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Produktdatenmanagement„Wir nennen es

SCOPE: Herr Lang, welche Strategie verfolgt Autodesk mit der Übernahme von Compass Systems?

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Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (MW),: „Wir nennen es

Lang: Mit der Übernahme wollen wir unser Technologie-Spektrum erweitern, neues Know-how integrieren, zusätzliche Marktanteile in Europa gewinnen und unsere Vertriebskanäle in wichtigen europäischen Märkten weiter stärken. Die Übernahme ist eine konsequente Fortführung unserer Strategie, eine PLM-Lösung für kleine und mittelständische Fertigungsunternehmen anzubieten, und untermauert die Fokussierung des Unternehmens auf den europäischen Markt.

SCOPE: Welche Produkte schließt die Akquisition ein und welche Funktionen haben sie?

Lang: Autodesk erwirbt die gesamte Produktlinie, die aus drei Hauptprodukten sowie mehreren Erweiterungsmodulen für die Integration mit verschiedenen CAD- und ERP-Systemen beziehungsweise für die Durchführung allgemeiner Aufgaben der Datenverwaltung bestehen. Dazu zählen beispielsweise grundlegende Funktionen für die Stücklistenverwaltung sowie Versionsmanagement sowie Programme zur Kopplung von PDM- mit ERP- oder MRP-Systemen. Ein weiteres Beispiel ist ein Replikator für die Duplizierung von Datenbanken und die Synchronisierung von Dateien. Die Anwendung stellt sicher, dass umfassende Datenbestände für die gemeinsame Nutzung vor Ort zur Verfügung stehen.

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SCOPE: Sie bieten mit Vault bereits eine Lösung für Datenverwaltung an. ­Worin bestehen die Unterschiede zu dem Compass PDM-System? Gibt es da keine Überschneidungen?

Lang: Nein, es gibt keine Überschneidungen. Im Gegenteil – die PDM-Lösung von Compass ist eine ideale Ergänzung für die Datenverwaltungslösung von Autodesk. Verschiedene Studien zeigen, dass immer noch mehr als 70 Prozent aller Anwender herkömmliche File­management Systeme wie etwa Windows Explorer als Daten-Management-System nutzen. Unser Vault ist das ideale System auf Filemanagement-Ebene und tief in die Konstruktion integriert. Das Produkt Compass Pro ergänzt unser eigenes Produktportfolio ideal wenn beispielsweise kundenspezifische Anpassungen, das so genannte Customizing, gefragt sind. Diese Software wird zukünftig auch auf der technologischen Vault-Basis angeboten werden.

SCOPE: Welche Strategie verfolgen Sie im Bereich PLM/PDM?

Lang: Unsere PLM-Lösung steht für praktische, effiziente Datenverwaltung. Wir bieten Lösungen für vielschichtige Probleme in der Konstruktionsabteilung und ermöglichen einfachen, effizienten Zugriff auf Konstruktionsdaten, damit andere Abteilungen, externe Zulieferer und Kunden diese Daten bereits in frühen Phasen der Produktentwicklung nutzen können. Der Buchstabe „P“ in PLM/PDM steht bei uns für „Practical“ – also ­Practical Data Management.

Als wir vor mehr als 20 Jahren CAD für den PC entwickelten, glaubte keiner, schon gar nicht die Mainframe Fraktion, dass PC-CAD die Konstruktionswelt erobern würde. Heute haben wir mehr als sechs Millionen registrierte Anwender und die Verbreitung von PC-CAD maßgeblich vorangetrieben. Ähnlich ver­hielt es sich mit den 3D-Systemen. Viele so genannte Experten waren noch vor ein paar Jahren der Meinung, dass nur komplexe Systeme in der Lage wären, 3D-Konstruktionen zu meistern. Seit vier Jahren ist der Autodesk Inventor die weltweit meistverkaufte 3D-CAD-Software in Folge und auch hier haben wir die Verbreitung von 3D-Anwendungen maßgeblich vorangetrieben. PLM/PDM ist für ganz viele Unternehmen weniger High-End, als allgemein hin angenommen und verbreitet wird.

SCOPE: Welche Auswirkungen wird die Übernahme für Compass-Kunden haben, die mit Software von Drittherstellern, wie beispielsweise Solidworks arbeiten?

Lang: Wir bieten Support für alle bestehenden Compass-Kunden, unabhängig von der Konstruktionssoftware, der Software-Plattform oder dem verwendeten ERP-System. Autodesk stellt auch in Zukunft die Multi-CAD-Strategie sicher. PLM/PDM ist keine Frage der Konstruktionssoftware. Es ist einzig eine Frage des Managements der Daten, die unsere Kunden produzieren.

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