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Elektronisches Verschluss-SystemMechatronische Symbiose mit Bus

Zugangskontrollen, elektronische Verschlusssysteme und Autorisierungen per Datencode begegnen einem heute auf Schritt und Tritt. Mit wachsendem Sicherheitsbewusstsein finden sich in vielen Betrieben auch immer mehr Zugriffskontrollen an Serverschränken, Elektroanlagen oder Maschineneinrichtungen. Meist ist die Angst vor Sabotage, Diebstahl oder Systemausfällen der Anlass für solcherlei Maßnahmen. Zu den wichtigsten Anforderungen an moderne Schutzsysteme gehören deshalb die Erhöhung der Datensicherheit, die Abwehr von unberechtigtem Zugriff und die Dokumentation von Zustandsänderungen.

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Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (MW),: Mechatronische Symbiose mit Bus

In den meisten Fällen kommen dazu Systeme zum Einsatz, die eine filigrane Symbiose aus Mikroelektronik und Feinmechanik sind – mechatronische Systeme also. Der bekannte Hersteller Emka bietet ein solches integriertes Schließsystem unter der Bezeichnung Electronic Locking & Monitoring, kurz ELM an. Die aus frei kombinierbaren Modulen aufgebaute Lösung ist durch eine Platz sparende Steuerzentrale als 19 Zoll Einschub recht einfach zu handhaben.

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Das elektronisch gesteuerte Verschluss-System ermöglicht den Zugriff auf Schaltschränke aller Art und vereint in sich die Funktionen Überwachung, Regelung und Meldung. Es erlaubt beispielsweise die elektronische Kontrolle mechanisch verschlossener Schränke, das Absetzen von Meldungen und die Aktivierung von Steuerfunktionen. Dabei stehen zum Öffnen und Überwachen verschiedene Alternativen zur Verfügung. Während bewährte Stangenschlösser das mechanische Verriegeln übernehmen, erfolgt die Bedienung über Schwenkgriffe mit Magnetbaustein (Bild), Zahlen­tastatur, Transponder, Mobiltelefon oder Netzwerk-Management Stationen. Ist das System scharf geschaltet, werden sämtliche Zugriffe und Aktionen in einem Ereignisspeicher protokolliert.

Module im Bus

Die Einsatzmöglichkeiten von ELM reichen von der einfachen Grundüberwachung bis zur umfassenden Systemvernetzung. Es kommt eben darauf an, wieviele Schaltschränke, Serverräume oder Elektroanlagen abzusichern sind. Das System ermöglicht den Ausbau auf bis zu 512 Verschlüsse und die Signalverarbeitung von 256 Sensoren. Komplexe Netzwerk-Lösungen lassen sich durch die Kombination mehrerer 19 Zoll Einschübe realisieren. LEDs an deren Front infomieren über den Betriebszustand der angeschlossenen Module. Und an den Rückseiten befinden sich Steckbuchsen für den Anschluss von Zusatzausstattungen. Der Standard-Lieferumfang beinhaltet ein Kommunikationsmodul, ein Griffmodul für acht Griffe, ein Sensormodul und ein eingebautes Netzteil. Weitere Module wie etwa ein Proximity- oder ein GSM-Modul sowie zusätzliche Signalgeber (Rauchmelder, Temperaturfühler) können dazu geschaltet werden.

Zur Steuerung und Überwachung des Systems entwickelte Emka Electronic eine Software, die die Einstellung zahlreicher Parameter erlaubt. Sämtliche Ereignisse werden in Echtzeit angezeigt und gespeichert. Voreingestellte Aktionen auf entsprechende Meldungen werden direkt eingeleitet. Über die Software ist jedes Modul frei programmierbar.

Die verschiedenen Module sind funktionell ins sich abgeschlossen und über einen Bus miteinander verbunden. Der Datenaustausch von sensiblen Daten erfolgt verschlüsselt. Durch die Nutzung verschiedener Übertragungstechniken kann die kostengünstige Einbindung in übergeordnete Systeme erfolgen. An den Bus lassen sich auf einer maximalen Länge von 1000 Metern bis zu 64 Module eines jeden Typs anschließen. Der Datenschutz bei Netzspannungsausfall erfolgt innerhalb der Module. Software-Updates und Modul-Programmierungen über den Bus sind möglich.

Für den Betrieb eines kompletten ELM-Systems ist lediglich ein Kommunikationsmodul erforderlich. Der externe Zugang ist über eine RS232 Schnittstelle oder über 10 Base-T Ethernet gewährleistet. Nach der TCP-IP Konfiguration kann über das WAN-Netzwerk des Kunden auf alle Module zugegriffen werden. Die vorhandene Echtzeituhr und der zusätzliche Speicher erlauben eine genaue Protokollierung aller Ereignisse des Systems, die auch bei Stromausfall erhalten bleiben. Die beiden zentralen Alarmrelais stellen jederzeit den Zustand des Gesamtsystems dar und ermöglichen die Weiterleitung von Alarmereignissen. Das eingesetzte Übertragungsprotokoll SNMP1.x erlaubt darüber hinaus die Einbindung des Systems in übergeordnete Management-Anwendungen wie beispielsweise HP Openview.Michael Stöcker

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