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Mobile Clients erlauben Zugriff auf Agile PLM von Oracle
Offenheit zahlt sich aus: Gleich zwei Software-Häuser entwickelten Applikationen, um den mobilen Zugriff auf das PLM-System von Oracle zu ermöglichen. Die Anwendungen sind praxisreif und stoßen laut Anbieter auf rege Nachfrage.

Der Manager tut es, der Ingenieur, der Servicetechniker und der Vertriebler sowieso: Sie alle nutzen ihre portablen Computer und Smartphones, wenn sie auf Reisen gehen, einen Kunden besuchen oder zuhause arbeiten. Der mobile Zugriff auf Unternehmensdaten ist kaum noch aus dem Arbeitsleben wegzudenken. Was sich in vielen Bereichen schon längst etabliert hat, erreicht nun auch die PLM-Thematik. Das macht durchaus Sinn, denn immer mehr Produktinformationen und Entwicklungsaktivitäten werden mit Software für das Produktdatenmanagement (PDM) verwaltet. PDM ist zu einer unverzichtbaren Basis für die Verwaltung von Produktwissen geworden und kommt in allen Bereichen des Product Lifecycle Managements zum Einsatz: von der Produktidee bis hin zur Wartung, Instandhaltung und Entsorgung. Hier gilt es, während allen Phasen auf dem Laufenden zu sein und – manchmal schnell von irgendeinem Ort der Welt – aktuelle Informationen zu bekommen und Entscheidungen zu treffen. Befinden sich beispielsweise Entwicklungsteams in einer wichtigen Phase eines Projektes, muss die Rücksprache mit dem Teamleiter jederzeit möglich sein. Und Wartungstechniker können nicht einfach noch mal ins Büro fahren, um technische Daten und Pläne einzusehen, wenn sie schon vor Ort mit ihrer Arbeit begonnen haben. Dazu ist das Geschäftsleben heute zu schnelllebig und zu global ausgerichtet.

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Viele Anbieter von PDM/PLM-Systemen haben das verstanden und bereits reagiert. Dazu zählt auch Oracle mit seinem PLM-System Agile. Der weltweit aktive Anbieter setzt auf eine offene Lösung, die es Partnern ermöglicht, Applikationen auf Basis tiefgehender Informationen, etwa zu Schnittstellen, zu entwickeln. Für Agile wurden für den mobilen Einsatz gleich zwei Partner aktiv: das indische Unternehmen Mahindra Satyam und die amerikanische Xavor Corporation.

Der Beratungsdienstleister, IT und Engineering Service-Provider Mahindra Satyam stellte Ende 2011 einen mobilen Client für Agile vor, der am Markt bereits auf ein großes Interesse stoßen soll. Die Lösung baut auf die standardbasierte, offene und integrierte SOA Suite auf, die es laut Oracle ermöglicht, „schnell hoch anpassungsfähige Applikationen zu entwickeln, einzusetzen und zu verwalten.“ Mahindra Satyam nutzt die Plattform für Entwickeln komplexer rollenspezifischer Applikationen, die auf einer großen Anzahl mobiler Endgeräte eingesetzt werden können. „Die Lösung wurde gemeinsam mit unserem größten PLM-Kunden entwickelt und basiert auf unserer umfangreichen Erfahrung auf diesem Gebiet“, erklärt B. K. Kumar, Senior Vice President bei Mahindra Satyam. Die mobile PLM-Lösung basiert auf Web Services-Funktionalitäten des Agile PLM. Mahindra Satyam ist verantwortlich für die Verbreitung, Implementierung und kundenspezifische Anpassungen der Software. Zu den Vorteilen zählen unter anderem die spezielle Anpassung an das Apple-Betriebssystem iOS App für die weit verbreiteten Endgeräte iPhone und iPad, die Single-Sign-On-Fähigkeit als Teil einer bestehenden Unternehmensinfrastruktur oder die Interaktive Nutzeroberfläche. Die Anwender dürften zudem das mögliche Betrachten von Anhängen, Benachrichtigungen über Abweichungen beim Prozessablauf, Bookmarking-Funktionen zur Personalisierung von Schlüsselinformationen, die zu einem späteren Zeitpunkt überarbeitet werden sollen oder die inhaltsbasierten Suchfunktionen für schnelles Filtern von Informationen schätzen. Sie werden außerdem zur schnelleren Entscheidungsfindung durch Dashboards und Alarmierungen unterstützt.

Mit Sicherheit zugreifen

Die Lösung des amerikanischen Software-Hauses Xavor ist ebenfalls das Produkt einer intensiven Zusammenarbeit mit Oracle: PLM Flex apps umfasst eine ganze Reihe von Anwendungen für mobile Endgeräte mit den Betriebssystemen Apple iOS, Blackberry OS and Android. Die Architektur der Flex Services Platform (FSP) basiert auf dem J2EE Tomcat-Server, ist skalierbar und soll durch eine 128 Bit-Verschlüsselung ein sicheres Remote-Arbeiten ermöglichen.

Die Lösung erlaubt unter anderem den mobilen Zugriff auf Stücklisten, das Lesen und Bearbeiten verschiedenster Dateiformate sowie zugeordneter (anhängender) Dokumente. Stücklisten können mit Kommentaren ergänzt werden, deren zugehörige Historie ebenfalls darstellbar ist. Und wichtige Passagen kann der Anwender per Redlining markieren. Teams haben außerdem per Zugriffsrechte den Workflow von Projekten sowie Freigaben im Blick.

Die Möglichkeiten der Mobilarbeiter sind inzwischen vielfältig. Grenzen setzen lediglich noch kleine Bildschirme sowie die fehlende Netzinfrastruktur mit akzeptablen Übertragungsraten. -sg-

Oracle Deutschland GmbH, München Tel. 089/1430-0, http://www.oracle.com

Mahindra Satyam, Wiesbaden Tel. 0611/507310, http://www.mahindrasatyam.com

Xavor, Irvine/USA, 001/949-2641472, http://xavor.com Tel. 001/949/5297372, http://www.plmflex.com

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