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Wasserstrahlschneiden für Einsteiger

PortalschneidanlageWasserstrahlschneiden für Einsteiger

In aller Munde ist das Wasserstrahlschneiden als wirtschaftliches Trennverfahren für verschiedene Materialien und Dicken. Maximator Jet stellt Systeme in allen Dimensionen und für alle Applikationen her. Deren Bauweise und Preis ermöglichen auch den sogenannten KMU den Einstieg in die Technologie. Lesen Sie die Erfolgsgeschichte des thüringischen Unternehmens AWC, einem Betrieb - wie es so schön heißt - mit übersichtlicher Betriebsgröße und intensiver Kundenbindung.

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Portalschneidanlage: Wasserstrahlschneiden für Einsteiger

Technische Spielereien seien nicht sein Ding, meint Berndt Wünschmann, zumindest nicht, wenn es um die Anschaffung neuer Maschinen für sein Unternehmen geht. Im Jahr 2004 hat er im thüringischen Großneuhausen AWC Kunststofftechnik und Wasserstrahlschneiden gegründet. Wünschmann etablierte sich schnell als universeller Lohnfertiger für Unternehmen aller Branchen aus dem Einzugsgebiet. Sein Erfolgsrezept heißt von Beginn an: hoher Individualisierungsgrad in der Fertigung bei einem überzeugenden Preis-/Leistungsverhältnis und einem umfassenden Service.

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Die Positionierung des Unternehmens als branchenübergreifender Schneidespezialist von Materialien aller Art erforderte zum einen ein vielseitiges Trennverfahren und zum anderen ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen und technischem Spielraum für sehr unterschiedliche Anforderungsprofile. Für diese Herausforderung suchte Wünschmann nach einer universellen Schneidetechnik, die mit wenig Umrüst- und Nachbearbeitungsaufwand die unterschiedlichsten Schneidaufgaben mit hoher Präzision bewältigen konnte. Als Startup war er dabei an geringen Investitionskosten und minimalem Schulungsaufwand interessiert. Bei der Recherche entdeckte er die Wasserstrahltechnik und den deutschen Systempartner der österreichischen Marke STM für sich: Die Schweinfurter Wasserstrahlapplikationsingenieure der Maximator Jet GmbH. Denn zusätzlich zu einem leistungsfähigen Schneidesystem brauchte Wünschmann einen Spezialisten aus der Region, der ihm bei der Übersetzung der Kundenwünsche in die Kaltschneidetechnik als kreativer Coach und fairer Partner zuverlässig zur Seite stehen würde. „Die Schweinfurter Ingenieure verstehen sich nicht als Hersteller, sondern als Applikations-Spezialisten für Wasserstrahl-Technologie“, erklärt er. „Für die fängt die Arbeit nach Vertragsabschluss erst richtig an. Diese konsequente Anwendungsorientierung ist das, was einen im Endeffekt weiter bringt.“

Ohne überflüssigen Schnickschnack

Zunächst fing man klein an in Großneuhausen: Die Schweinfurter vermittelten dem Unternehmen AWC ein gebrauchtes Jet Max HS2515 Wasserstrahlschneidsystem mit einer Arbeitsfläche von 2500 mal 1500 mm. Zur Ausstattung gehörten unter anderem eine automatische Höhenabtastung und ein Kollisionsschutz für den Fokus, Premium-Führungen und Getriebe sowie eine Handsteuerung. Zusätzlich wurde ein automatisches Abrasivspülsystem geliefert, um den beim Schneiden anfallenden Abrasivschlamm automatisch aus dem Schneidbecken auszutragen. Kurz gesagt, genau das, was Wünschmann sich vorstellte: eine solide, vielseitige Anlage ohne überflüssigen Schnickschnack zu guten Konditionen. Die Investition belief sich insgesamt auf 126.000 Euro inklusive Montage und Schulung. Seit dem ersten Tag übernimmt die Portalschneidanlage aus dem Hause STM praktisch vollautomatisch und ohne die üblichen Bedienungsprobleme sowohl die Fertigung von Platinen für einen benachbarten Werkzeugbauer als auch große Sonderformen, die nicht mit zwei Köpfen geschnitten werden können, staubfrei, akkurat und ohne großen Umrüstaufwand.

Im Jahr 2008 investierte AWC nochmals 184.000 Euro in eine neue Jet Max HS4020, die das Leistungsspektrum des Unternehmens dank einer wesentlich größeren Arbeitsfläche und zweier paralleler Schneidköpfe deutlich erweiterte. Neuen Kunden bietet es somit in vielen Bereichen eine sinnvolle Alternative zum Laserschneiden. Die größere Anlage fertigt bei einer maximalen Teilegröße von vier Meter auf zwei Meter beispielsweise Großformatbleche und GFK-Platten für Außenfassaden. Ein Brückenkran mit einer Tragkraft von etwas über drei Tonnen hilft beim Handling der schweren Tafeln.

Die kontinuierliche technische Beratung durch den Schweinfurter Hersteller stellte sicher, dass die Maschine minimale Ausfallzeiten hat und diverse neuartige Schneidaufträge maßgeschneidert abgewickelt werden konnten. „Eine enge und engagierte Zusammenarbeit mit dem Hersteller ist mindestens so wichtig wie die Effizienz eines Wasserstrahl-Schneidesystems“, weiß Wünschmann. Bei gleichem Personalaufwand kann AWC heute ohne Engpässe und Überstunden Maßanfertigungen in hoher Zeit erstellen und damit auch die notwendige Flexibilität für Aufträge aus den unterschiedlichen Branchen gewährleisten. Zudem konnte das Anwendungsspektrum mithilfe der Maximator Jet Beratung effektiv ergänzt und wesentlich rentabler gestaltet werden. Künftig sollen vor allem optimale Produktionssteuerung, laufende Überarbeitung der technologischen Prozesse sowie innovative technische Neuerungen für dynamisches Wachstum sorgen. Evelin Eitelman

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