Produktionssysteme

Zielgruppengerechte Datenverwaltung

Autodesk hat in der ersten Jahreshälfte sein gesamtes PDM-Portfolio überarbeitet und neu geordnet. Neben neuen Funktionalitäten wurde die Produktpalette auch auf die sehr unterschiedlichen Anforderungen der Kunden abgestimmt.

Die Menge an Daten in vielen unterschiedlichen Dateiformaten, die in der Produktentwicklung verwaltet werden, ist ohne eine systematische Ordnung nicht überschaubar. Unterschiedliche Gruppen von Anwendern nutzen dieselben Daten, oft gleichzeitig, während die Konstrukteure ihre Entwürfe häufig ändern und anpassen müssen. Die Antworten liefert ein PDM-System. Autodesk bietet seit einigen Jahren abgestufte Lösungen an, die am unteren Ende kleinen Firmen einen günstigen Einstieg ermöglichen und am oberen Ende die Bedürfnisse global aktiver Großunternehmen abdecken. Mit den neuen Produkten differenziert der amerikanische Hersteller sein Portfolio noch stärker. Zwischen dem Einstieg mit Autodesk Vault, das in jedem Inventor-Paket enthalten ist, und dem neuen Vault Manufacturing (das bisherige Autodesk Productstream) schließt der Hersteller mit Vault Workgroup und Vault Collaboration eine Lücke mit zwei neuen Produkten. Mit der Versionsverwaltung, der Sperrung von in Arbeit befindlichen Dateien, der Referenzierung der Baugruppenhierarchie, der effizienten Suche, einer intelligenten Dateiverwaltung, die beispielsweise hilft, Konstruktionen mit allen dazugehörenden Dateien zu kopieren, stellt Vault den Inventor-Anwendern ohne Aufpreis die Grundfunktionen für das Datenmanagement zur Verfügung.

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PDM für Einsteiger

Das neue Produkt Vault Workgroup enthält den gesamten Funktionsumfang von Vault und verwaltet zusätzlich ein Status-Attribut für Dateien. Es unterstützt so die Möglichkeit ein Dokument freizugeben und vor weiteren Änderungen zu schützen.
Vault Workgroup erteilt eine Freigabe auf Basis eines Dokuments, kann also beispielsweise eine Zeichnung freigeben. Diese Arbeitsweise ist in zahlreichen Unternehmen gang und gäbe. Daher soll dieses Paket sehr leicht zu installieren sein, ohne die vorhandenen Abläufe im Unternehmen zu ändern. Modifikationen (Revisionen) und alle Zustände einer Konstruktion im Laufe der Entwicklung werden damit festgehalten. Zusätzliche Sicherheitsfunktionen regeln unter anderem die Zugriffsberechtigung der Anwender nach ihrer Gruppenzugehörigkeit oder Rolle im Unternehmen.

Vault Collaboration ergänzt die Lösung um die Möglichkeit der Replikation über mehrere Standorte und einen Webclient und erlaubt so, das Datenmanagement über mehrere Standorte sowie auf externe oder mobile Anwender auszudehnen.

Vault Manufacturing hingegen ist das Nachfolgeprodukt des bisherigen Productstream 2009 und erhielt einen neuen Namen. Gegenüber der Vorgängerversion wurde es um die dokumentenorientierte Revisions-, Freigabe- und Rechteverwaltung erweitert, die auch in den neuen Produkten Vault Workgroup und Vault Collaboration enthalten ist. Man kann jetzt also in Vault Manufacturing entweder dokumenten-orientiert oder wie bisher artikel-orientiert arbeiten.
Die neue Version von Autodesk Productstream Professional erfuhr eine Überarbeitung im Hinblick auf die Performance verschiedener Funktionen des Datenzugriffs, der Handhabung und der Abläufe. Die Anwender können bei einzelnen Funktionen Performance-Steigerungen von 30 bis 60 Prozent erwarten. Außerdem wurde die CAD-Integration an die neueste Produktgeneration 2010 von Autocad, Autocad Mechanical, Autocad LT, und Autodesk Inventor sowie die neuen Viewer und Menüs angepasst. Zu der Vielzahl von Detailverbesserungen gehört beispielsweise die Unterstützung der aktuellen Microsoft Technologien (SQL Server 2008, Windows Server 2008 IIS 7, Report Designer) oder der Zugriff auf Productstream Professional vom Inventor-Modellbrowser aus. Für den Konstrukteur gibt es laut Autodesk wirkungsvolle Verbesserungen seiner Arbeitsabläufe. Die neue Software unterstützt das Duplizieren ganzer Konstruktionen, einschließlich aller Komponenten, Dateien und Dokumente. Die so genannte Skelett-Modellierung findet der Konstrukteur jetzt auch im PDM-System abgebildet, das alle erzeugten Dokumente und Strukturen entsprechend verwaltet. Autocad-Dokumente bleiben weiter im Blickfeld der Productstream Professional-Entwickler: Virtuelle Komponenten wie Fett oder Öl kann der Autocad-Anwender als Referenz für die Stückliste anlegen. Productstream Professional 2010 verwaltet jetzt die Kommentare (DWF Markups) in Autocad-Zeichnungen. -sg-

Autodesk GmbH, München Tel. 089/54769-0, http://www.autodesk.de

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