Produktionssysteme

Eliminierung von EDV-Silos

Einzelne Unternehmensanwendungen miteinander zu verbinden, um so einen ganzheitlichen Überblick über die Daten aus verschiedenen Systemen zu haben, bietet zahlreiche Vorteile. Damit können beispielsweise Ansatzpunkte zur Prozessoptimierung erkannt und Innovationen vorangetrieben werden. Für viele Betriebe ist das jedoch immer noch eine große Herausforderung. Mit einem leistungsstarken Integrationswerkzeug für seine PLM-Lösung will Autodesk die Unternehmen bei der Verknüpfung ihrer Anwendungen unterstützen.

Moderne Informationstechnologien haben die Arbeitsweise von Unternehmen in den letzten Jahren grundlegend gewandelt und verändern auch heute noch die Prozesslandschaft. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag dazu, die Effizienz in Unternehmen zu steigern und ihnen so Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. Im Zeitalter von Globalisierung und Kostenoptimierung sind EDV-Lösungen in der Warenwirtschaft genauso wenig wegzudenken wie CAD-Systeme, denn die komplexen Geschäftstätigkeiten und Abläufe in den Fachbereichen sind in der heutigen Zeit schon lange nicht mehr mit Bleistift und Zeichentisch zu beherrschen. Jedoch müssen die verschiedenen Teams und Fachbereiche noch mehr zusammenarbeiten, denn Kommunikation und Kooperation finden immer noch viel zu unvollständig oder nicht zeitnah statt. Auch sind Prozesse beispielsweise nicht transparent oder nicht an einen aktuellen Geschäftsvorfall anpassbar. Diese mangelnde Agilität wirkt sich auch negativ auf die Kundennähe aus und entscheidende Wettbewerbsvorteile werden dadurch verschenkt. Ein Start mit neuen Systemen oder Prozessen ist jedoch faktisch kaum möglich, da EDV-Strukturen historisch gewachsen sind. Ein Neuanfang wäre deshalb schlichtweg zu komplex, zu kapitalintensiv und zu risikoreich.

Anzeige

Verbindung von Systemen ist ein Muss

Um Fehler zu vermeiden und Entscheidungen auf aktuellen, ganzheitlichen und vollständigen Informationen treffen zu können, sehen sich Unternehmen der Herausforderung gegenüber, die verschiedenen Systeme mit einander zu verbinden. Dies kann über zwei verschiedene Herangehensweisen realisiert werden, die beide ihre Vor- und Nachteile haben. Der erste Ansatz ist, eine so genannte „Single Source of Truth“ zu bilden: Hier greifen alle Unternehmensbereiche auf nur eine existente „Wahrheit“, also ein zentrales System, zurück. Vorteil dieser Herangehensweise ist, dass die Daten dadurch konsistent und aktuell bleiben. Gleichzeitig ist solch ein ganzheitliches System jedoch extrem komplex, da alle relevanten Informationen, Dateien und Prozesse des gesamten Unternehmens eingebunden und abgebildet werden müssen. Dadurch lässt sich das System allerdings nicht mehr ohne erheblichen Aufwand auf geänderte Geschäftsanforderung anpassen.

Die zweite Möglichkeit zur Verbindung von Unternehmensanwendungen ist, diese miteinander zu synchronisieren. Dabei stellt sich jedoch immer die Frage, ob der Datenabgleich aktuell und konsistent genug ist, denn dieses Vorgehen würde einer doppelten Datenhaltung entsprechen, die aus EDV-Sicht vermieden werden sollte. Doch die Methode der Synchronisierung hat viele Vorteile: Sie fördert systemisches Denken, grenzt Risiken ab und führt zu einer gewissen Autonomie einzelner Bereiche. Außerdem haben Änderungen einer Anwendung nur minimalen Einfluss auf das Gesamtsystem, sodass die Organisation hinsichtlich ihrer Gestaltung insgesamt flexibler agieren kann. Die relative Unabhängigkeit der einzelnen Systeme trägt außerdem dazu bei, die Ausfallsicherheit der Prozesse zu erhöhen.


Bei aller Notwendigkeit von synchronisierten Daten sind kundenspezifische Anpassungen und firmeneigene Integrationen auf Dauer für die Unternehmen nicht mehr tragbar – zu hoch sind die Kosten für eine individuelle Programmierung und zu groß ist der damit verbundene Wartungsaufwand. Außerdem kann es zu Inkompatibilitäten in der Kooperation mit externen Parteien führen. Nicht zuletzt aus diesem Grund boomen standardisierte EDV-Lösungen. Die Unternehmen möchten außerdem von der Innovationskraft der Anbieter und dem Prozesswissen der Industrie profitieren und gleichzeitig ihre Kosten reduzieren.

Prozess- und Datenverwaltung optimieren

Um Prozesse beim Kunden noch besser zu unterstützen, bietet beispielsweise Autodesk unter dem Namen Autodesk PLM 360 eine Lösung für Produktlebenszyklus-Management (PLM) an. Durch den Cloud-basierten Ansatz des Systems können es sich nicht nur Großunternehmen leisten, PLM-Technologie einzusetzen, denn die Anwender nutzen die Lösung als Software as a Service (SaaS) in der Cloud. Unter anderem das Lizenzmodell macht die Lösung erschwinglich: Während bei klassischen Programmen oft schon vor der Nutzung eine erhebliche Vorinvestition notwendig ist, weil beispielsweise teure Arbeitsplatzlizenzen erworben werden müssen, fällt bei der Autodesk-Software lediglich eine Monatsgebühr pro Benutzer an. Darin sind alle Module der Software enthalten, sodass keine Zusatzkosten für weitere Funktionalitäten anfallen. Da die Unternehmen externe Speicherkapazitäten in der Cloud nutzen, müssen sie zudem nicht in die Aufrüstung ihrer Firmen-IT investieren, beispielsweise für neue Server oder erweiterte Speicherkapazitäten. Durch die laut Autodesk einfache Konfigurierbarkeit per Drag-and-drop, müssen die Anwender außerdem über keine Programmierkenntnisse verfügen, wenn sie die Software einrichten oder anpassen. Ein weiterer Unterschied zu klassischen PLM-System besteht darin, dass die Datenverwaltung separiert erfolgt – in diesem Fall mit der Lösung für Produktdaten-Management (PDM) Autodesk Vault – und nicht gemeinsam mit der Prozessunterstützung in ein System zusammengefasst wird. Dabei arbeiten die Lösungen für PLM und PDM nahtlos zusammen. Dieser Ansatz ist durchaus sinnvoll, denn Fachbereiche wie Arbeitsvorbereitung, Einkauf, Lager, Bestellung oder andere Organisationseinheiten benötigen zwar die für sie jeweils relevanten Informationen, aber meist nicht die Details und Komplexität der CAD-Daten aus der Nachbarabteilung.

Heterogene EDV-Landschaften einfacher integrieren

Funktionalitäten zu einem erschwinglichen Preis und mit einfacher Bedienbarkeit zur Verfügung zu stellen – nach diesem Prinzip geht Autodesk auch vor, wenn es darum geht, heterogene EDV-Landschaften auf einen Nenner zu bringen. Autodesk PLM 360 Connect ist ein neues Integrationswerkzeug, das die Anbindung an existierende Systeme vereinfachen soll, speziell auch in Kombination mit der PLM-Lösung des Softwareherstellers. Das System ist auf modernster Softwaretechnologie aufgebaut und greift auf Techniken und Methoden des „Business Intelligence“ (BI) zurück. Das Werkzeug ermöglicht es, verschiedenste Ressourcen zu synchronisieren. Konkret erfolgt das durch einen so genannten ETL-Prozess (extract, transform, load): Hierbei werden Daten von Quellsystemen ausgelesen, diese dann für das entsprechende Zielsystem aufbereitet, nach Bedarf ausgewertet und darin eingelesen. Dabei ist die logische Verkettung und Aufbereitung einfach zu handhaben. Die Synchronisationszeiten sind frei einstellbar und werden beispielsweise in festgelegten Intervallen oder nach einem bestimmten Ereignis gestartet. Die einzelnen Prozesse können außerdem in Gruppen zusammengefasst und verwaltet werden, beispielsweise wenn für ein Produkt A andere Informationen als für Produkt B synchronisiert oder Informationen aus unterschiedlichen Systemen abgefragt werden müssen. Komplexe Sachverhalte sind somit gut abzubilden und beherrschbar. Die Verbindungen werden per Drag-and-drop eingerichtet, was somit wie auch bei der PLM-Lösung ebenfalls ohne Programmierkenntnisse zu bewerkstelligen ist. Dadurch können die Prozesseigner die Integrationsvorgänge selbst erstellen und verwalten, denn diese wissen am besten, welche Daten wohin weitergegeben werden und wie sie am besten aufzuarbeiten sind. Somit muss kein Programmierer eigens dafür angefordert werden, der zwar über die notwendigen IT-Kenntnisse verfügt, aber meist kein tief greifendes Verständnis der einzelnen Prozesse und Unternehmensabläufe besitzt.

Ähnlich dem Lizenzierungsmodell der PLM-Lösung von Autodesk – alle Module sind in einem Monatspreis enthalten – wird bei Autodesk PLM 360 Connect nur die Anzahl der verbundenen Systeme für die Lizenzberechnung herangezogen wird. Wie viele Datenfelder gekoppelt werden, wie komplex sich die Geschäftslogik darstellt oder wie groß der Umfang der Verknüpfung ist, hat hingegen keinen Einfluss. Das Integrationswerkzeug zeigt sich so als entscheidendes Modul wenn es darum geht, Unternehmens-EDV-Silos zu eliminieren. Gleichzeitig bleiben die Firmen trotzdem bei der Wahl der einzelnen Systeme flexibel, denn die zugrunde liegende Integrationstechnologie ist mit allen gängigen Anwendungen der großen Softwarehersteller kompatibel. So können die Unternehmen das jeweils beste System für die einzelnen Aufgaben wählen. Zusammen mit Autodesk PLM 360 bildet Autodesk PLM 360 Connect ein Team, das teure Integrationsprogrammierung reduzieren oder sogar vermeiden soll. -sg-

Autodesk GmbH, München, Tel. 089/547690, http://www.autodesk.de

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Plantafeln

Weigang unterstützt jetzt auch Scrum

Schneller als erwartet beginnen deutsche Unternehmen damit, Scrum als methodisches Konzept für das agile Projektmanagement einzusetzen. Allen anderen voran sind es die Automobil- und Fahrzeugbauer, die sich damit anfreunden.

mehr...
Anzeige

CAD/CAM-Software

Die Spinne verschwindet

Die Spinne im Logo von Delcam war ein markantes Symbol des britischen Herstellers. Nach der Übernahme durch Autodesk im Februar 2014 ging nicht nur die Eigenständigkeit verloren, sondern auch viele Mitarbeiter haben das Unternehmen verlassen.

mehr...