Enterprise Ressource Planning

Ein ERP für die ganze Welt

Die Implementierung eines zentralen ERP-Systems für alle Länder-übergreifenden Geschäftsprozesse hat weit reichende Auswirkungen auf ein Unternehmen. Der weltweit agierende ERP-Anbieter IFS erläutert, worauf es bei globalen ERP-Rollouts ankommt.

Um im weltweiten Wettbewerb zu bestehen, expandieren immer mehr Unternehmen mit internationalen Standorten. Die Implementierung einer zentralen ERP-Instanz, die sämtliche globale Geschäftsprozesse einheitlich unterstützt, verspricht diesen Unternehmen zahlreiche Vorteile. Die Harmonisierung der Abläufe erlaubt es, Best Practices an allen Standorten umzusetzen und die Integration der Prozesse stellt sicher, dass alle Beteiligten zu jeder Zeit auf aktuelle Informationen zugreifen. Da sich Transaktionen einfacher nachverfolgen lassen, steigt die Transparenz. Beim globalen Rollout einer zentralen Unternehmenssoftware lauern allerdings auch einige Hürden. Der ERP-Anbieter IFS, der seine Anwender seit rund 30 Jahren bei internationalen Projekten unterstützt, nennt die vier größten davon und erläutert, wie man sie erfolgreich nimmt.

  1. Auf integrierte Lokalisierungen achten: Wenig überraschend haben unterschiedliche Länder auch unterschiedliche Gesetzgebungen und Geschäftspraktiken. Deshalb ist es natürlich unerlässlich, bereits vorab zu klären, ob die potenzielle ERP-Software auch wirklich in allen Regionen genutzt werden kann, in denen sie ausgerollt werden soll. Um reibungslose Abläufe zu ermöglichen, sollten alle speziell für bestimmte Länder geschaffenen Elemente der Lösung von ein und demselben Anbieter entwickelt worden und nahtlos integriert sein. Außerdem sollte der Anbieter in der Lage sein, für all diese Komponenten direkt vor Ort Support zu leisten.
  2. Einheitliches Regelwerk aufsetzen: Ein globaler ERP-Rollout erfordert unbedingt ein einheitliches und verbindliches Regelwerk und damit Vorgaben für das System, den Anwender und den Lieferanten. Nur wenn alle Beteiligten dieselbe Sprache sprechen, sind Missverständnisse und unerfreuliche Überraschungen ausgeschlossen.
  3. Lokale Ausprägungen berücksichtigen: Große Unternehmen tendieren dazu, ihr Geschäft an unterschiedlichen Orten und Regionen unterschiedlich zu betreiben – vor allem dann, wenn sie durch internationale Zukäufe gewachsen sind. In solchen Fällen ist es meist kontraproduktiv, einfach eine „One Size Fits All“-Strategie zu verfolgen und zu erwarten, dass sich alle an einen vorgegebenen einheitlichen Geschäftsprozess halten; im Extremfall beraubt sich das Unternehmen damit sogar seiner spezifischen Wettbewerbsvorteile. Gefragt ist deshalb eine agile ERP-Software, die sich flexibel an die verschiedenen lokalen Ausprägungen anpassen kann.
  4. Mitarbeiter nicht vergessen: Die Unternehmen müssen darauf vorbereitet sein, dass nicht jeder über die Einführung eines globalen Systems glücklich ist. Manche Mitarbeiter waren bislang vielleicht mit der Lösung eines lokalen Anbieters sehr zufrieden; andere wiederum mögen Ängste wegen des hohen Transparenzniveaus hegen, das mit einer zentralen Unternehmenslösung einhergeht. Deshalb ist es unerlässlich, die Mitarbeiter von vornherein in das Projekt mit einzubeziehen und ihnen den konkreten Nutzen für das Unternehmen, aber auch ihre eigene tägliche Arbeit, klar zu kommunizieren.
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