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FertigungsanlageMit Voll-Servoantrieb

In den engen Tälern des Sauerlandes hat sich das Tor zur Zukunft des Maschinenbaus weit geöffnet: Mit der X2000NC präsentiert Schmale die nach eigenen Angaben erste vollständig servoelektrisch angetriebene, elektronisch gesteuerte Fertigungsanlage.

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Fertigungsanlage: Mit Voll-Servoantrieb

Die bahnbrechende Entwicklung, so das Unternehmen, berge zugleich eine kleine Revolution: Denn die erste nahezu ölfreie Maschine habe auf diese Weise Gestalt angenommen. "Das neue Konzept kommt im Bereich der Antriebsachsen ohne Hydraulik, also ohne Öl und Schläuche, aus", wie Schmale-Service- und Vertriebsleiter Andreas Goseberg erläutert. Im Dezember 2012 wurde die erste Anlage der neuen Generation bei einem Kunden installiert.

Bislang konnte keines der vergleichbaren Antriebskonzepte am Markt in allen wichtigen Kriterien überzeugen: weder die mechanische, noch die servohydraulische oder die hydromechanische Variante. "Mit der vollständig servoelektrisch angetriebenen X2000NC ist es uns gelungen, in den Punkten Rüstzeit, Krafterzeugung, Steuerbarkeit, Flexibilität und Energieeffizienz optimale Ergebnisse zu liefern", sagt Goseberg nicht ohne Stolz. Doch eine klare Trennlinie zwischen den einzelnen Konzepten will der Service- und Vertriebsleiter nicht ziehen. "Hybridsysteme werden weiterhin Stand der Technik bleiben." Von den Verbesserungen kann schließlich auch die vorhandene Anlagentechnik profitieren: Ganz im Sinne des Schmale-Baukastenprinzips lassen sich die bisherigen Maschinen der Sauerländer um die servotechnischen Entwicklungen der X2000NC problemlos upgraden. Hauptsächliche Einsatzgebiete finden sich in der Produktion von komplexen Artikeln aus Draht, Rohr und Band in Stahl, Edelstahl und anderen Materialqualitäten.

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Vorteile des servoelektrischen Antriebkonzepts

Wichtiger Aspekt der Servoelektrik ist der Verzicht auf Hydrauliköl. Dadurch werden keine Hydraulikschläuche mehr verwendet, Lecköl wird vermieden und der Wartungsaufwand des Befüllens, Entlüftens, Reinigens oder Entsorgens entfällt gänzlich. Ebenfalls erledigt hat sich dank der elektronischen Steuerung der Einsatz mechanischer Kurvenscheiben. Das verkürzt nicht nur die Rüstzeiten immens, sondern ermöglicht ebenso eine einfache, schnelle und intuitive Bedienung am Touchscreen. Durch das neue Antriebskonzept sind nun hochdynamische Bewegungsprofile und kleinere Losgrößen keine besonderen Herausforderungen mehr. Überdies reduziert sich die Anzahl der Verschleißteile deutlich.

Konsequent modular und werkzeugkompatibel

Die Flexibilität der neuen Anlagengeneration zeigt sich vor allem in der konsequent modularen Bauweise und der weitgehenden Kompatibilität von Bestandswerkzeugen. Grundlage sind die vergleichbaren Baugrößen der Aggregate, die identische Mittelachse für den Drahteinzug, das gleiche Rastermaß der Arbeitswand und identische Anschlussmaße für die Werkzeugaufnahmen. "Für den Kunden garantiert dies den maximalen Schutz seiner Investitionen", merkt Goseberg an. In der Planung neuer Anlagen sind die Module Arbeitswand, Materialeinzug, Achsen, Pneumatik, Hydraulik und Transfer zudem frei konfigurierbar und jederzeit nachrüstbar. Dabei nimmt die sehr kompakte und raumsparende Bauform der X2000NC bis zu 40 Prozent weniger Stellfläche ein, was beim Kunden Ressourcen spart - ebenso wie der niedrige Energiebedarf, der in etwa das Niveau der sehr sparsamen hydromechanischen Maschinen erreicht und etwa 70 Prozent unter dem Verbrauch der servohydraulischen Fertigungstechnik liegt. kf

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