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Komet Group auf der EMO: Werkzeuge für Produktivitätssprünge

WerkzeugperipherieMeisterhaft gedämpft

Perfekter Klang

Die Akustik im „Großen Saal“ der Hamburger Elbphilharmonie gilt als außergewöhnlich. Ausschlaggebend für das besondere Klangerlebnis ist die vom Weltklasse-Akustiker Yasuhisa Toyota geschaffene weiße Haut, eine Innenverkleidung aus Gipsfaserbeton, die von der Hasenkopf Industrie Manufaktur in insgesamt 1,5 Millionen Laufmetern Fräsweg gefertigt wurde.

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EMO 2017Komet Group zeigt Werkzeuge für Produktivitätssprünge

Die Anforderungen in der Zerspanung verändern sich derzeit rasend schnell. Die Komet Group hat ebenso schnell reagiert und wird sich mit ihren drei neuen Geschäftsbereichen noch mehr an den Kundenbedürfnissen ausrichten. Auf dem EMO-Messestand stellt Komet neben Standard-Präzisionswerkzeugen projektbezogene Entwicklungen und digitale Produkte in den Mittelpunkt.

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Komet Group auf der EMO

Produkte, Projekte und Digitalisierung – das sind laut Komet-Geschäftsführer Dr. Christof Bönsch die drei Säulen, die die Unternehmensgruppe in den nächsten zehn Jahren tragen werden. Denn der Markt für Zerspanungsunternehmen befindet sich im Wandel. Zwar haben leistungsfähige Präzisionswerkzeuge nach wie vor große Bedeutung, doch ist es für viele Anwendungen nicht mit einem standardisierten Katalogwerkzeug getan. Komet forciert daher die Projektarbeit, in der gemeinsam mit dem Kunden Zerspanungslösungen entwickelt werden, und die Digitalisierung. „Mit dem Assistenzsystem ToolScope haben wir uns als erstes Unternehmen der Werkzeugbranche klar für die Digitalisierung in der Zerspanungswelt positioniert“, erklärt Dr. Bönsch. „In kurzer Zeit sind wir auch in diesem Bereich zu einem bedeutenden Partner für unsere Kunden geworden.“

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Um die erreichten Positionen auszubauen, treibt Komet die Entwicklung in den genannten drei Stoßrichtungen voran. Auf der EMO 2017 stellt der international agierende Werkzeughersteller zahlreiche Neuentwicklungen vor. Bei der Katalogware, also den in kürzester Zeit lieferbaren sogenannten „Productivity Components“, ragt das Programm an ultraharten Schneidstoffen heraus. Komet bietet ein komplettes Programm an Bohr-, Dreh-, Fräs- und Gewindewerkzeugen, die – ausgestattet mit PKD (Polykristalliner Diamant), CVD-D (Dickschickt-Diamant), CBN (Kubisches Bornitrid) und NCD (Nanokristalliner Diamant) als aufgelötete Elemente oder als Beschichtungen – für eine effiziente Zerspanung sorgen. 

Ein Highlight für die Reibbearbeitung ist das Komet WSP-Werkzeug Freemax, das eine einfache Handhabung ermöglicht und Fehler beinahe ausschließt. Der Schlüssel dazu: Die dreischneidigen Wendeschneidplatten können jetzt in beliebiger Reihenfolge auf das neue  Werkzeug montiert werden. Das Freemax-Werkzeug wird zur EMO im Durchmesserbereich 70 bis 100 mm verfügbar sein. Werkzeuge kleiner 40 und größer 100 mm folgen in naher Zukunft.

Als Volltreffer bezeichnet Komet die Entwicklung des neuen PKD-Planfräser, dessen Schneidenträger additiv hergestellt wird. Die Fräser sollen sich gegenüber herkömmlich gefertigten, am Markt verfügbaren PKD-Planfräswerkzeugen durch nahezu doppelte Produktivität auszeichnen. Denn durch das neue Verfahren lassen sich mehr Schneiden als bisher an einem Werkzeug gleichen Durchmessers realisieren. Dazu kommt ein frei gestaltbares Kühlkanaldesign, das den Kühlmittelstrom optimal an die Zerspanungsstelle leitet. Auch die Achswinkel lassen sich größer gestalten, was zu gesteigerter Funktionalität beiträgt: Der Schnitt ist weicher und geräuscharmer, und die Werkstücke weisen kaum einen Grat auf. Neue patentierte Entwicklungen machten kürzlich den Weg für eine Erweiterung des Portfolios bis 100 mm Durchmesser frei.

Bauteilbezogene Lösungen und Sonderwerkzeuge

Das additive Herstellverfahren erschließt auch für objektbezogene Werkzeugentwicklungen, sogenannten „Engineered Productivity Solutions“, neue Produktivitätsperspektiven. So ist es Komet gelungen, ein PKD-Bohrwerkzeug zu entwickeln, das beim Erzeugen von Durchgangsbohrungen in Hohlräume und Kammern jegliche Restspäne im Bauteil vermeidet. Das zum Aufbohren und Vollbohren geeignete Werkzeug enthält in den Spannuten spezielle Spanlenkungseinsätze, die konventionell nicht herstellbar sind. Nur über die additive Technologie lässt sich das spezielle Design der Spanlenkungsnut und des Kühlkanals mit Rückspülung realisieren. Auf der Messe demonstriert das Unternehmen die Wirkweise der neuen PKD-Bohrer am Beispiel einer Froststopfenbohrung in wassergekühlten Motoren.

Ein weiteres, neuentwickeltes PKD-Sonderwerkzeug wird auf der EMO vorgestellt: ein Planfräser – entwickelt für die Bearbeitung eines Kurbelgehäuses – der bei hohen Drehzahlen einen Sog zur Unterstützung der Späneabfuhr bewirkt. Dieses zum Patent angemeldete System beruht auf einem besonders gestalteten Spankanal und der durch die Wendeschneidplatte erzeugten Spanform. Im Zusammenspiel mit der Umlenkung des Kühlschmierstoffs an der Stirnseite des Planfräsers kommt dieser Sog zustande, der die Späne nach oben abzieht.

Die Zukunft ist digital

Mechatronische Werkzeuge sind ein wesentlicher Bestandteil der „Digital Productivity Solutions“, der digitalen Komet-Produkte. Die auf der EMO präsentierte neue Baureihe 3 der KomTronic U-Achse UAS160 besitzt einen eigenen Web-Server, der es ermöglicht, von extern die Konfiguration, Parametrisierung und Diagnose vorzunehmen. Auch neue Software lässt sich übers Netzwerk aufspielen. Zu den weiteren Stärken der Baureihe 3 gehört die kompakte, stabile Bauweise, der Einsatz des direkten Wegmesssystems am Schieber mit 50 nm Auflösung und ein 48V-Betriebssystem. Zudem bietet sie eine Regelzykluszeit von 1 ms.

Das Kernelement aller digitalen Komet-Produkte ist das Assistenzsystem ToolScope. Aus dem ursprünglichen Prozessüberwachungssystem ist inzwischen eine weitgehend offene Plattform geworden, auf der vielfältige Apps ablaufen können. Auf der Messe wird die neue ToolScope-Firmware V11 vorgestellt, die unter anderem die Möglichkeit bietet, erweiterte Cloud-Funktionen zu nutzen. In diesem Zusammenhang präsentiert Komet eine neue Software, die ToolScope-Funktionen komplett ohne Hardware-Installation, also rein serverbasiert, übernehmen kann.

Neben dem klassischen Einsatz als Assistenzsystem, das während des Bearbeitungsprozesses maschineninterne Signale wie z.B. das Drehmoment einer Spindel oder die Vorschubkraft einer Achse erfasst und dokumentiert sowie Kenngrößen berechnet und Trends ableitet, bietet sich ToolScope auch als Big-Data-Datenlieferant an. Diese lassen sich in eine Cloud oder ein lokales Kunden-Rechenzentrum einspeisen. cs

EMO, Halle 4, Stand A64

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