ERP-Software

Kein ERP aus der Cloud

Eine aktuelle Anwenderumfrage des ERP-Herstellers Abas liefert interessante Ergebnisse: Von den über 600 teilnehmenden Unternehmen sehen 64 Prozent keinen Bedarf für eine ERP-Cloud-Lösung, 48 Prozent gehen davon aus, dass vor einer weiteren Optimierung des ERP-Systems die Geschäftsprozesse zu verbessern sind und 38 Prozent wünschen sich mobile Lösungen für bestimmte Abteilungen wie Vertrieb und Service.

Die jährlich durchgeführte Befragung der Abas-ERP-Anwender liefert stets Trends bei den mittelständischen Unternehmen im Bereich Unternehmenssoftware. 611 der via Email angeschriebenen Unternehmen beteiligten sich an der aktuellen Erhebung. Es handelt sich dabei vornehmlich um mittelständische Industrieunternehmen mit 50 bis 2.000 Mitarbeitern, von denen 86 Prozent aus Deutschland, Österreich und der Schweiz stammen.

Die große Mehrheit von 64 Prozent der deutschen mittelständischen Unternehmen benötigt nach der neuen Kundenumfrage kein cloudbasiertes ERP-System. 20 Prozent der Befragten können sich allerdings eine „Private-Cloud“, also eine Cloud auf einem eigenen, physischen Server im Unternehmen, vorstellen. Acht Prozent sind für eine Cloud, die nur manche Module des ERP-Systems umfasst. Fünf Prozent halten ein cloudbasiertes ERP für notwendig, wenn Niederlassungen vorhanden sind, aber nur drei Prozent der Studienteilnehmer stufen eine cloudbasierte Lösung als ein „Must have“ ein.

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Mehrheit der Unternehmen will keine Cloud Lösung
Die Gründe für die mehrheitliche Ablehnung sind nicht nur Datensicherheit und Datenschutz. Für viele Unternehmen stellt die Cloud keinen Nutzen oder bedeutenden Vorteil dar. Bei den Mittelständlern gilt die vorherrschende Meinung, dass die Daten im Unternehmen bleiben sollen. Aber auch die Risiken beim Ausfall des Internets spielen eine große Rolle.

48 Prozent der Unternehmen, die sich an der Umfrage beteiligt haben, sehen in den nächsten Jahren die Notwendigkeit, ihre Geschäftsprozesse zu optimieren, um die Effektivität des ERP-Systems zu steigern. Weitere 43 Prozent sind der Meinung, dass dies teilweise geschehen muss. Nur neun Prozent gehen davon aus, dass die Geschäftsprozesse nicht verbesserungswürdig sind und die aktuelle Funktionalität der Unternehmenssoftware ausreicht. Im Trend liegen hingegen mobile Anwendungen für bestimmte Abteilungen und Betriebsbereiche. 38 Prozent der Befragten möchten Apps für Abteilungen wie Vertrieb, Logistik und Service. Immerhin 15 Prozent wünschen sich diese mobilen Applikationen für alle Unternehmensbereiche.

Die Befragten äußerten sich auch zu den Kriterien, nach denen die Unternehmen ein ERP-System bewerten. Dabei rangiert der Anschaffungspreis nur auf Rang sechs. Das wichtigste Auswahlkriterium ist die Flexibilität der Unternehmenssoftware bei ihrer Anpassung auf veränderte Geschäftsprozesse. Die zweite Priorität stellt die Anwenderfreundlichkeit dar. Abas fragte die Anwender auch nach der Zufriedenheit mit abas ERP. Dabei attestierten die Kunden dem Karlsruher Softwarehersteller gute Noten, vor allem für die Bereiche Anpassungsfähigkeit und Flexibilität. Dies deckt sich mit den Ergebnissen der techconsult-Studie im Herbst letzten Jahres.

Stefan Graf

ABAS Software Aktiengesellschaft, Karlsruhe, Tel. 0721/9672301, www.abas.de

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