Produktionssysteme

FH Trier versammelt CE-Experten in Deutschland

Einen beachtlichen Erfolg kann die Fachhochschule Trier vermelden: Prof. Georg Rock vom Fachbereich Informatik ist es erstmalig gelungen, die internationale Fachkonferenz CE2012 zum Concurrent Engineering (CE) nach Trier zu holen. Über 100 Unternehmer und Wissenschaftler aus 27 Ländern diskutierten darüber, wie sich angesichts der Globalisierung das Concurrent zum Collaborative Engineering wandeln muss.

Anfang September fand die ‚19th ISPE International Conference on Concurrent Engineering – CE2012’ an der Fachhochschule Trier statt. Prof. Georg Rock vom Fachbereich Informatik richtete als General Chair die internationale Konferenz aus, an der über 100 Unternehmer und Wissenschaftler aus 27 Ländern teilnahmen. Die Veranstaltung findet jährlich an jeweils anderen Orten weltweit statt, im vergangenen Jahr traf man sich am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston.

Für die Wissenschaft besonders relevant war die Identifikation neuer Handlungsfelder in den Gebieten des Systems Engineerings, des Knowledge-based Engineerings und des Variantenmanagements, welche derzeit gleichermaßen Einzug in die industrielle Praxis finden. Das Concurrent Engineering muss sich dabei verstärkt den Herausforderungen globaler Entwicklungsprojekte stellen, denn Globalisierung bedeute globale Entwicklung, so eine der Erkenntnisse. Thematisch bedingt dies die Weiterentwicklung vom ‚Concurrent Engineering’ zum ‚Collaborative Engineering’. Das Thema Enterprise Collaboration stand deshalb im Fokus der Konferenz, weil die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens maßgeblich durch die Geschwindigkeit bestimmt wird, mit der sich neue kundengerechte Produkte auf den Markt bringen lassen (Time to Market). Genau das wird mit Concurrent und Collaborative Engineering durch eine effiziente Vernetzung der Produkt- und Prozessentwicklung erreicht.

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Die Internationalität der Konferenz zeigte sich in diesem Jahr auch in den Ehrungen renommierter Wissenschaftler – darunter Prof. Shuichi Fukuda aus Japan, Prof. Michael W. Sobolewski aus den USA und Prof. Nel Wognum aus den Niederlanden. Weiterhin wurde im Rahmen einer Feierstunde der ‚Best Paper Award 2012’ an Anastasia Cmyrev von der Daimler AG für ihre praxisnahen Ausführungen zum Concurrent Engineering am Beispiel der Automobil-Industrie verliehen. Der ‚Student Paper Award 2012‘ ging an den Nachwuchswissenschaftler Goran Šagi (Famena, Kroatien).

Die Konferenz fand zudem nicht nur unter den Wissenschaftlern Beachtung, sondern auch lokal. Die Schirmherrschaft hatte die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Doris Ahnen übernommen. Und an der von Prof. Rock und Dr. Josip Stjepandic (Prostep, Darmstadt) moderierten Eröffnung nahmen auch die Bürgermeisterin der Stadt Trier, Angelika Birk, sowie die Professoren Wallmeier (Präsident der FH Trier) und Andreas Künkler (Dekan des Fachbereichs Informatik) teil. -co-

FH Trier, Trier Tel. 0651/8103-596, http://www.fh-trier.de

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