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EMO 2017Hyfra: Intelligente Prozesskühlung für Laser- und Werkzeugindustrie

Hyfra-Kühler mit FleXX-Technologie

Hyfra, Hersteller für industrielle Kühlanlagen, präsentiert seine neue FleXX-Technologie auf der EMO 2017 in Hannover. Auf der jährlichen Messe der Metallbauer im September wird die SPS-gesteuerte FleXX-Technologie erstmals in praktischer Anwendung vorgestellt.

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AnwenderberichtSchwimmend zu längeren Standzeiten

Stillstandszeiten werden enorm gesenkt

Trotz der umweltfreundlichen und durchaus wirtschaftlichen Trockenbearbeitung werden derzeit in Deutschland noch zirka 90 Prozent der Metallbearbeitung mit KSS durchgeführt. Mit Wasser gemischte Kühlmittel reinigen ist allerdings ein Problem. Das gilt vor allem dann, wenn die Maschinen nicht ausgelastet sind, denn bei längerem Stillstand kippt das KSS. Diese Probleme zumindest kennt Geschäftsführer Thilo Dettinger vom Präzisions-werkzeugbau Theo A. Dettinger in Mühlacker bestens: "Für gewöhnlich sind unsere Maschinen im Werkzeugbau sowie der Lohnfertigung gut ausgelastet. In diesem Fall besteht kaum die Gefahr, dass das Kühlmittel durch Bakterien, Pilze oder Keime kippt, weil es ja ständig in Bewegung ist. Durch die wirtschaftliche Flaute kam es aber dazu, dass es längere Zeit gestanden hat. Nun haben wir zwar Kühl-mittelreinigungsgeräte, von deren Effektivität sind unsere Mitarbeiter allerdings nicht sehr überzeugt." Die eingesetzten Skimmer waren in Mühlacker zwar tagelang im Einsatz, das Kühlmittel wurde dadurch aber nicht wirklich sauber. Das Unternehmen HVS Werkzeugmaschinen GmbH als das Hurco Vorführzentrum Südwest in Ölbronn dagegen hatte ein ganz anderes Problem. Nach einer Maschinenvorstellung kam es vor, dass eine Maschine und damit auch das KSS bis zur nächsten Vorführung über mehrere Wochen stand. Die Folge auch hier: Das Kippen des KSS. Zudem verschmutzt bzw. kippt das KSS ja auch durch eingetragene Fremdöle, unzureichende KSS-Belüftung oder auch zu hohe Badtemperaturen. Die bislang am Markt angebotenen Kühlmittelreinigungsan-lagen werden diesen aktuellen Anforderungen nicht gerecht. So zumindest sieht es Thomas Kühner, einer der Geschäftsführer bei HVS: "Ein solches Gerät muss doch an unterschiedlichen Maschinentypen, ohne elektrische Energie und Überwachung einfach zu betreiben sein. Nur so ist es möglich, die KSS-Wechsel-Intervalle deutlich zu verlän-gern." Aus diesen Überlegungen heraus wurde von HVS die Druckluft betriebene Kühlmittelreinigungsanlage Scherlomat JTU 8000/8010 für die hauseigenen Werkzeugmaschinen (Dreh- und Fräszentren) entwickelt. Die Funktions-weise ist dabei denkbar einfach. Der ScherLomat saugt zwei bis drei Millime-ter unter dem Wasserniveau über eine Doppelmembran-pumpe und einen Schwimmer den Ölfilm an der Emulsionsoberfläche ab. Öl und Wasser werden anschließend getrennt und das gefilterte Kühlmittel dem Kühlmittelkreislauf wieder zugeführt. Das abgeschiedene Öl dagegen wird in einem gesonderten Behälter aufgefangen. Ist es bereits zu einer Bakterien oder Pilzbildung gekommen, kann dem Kühlmittel über einen separaten Schlauch (JTU 8010) Biozid zugeführt werden. Den Vorteil dieser Funktionsweise sieht Thilo Dettinger darin, dass einerseits kein Elektroanschluss benötigt wird, die erforderliche Luftmenge äußerst gering ist und das Gerät kontinuierlich, also auch nachts Kühlmittel selbständig reinigt. Das heißt, der Scherlomat lässt sich an jeder Dreh- und Fräsmaschine einsetzen. Hierfür muss lediglich einmalig die Schwimmerhalterung angepasst werden. Thilo Dettinger geht allerdings noch einen Schritt weiter: "Ich kann mir auch vorstellen den Scherlomat an unseren Schleifmaschinen einzusetzen." Bei der zu erwartenden Kosteneinsparung ist dieser Wunsch nachvollziehbar. Die Werkzeugmaschinenstillstandszeiten werden enorm gesenkt, die Standzeiten des Kühlmittels erhöht und damit gleichzeitig die Entsorgungskosten reduziert.

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Das rechnet sich immer

Kühlmittelreinigungsanlage: Schwimmend zu längeren Standzeiten

Bei Kostenreduzierung stellt sich natürlich zuerst die Frage, ab wann sich der Scherlomat amortisiert. Einer internen Untersuchung zu Folge rechnet sich der Einsatz bei vier Werkzeug-maschinen bereits nach elf Monaten. Eine Untersuchung, die freilich alles berücksichtigt. Doch selbst beim Einsatz an nur einer Maschine und einer längeren Amortisationszeit arbeitet der Scherlomat Gewinn bringend. Die Standzeitverlängerung des Kühlmittels steigt um den Faktor 100. Ein Wechsel des KSS ist nicht notwendig. Entsorgungskosten und Produktionsausfall durch Reinigungsarbeiten reduzieren ebenfalls enorm. Der Scherlomat ist in Mühlacker seit vier 4 Monaten im Einsatz. Und selbst wenn Thilo Dettinger über die Kosten noch keine Aussage treffen kann, so ist für ihn klar, wenn sich der Scherlomat nicht rechnen würde, hätte er nicht investiert. lg

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