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Artikel und Hintergründe zum Thema

Engineering

Eplan stellt Syngineer vor

Auf der Hannover Messe präsentierte Eplan und Schwesterfirma Cideon den „Syngineer“ – eine Kommunikations- und Informationsplattform, die Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau optimale Voraussetzungen für ein mechatronisches Engineering bieten soll. MCAD-, ECAD- und SPS-Software sind über die mechatronische Struktur direkt miteinander verbunden. Das soll die Synchronisation der Disziplinen erleichtern und dadurch die Konstruktions- und Entwicklungsprozesse in Mechanik, Steuerungstechnik und SPS-Software erheblich beschleunigen. Der Syngineer bildet die mechatronische Struktur der Maschine ab, bestehend aus ihren Anforderungen, Funktionen und Komponenten. Die Kommunikationsplattform bietet einen skalierbaren Einstieg für Unternehmen jeder Größe, die wirkungsvolle Engineering Unterstützung, schnelle Direktkommunikation und effiziente Ergebnisse suchen. Um die Anforderungen an eine Maschine für alle beteiligten Engineering-Disziplinen transparent darzustellen, werden diese im Syngineer mechatronisch definiert. „Mit dem Syngineer schaffen wir eine gemeinsame Sicht auf die zu konstruierende Maschine. Abstimmungs- und Verwaltungsaufwände zwischen den verschiedenen Engineering Prozessen werden so strukturiert und automatisiert – Konstruktions- und Entwicklungsprozesse damit parallelisiert und deutlich verkürzt“, sagt Maximilian Brandl, Vorsitzender der Geschäftsführung von Eplan und Cideon.

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Synchronisation der Engineering-Prozesse

Voraussetzung ist, dass alle am Prozess beteiligten Engineering-Disziplinen sich auf eine klare, einheitliche und transparente mechatronische Struktur einigen. Anforderungen und Funktionsweisen werden in dieser Struktur definiert und dokumentiert. So können beispielsweise Kundenanforderungen und deren Umsetzung in Technologien und Funktionen die Basis für diese Strukturen bilden, die dann bis auf die mechatronischen Komponenten detailliert werden können. Die Bandbreite reicht von einfachen bis hin zu komplexen Strukturen aus dem Bereich Systems Engineering.

Add-in für Autorensysteme

Die verschiedenen Autorensysteme, also Eplan, MCAD- und SPS-Software, werden über ein Browser Add-in gekoppelt und so an die Kommunikationsplattform angebunden. Der gleiche Kommunikationsprozess ist darüber hinaus auch für unterschiedliche MCAD-Systeme möglich. Im zweiten Schritt lassen sich die Engineering-Prozesse der verschiedenen Disziplinen, die heute vielfach sequenziell durchlaufen werden, viel stärker parallelisieren. Dazu werden die Komponenten der Autorensysteme mit der mechatronischen Struktur im Syngineer per Drag & Drop verknüpft. Eplan als Hersteller der CAE-Software und Cideon als Spezialist für mechanische Engineering-Prozesse und CAD-Software bringen hier ihre Expertise ein. Durch eine erste Kooperation mit 3S-Smart Software Solutions (Codesys) fließt ebenfalls Expertenwissen im Bereich SPS-Softwareentwicklung ein. Der führende Spezialist im Bereich Automatisierung hat die Synchronisation der SPS-Programmbausteine sowie der Steuerungssimulation als Add-in entwickelt. Natürlich ist die Kommunikationsplattform systemoffen konzipiert, so dass zukünftig weitere Autorensysteme integriert werden können.

Interdisziplinäre Prozesse

Um die Disziplinen effektiv zu vernetzen, bedarf es der Cloud-Technologie. Sie bietet die Option, in Echtzeit und standortübergreifend miteinander zu kommunizieren. Dafür wird ein Host in der Cloud installiert, der über einen Browser den Zugang ermöglicht. Änderungen oder neue Anforderungen können direkt den jeweils betroffenen Disziplinen zugewiesen werden. Diese werden dann zeitgleich informiert und können nach Erledigung des Auftrags ihren mechatronischen Erledigungsstatus verändern. Aufgaben lassen sich individuell von jedem Projektbeteiligten zuweisen, aufteilen und erledigen. Automatische Benachrichtigungen über Veränderungen vermeiden Fehler und sichern eine abteilungsübergreifende Kommunikation.

Mechatronische Stückliste

Der Syngineer konkurriert laut Eplan nicht mit einem PDM- oder PLM-System, sondern erweitert dessen Funktionsumfang. Nach wie vor werden die disziplinspezifischen Prozesse mit dem gemeinsamen PDM/PLM-System verwaltet. Durch die Verknüpfung der Komponenten aus den disziplinspezifischen Autorensystemen mit der Kommunikationsplattform wird aus diesen Verknüpfungs-Informationen die „Bauanleitung“ für die mechatronische Stückliste an das PDM/PLM-System übergeben. Dadurch müssen die mechanische und die elektrotechnische Stückliste nicht mehr manuell abgeglichen werden, um Dubletten bei der Bestellung zu vermeiden. Voraussetzung ist, dass sowohl die mechanische Konstruktion als auch die Elektrokonstruktion eine Schnittstelle zum PDM/PLM-System besitzen, die von Eplan und Cideon bereits für viele PDM/PLM-Systeme entwickelt wurden.

Die Vorteile des Syngineer

  • Volle Transparenz: über den Status und Fertigstellungsgrad in der Produktentwicklung quer über alle beteiligten Engineering-Disziplinen
  • Optimale Zusammenarbeit: Einbindung der Autorensysteme ermöglicht die Verknüpfung von Komponenten mit der mechatronischen Struktur
  • Tiefe Integration: MCAD, ECAD und SPS-Systeme sind über die mechatronische Struktur direkt miteinander verbunden
  • Skalierbarer Einstieg: Der Syngineer bietet die Möglichkeit, Schritt für Schritt in das Thema „Mechatronisches Engineering“ einzusteigen
  • Realtime-Informationsaustausch: immer auf dem neuesten Stand über Änderungen und aktuellen Status
  • Direkte Kommunikation: Konstrukteure können mit anderen am Engineering Prozess beteiligten Disziplinen per Syngineer kommunizieren
  • Mechatronische Stückliste: Die Bauanleitung für eine mechatronisch synchronisierte Stückliste wird an das jeweilige PDM/PLM-System übergeben
  • Offenheit: Durch die Softwarearchitektur ist der Syngineer offen für die Anbindung anderer Autoren- und PDM/PLM-Systeme

Stefan Graf

Eplan, Monheim am Rhein, Tel. 02173/3964-0, http://www.eplan.de

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