ALM und PLM

Neue Automotive-Lösung von Siemens

Siemens stellt eine neue, integrierte Lösung für die Softwareentwicklung in der Automobilbranche vor. Sie richtet sich an die zahlreichen kritischen Herausforderungen bei der Produktentwicklung, die mit der starken Zunahme von Embedded-Software in intelligenten Autos einhergehen. Siemens integriert dafür Application Lifecycle Management (ALM) mit Product Lifecycle Management (PLM) Software.

Das Ergebnis ist eine Lösung für die Automobilindustrie, mit der sich zwei grundlegend verschiedene Lebenszyklen nahtlos verwalten lassen: elektromechanische Systeme und die Softwareentwicklung zur Steuerung solcher physischen Systeme. Automobilunternehmen können so Softwarefunktionalität und Rückverfolgbarkeit erweitern und gleichzeitig die Produktqualität verbessern. Rückrufaktionen, die auf Embedded-Software zurückzuführen sind, lassen sich dann auf ein Minimum reduzieren. Mit dieser Ankündigung stellt die Siemens Business Unit für PLM Software die erste einer Serie von Branchenlösungen für das Digital Enterprise vor.

„Autos werden immer komplexer. Kollisionsvermeidung, automatisches Einparken und der Trend zu selbstfahrenden, autonomen Fahrzeugen sind nur einige der neuen Entwicklungen. Damit steigt der Bedarf an Softwarelösungen zur Steuerung solcher Funktionen. Das wiederum schlägt sich in wachsenden Herausforderungen bei der Produktentwicklung nieder“, so Dave Lauzun, Vice President of Automotive & Transportation, Siemens PLM Software. „Mit ALM lässt sich der Entwicklungsprozess von Embedded-Software steuern. PLM schließt das Management physischer Systeme ein. Siemens führt jetzt beides zusammen. Automobilunternehmen können so robuste, qualitativ hochwertige mechatronische Systeme schneller, effizienter und genauer entwickeln und die Zukunft der Mobilität vorantreiben.“

Für Automobilunternehmen ist es eine große Herausforderung, die Entwicklung von Embedded-Software in enger Synchronisation mit der Herstellung physischer Systeme zu verwalten. Denn bei Produkt und Software handelt sich um völlig unterschiedliche Entwicklungslebenszyklen. Die Softwareentwicklung wird unabhängig von anderen Prozessen gesteuert. Die Validierung der Schnittstelle mit der Hardware erfolgt nur an einzelnen, vordefinierten Kontrollpunkten. Im Zeitalter intelligent vernetzter Autos werden die Zusammenhänge von Software und physischem System jedoch komplexer. Es zeigen sich die Schwachstellen aktueller Prozesse, Werkzeuge und Methoden. Ein digitaler Zwilling der Fahrzeugsysteme kann sowohl das physische als auch digitale Verhalten vernetzter Autos abbilden. Das ist ein notwendiger Schritt, um Innovationen umzusetzen.

„Die Entwicklung von Embedded-Software mit anderen Disziplinen während der Konstruktion zu verknüpfen ist der Schlüssel zu smarten Produkten, Fahrzeugsystemen und smarter Produktentwicklung“, betont André Girard, Senior Analyst IoT & Embedded Technology for VDC Research.

Die integrierte Lösung zur Softwareentwicklung für die Automobilindustrie macht Embedded-Software zu dem, was sie sein sollte: einen integralen Bestandteil des kompletten Produktlebenszyklus. Dieser Schritt ist essenziell für Automobilunternehmen, um mit den schnell wechselnden Technologien in der Branche mitzuhalten. Gleichzeitig erreichen sie ein neues Level an Flexibilität in der Produktentwicklung.

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