwarm agieren und so eine Schlüsselrolle in der Fabrik der Zukunft spielen.

Auf MRK optimiert

Um den zukünftigen Anforderungen wie einfacher Handhabung und flexiblen Fertigungsprozessen gerecht zu werden, bringen Roboterhersteller neue Leichtbauroboter, kurz: LBR, auf den Markt. So auch Kuka. Mit dem sensitiven Leichtbauroboter iisy erweitert der schwäbische Roboterspezialist sein Portfolio im Bereich der Mensch-Roboter-Kollaboration im niedrigen Traglastbereich. Auf der Automatica wurde der Prototyp des LBR iisy einem breiten Publikum präsentiert. Nach dem LBR iiwa, dem weltweit ersten in Serie gefertigten sensitiven Leichtbauroboter für die Industrie, startet die Serienproduktion des zweiten sensitiven Roboters des Automatisierungsspezialisten im Jahr 2019.

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Einzug in den Arbeitsalltag

Der Name ist Programm: LBR iisy ist einfach zu bedienen. Er richtet sich an eine Zielgruppe, die zwar über Prozesswissen verfügt, aber nicht zwingend über Programmierkenntnisse. Die Programmierung des LBR ist schnell zu erlernen, einfach zu verstehen und sofort umzusetzen. Das nutzerfreundliche System passt sich mit unterschiedlichen Bedienebenen an das jeweilige Know-how des Anwenders an – vom Java-Programmieren zum einfachen Teachen des Cobots per Handführung. Mit diesem Prinzip soll auf lange Sicht der Weg für die Robotik in den Arbeitsalltag geebnet werden.

Für wechselnde Automatisierungsaufgaben

Der Leichtbauroboter iisy von Kuka lässt sich innerhalb einer halben Stunde in Betrieb nehmen. © Kuka

Der LBR iisy eignet sich für häufig wechselnde Automatisierungsaufgaben, bei denen schnelle Reaktionen im Ablauf gefordert sind. Er ist für einfachere Montageaufgaben ausgelegt, während beispielsweise der LBR iiwa auch komplexere Aufgaben im Traglastbereich bis 14 Kilogramm ausführen kann. So ergänzen sich beide Roboter. Der LBR iisy unterstützt alle wesentlichen Industriestandard-Funktionen, wie OPC UA, Feldbus-Protokolle, digitale und analoge I/Os, Safety und vieles mehr. Somit lässt sich der LBR iisy in bestehende industrielle Umgebung integrieren. Der iisy wiegt 18,8 Kilogramm und erfüllt die Sicherheit nach PL d / Kat 3. Bei einer Reichweite von 600 Millimeter hat der neue Leichtbauroboter eine Traglast von drei Kilogramm. Er kann sehr platzsparend eingesetzt werden und bietet eine optimale Ausnutzung des Arbeitsraums. Die Inbetriebnahme soll in weniger als 30 Minuten erfolgen, eine Umprogrammierung für neue Aufgaben schnell und einfach vonstattengehen. Ein weiterer Vorteil: Selbst bei ungeplanten Unterbrechungen merkt er sich jede ausgeführte Bewegung oder Tätigkeit und kann ohne erneutes Anlernen ad hoc die Arbeit wieder aufnehmen. In seinen sechs Achsen befinden sich die Gelenkmomentsensoren, die bereits beim LBR iiwa zum Einsatz kommen.

Zukünftige Anwendungsfelder

Die Anwenungsfelder von Cobots werden sich nicht auf die Montage beschränken. Eine logische Weiterentwicklung ist beispielsweise die Verknüpfung von MRK und Mobilität. Werden die Stärken eines sensitiven Leichtbauroboters mit einer mobilen und autonomen Plattform verbunden, wird der Roboter zum ortsunabhängigen und flexiblen Produktionsassistenten mit uneingeschränktem Arbeitsraum.

Ein mögliches Anwendungsszenarium bilden Logistikzentren. Cobots sind beispielsweise in einer Automated-Item-Pick-Applikation mithilfe integrierter Bildverarbeitungsysteme in der Lage, die von Lagersystemen bereitgestellten Artikel direkt aus Behältern zu kommissionieren. So kann sich der Mensch auf Aufgaben der Prozessveredelung konzentrieren.

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