Position sicher erkannt

Vision-System optimiert Entnahme von Rohren

In den vergangenen Jahrzehnten haben Nutzfahrzeughersteller eine rasante Veränderung in der Achsproduktion erlebt. Die Ansprüche an Aggregate in Puncto Sicherheit und Verbrauch sind stetig gewachsen, die Komplexität des Bauteils hat zugenommen. Eine kontinuierliche Optimierung der Produktionskette ist die logische Folge. Boll Automation hat für den führenden Nutzfahrzeughersteller, Daimler AG, eine Automatisierungslösung entwickelt, bei der ein Kuka Roboter in Zusammenarbeit mit dem Vision-System Binspect die Entnahme von Rohren zur Achsenherstellung optimiert. Sie hat zur Entlastung der Mitarbeiter sowie zur Effizienzsteigerung beigetragen.

Binspect von Boll Automation

Bei dem ausgewählten Standort handelt es sich um ein Werk, in dem Achsen für leichte bis schwere Nutzfahrzeuge produziert werden. Das Ziel war eine ergonomische Automationslösung, welche die Mitarbeiter deutlich entlastet. Zudem sei eine flexible Knickarmlösung gewünscht gewesen sowie eine höhere Wirtschaftlichkeit als bei der manuellen Entnahme. „Gelöst haben wir diese Anforderungen mit einer Systemlösung aus einem Kuka Roboter und dem Vision-System Binspect in einer sogenannten Bin Picking Anlage“, berichtet Kai Helmstetter, Technischer Leiter von Boll Automation.

Die Kernkompetenzen von Boll Automation liegen in der Kombination von Robotik und Vision-Systemen mit optischer 100-Prozent-Prüfung in der Fertigung, unter anderem für die Automobilindustrie. Der Systempartner von Kuka bietet der Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie die Bin Picking Anlagen zusammen mit der jeweils passenden Robotertechnologie von Kuka an. Im Werk des führenden Nutzfahrzeugherstellers wurde sie mit einem Roboter vom Typ KR 210 R2700 Prime ausgestattet. „In Bezug auf Handhabungsgewicht und Reichweite hat sich dieser Robotertyp in den Voruntersuchungen als ideal erwiesen“, betont Kai Helmstetter.

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In der Bin Picking Anlage wird das Vision-System Binspect stationär über einem Behälter mit ungeordnet liegenden Bauteilen platziert. „Binspect detektiert die Bauteillage mittels Laser-Triangulation und liefert die Positionsdaten möglicher Greifpunkte an den Bauteilen“, erklärt Kai Helmstetter. Auf Basis dieser Positionsdaten erfolgt die Überprüfung der Erreichbarkeit sowie die Bahnplanung zum kollisionsfreien Ein- und Ausfahren für den Kuka KR 210 R2700 prime. Für den prozesssicheren Ablauf wird eine umfassende Störkonturbetrachtung zwischen Roboter und Greifer mit dem Behälter und der Anlagenperipherie durchgeführt. Abschließend erfolgt die prozesssichere Entnahme der Produktionsteile, die dann direkt dem nachfolgenden Fertigungsprozess zugeführt werden können. Der eingesetzte Magnetgreifer sorgt im Gegensatz zu Greiferfingern dafür, dass eng aneinander liegende Rohre problemlos entnommen werden. Zudem ist mit ihm das Handling von Rohren mit unterschiedlichen Durchmessern ohne Greiferwechsel gewährleistet. Die Vorteile der Systemlösung sind äußerste vielfältig: Ein stabiler Betrieb auch in rauen Umgebungen, keine Rüstzeiten, die volle Nutzung der Flexibilität einer Roboterzelle. ee

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