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EMO 2017Hyfra: Intelligente Prozesskühlung für Laser- und Werkzeugindustrie

Hyfra-Kühler mit FleXX-Technologie

Hyfra, Hersteller für industrielle Kühlanlagen, präsentiert seine neue FleXX-Technologie auf der EMO 2017 in Hannover. Auf der jährlichen Messe der Metallbauer im September wird die SPS-gesteuerte FleXX-Technologie erstmals in praktischer Anwendung vorgestellt.

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Manufacturing Execution System (MES)MES – zwischen

Eine wichtige Aufgabe eines MES ist die vertikale Integration in einem Unternehmen, also das Verbinden von Unternehmensmanagement und Fertigung. MES ist dabei eine Entscheidungsebene, die zeitnah und technologieorientiert agiert und die eine Minimumfunktionalität im Bereich der Fertigung abdeckt. Besonders wichtig ist hier das Verknüpfen von Betriebsmitteln, Aufträgen, Qualitäten und Materialien. Bemühungen einer Reihe von Gremien, wie zum Beispiel ISA, VDI und MESA zeigen, dass man die Gefahr der Bagatellisierung des Begriffes ernst nimmt und dass man mit der Begriffsdefinition für MES den Anwender bei der Auswahl des richtigen Systems unterstützen will.

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Ti5: MES – zwischen

Richtig angewendet, bietet MES eine Reihe von Potenzialen, um mehr Transparenz, mehr Reaktionsfähigkeit und damit auch mehr Wirtschaftlichkeit in den Fertigungsablauf zu bringen. Die lückenlose Aufzeichnung von Fertigungsdaten, wie Stillstände, Qualitäten, Stückzahlen und Termine erlauben ein Online-Abbild der Fertigung, das neue, effektive Planungen ermöglicht. Eine Auswertung dieser Daten zeigt Schwachstellen auf und bietet Ansätze für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP). Die andere konstruktive Seite der Medaille: MES wird überlagert von der Gefahr der Bagatellisierung durch eine Anwendung des Begriffes auf untaugliche Mechanismen. So ist nicht jede einfache Betriebsdatenerfassung oder Personalzeiterfassung automatisch ein MES, nur weil sich eine Person auf einen Auftrag anmeldet.

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Der Begriff MES wird verstärkt in verschiedenen Fertigungstypen diskutiert, wobei noch nicht ausdrücklich genug auf verschiedene Fertigungsarten und die damit verbundene MES-Typologie hingewiesen wird. Die beiden wichtigen Vertreter hier sind der Prozessfertiger und der Serienfertiger. Der Prozessfertiger verkettet seine Maschinen und Anlagen zu Linien und schafft sich somit ein komplexes Produktionsszenario. Die Anzahl der Freiheitsgrade bei dieser Art der Fertigung sind sehr beschränkt, die Anlagen werden gerüstet und sollen für große Fertigungsmengen möglichst ungestört durchlaufen.

Ein MES für diese Fertigungsart greift sehr intensiv in die Automatisierung der Anlagen ein und dient sehr stark als Visualisierungs- und Kommunikationsinstrument zum überlagerten ERP. Erfasste Mengen und Aufwände werden verdichtet, mit Qualitäts- und Messdaten ergänzt und dem ERP zurückgemeldet. Die Feinplanung von Aufträgen kann nur in einem sehr begrenzten Maße erfolgen, da lang laufende Aufträge mit großen Mengen keine großen Spielräume bieten. Der Serien- oder Werkstattfertiger hingegen hat eine Reihe von Kapazitätseinheiten, auf denen er seine Aufträge in verschiedenen Szenarien abwickeln kann. Zeitnah und technologieorientierte Entscheidungen (Werkzeug, Maschinen, Artikel) sind eine wesentliche Grundlage für wirtschaftliches Fertigen. Bei diesem Fertigungstyp muss am Anfang eine Auftragsbearbeitung noch nicht komplett definiert sein, auf welche Einzelkapazität welcher Arbeitsgang wann gefertigt wird. Hier zeigt sich die besondere Wirkung eines MES, wenn eine Qualitätssicherungs- und eine Feinplanungskomponente zum Einsatz kommt.

Insellösungen waren gestern

Für den Serien- oder Werkstattfertiger ist MES das Tool für das Fertigungsmanagement, das Umlaufbestände, Aufträ­ge, Qualitäten und Ressourcen verbindet und das hier, zeitnah eingesetzt, eine wichtige Steigerung der Wirtschaftlichkeit bringen kann. Beim Einsatz eines MES ist also sicherzustellen, dass das ausgewählte System über die notwendige Komplexität verfügt, um alle fertigungsrelevanten Einflussgrößen zu vernetzen, und dass die richtige Typologie von MES vorliegt.

Neben der vertikalen Integration muss ein MES somit auch auf der horizontalen Ebene breit aufgestellt sein. Dabei sieht sich das Fertigungsmanagement der Aufgabe gegenüber, seine Fertigung wirtschaftlicher gestalten zu müssen, damit die Fertigung selbst, das Personal und die Qualität entsprechend organisieren und verwalten kann.

Dementsprechend kann man MES in drei Funktionsgruppen einteilen: Fertigungs-, Personal- und Qualitätsmanagement. In diesen Funktionsgruppen lassen sich Anwendungen verstehen, die aus der Frühzeit der Datenerfassung bereits bekannt sind. Allerdings dürfen diese Funktionen nicht mehr wie in der Vergangenheit als Insellösungen verstanden werden sondern müssen in diesem Zusammenhang dem MES-Gedanken, also der gesamthaften Betrachtung des Fertigungsmanagements, gehorchen.

Als MES-übergreifende Funktion kann das ESK – Eskalationsmanagement gesehen werden, das aktuelle Ist-Daten aus den verschiedenen Funktionsgruppen und Modulen übernimmt und bei Verletzung von Soll-Werten den geeigneten Anwender darüber informiert. Die MSC (Manufacturing Scorecard) ist ebenso ein funktionsgruppenübergreifendes Element von MES.Dr. Jürgen Kletti, MPDV/sg

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