Industrielle Servicerobotik

Andrea Gillhuber,

IT-Plattform für Servicerobotik

Serviceroboter sind auf dem Vormarsch. Forschungsinstitute, Universitäten und Unternehmen arbeiten in Projekten zusammen, um den Entwicklungsaufwand zu minimieren.

Die Servicerobotik ist auf dem Vormarsch. Zahlreiche Forschungsprojekte unterstützen den Trend. Einige von ihnen werden auf der Automatica präsentiert. © (Bild: Messe München)

Der Markt für industrielle Servicerobotik wächst: Laut der International Federation of Robotics, kurz: IFR, wuchs der Umsatz für industrielle Serviceroboter im Jahr 2016 weltweit um 25 Prozent; weltweit wurden fast 60.000 Stück verkauft. Auch für den Zeitraum 2018 bis 2020 wird ein Anstieg erwartet, durchschnittlich zwischen 20 und 25 Prozent pro Jahr. Globaler Hotspot für Servicerobotik ist Europa: Hier haben rund 290 der weltweit rund 700 Hersteller ihren Sitz und liefern knapp 90 Prozent aller Serviceroboter für Landwirtschaft, Bau und Konstruktion aus.

Forschung für Servicerobotik
Kein Wunder also, dass sich Forschungseinrichtungen, Universitäten, Unternehmen und auch die Politik auf die Fahnen geschrieben haben, die Servicerobotik weiter voranzutreiben. Die Bundesregierung hat beispielsweise das Technologieprgramm PAiCE (Platforms | Additive Manufacturing | Imaging | Communication | Engineering) ins Leben gerufen. Das Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie ist auch auf der Automatica vertreten. Ein Ausschnitt aus den Forschungsprojekten ist auf seinem Stand in Halle B4 zu sehen.

Eines davon ist Seronet. Das Service Roboter Network SeRoNet zielt darauf ab, eine auf Wachstum angelegte, offene Plattform zu entwickeln, die die Entwicklung von kundenspezifischen Lösungen unterstützt. Mit dabei: Unternehmen wie Kuka, MLR, Ruhrbotics, Daimler TSS, das Klinikum Mannheim oder Transpharm Logistik, die Universitäten aus Ulm, Stuttgart, Paderborn und Mannheim sowie das Forschungszentrum Informatik Karlsruhe. Koordieniert wird das Projekt vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA.

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Im Projekt entsteht eine offene IT-Plattform für die Servicerobotik. Darauf können die Nutzer gemeinsam Software entwickeln und Hersteller, Dienstleister sowie Anwender sich zu den individuellen Anforderungen austauschen. Ziel ist es, den Software-Entwicklungsaufwand in der professionellen Servicerobotik deutlich zu reduzieren. Auf der Automatica können sich interessierte Fachbesucher informieren, wie sie sich im Rahmen einer offenen Ausschreibung am Projekt Seronet beteiligen können. 

Automatica, Halle B4, Stand 331

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