Produktionssysteme

Daten für Taten

Die Verbindung von PLM und Business Intelligence erleichtert fundierte Entscheidungen in der Produktentwicklung

In der Integration von Product Lifecycle Management mit Business Intelligence (BI) steckt ein großes, bisher weitgehend ungenutztes Potenzial für Unternehmen. Daten aus anderen Unternehmensbereichen, aufbereitet durch BI-Anwendungen, liefern einen deutlichen Mehrwert in punkto Schnelligkeit, Effizienz und Qualität. Alle Beteiligten greifen von Beginn an auf einheitliche Produktinformationen zurück - von der ersten Idee über das Design bis hin zur Übergabe an die Fertigung und den Service.

Die Entwicklung und erfolgreiche Einführung innovativer Produkte und Services ist zweifellos ein primäres Ziel führender global agierender Unternehmen. Product Lifecycle Management-Software kann Unternehmen dabei unterstützen, den Innovations- und Produktentwicklungsprozess zu optimieren und somit neue Produkte schneller auf den Markt zu bringen.

Entscheidungen in der frühen Entwicklungsphase haben einen erheblichen Einfluss auf die späteren Kosten und den Markterfolg eines Produkts. Werden schon zu Beginn die richtigen Weichen gestellt, kann ein Unternehmen enorme Wettbewerbsvorteile gewinnen. Eine vollständig integrierte Produktentwicklung ist dabei sehr hilfreich. Sie bildet die Voraussetzung für fundierte Entscheidungen. Diese werden nicht mehr nur auf der Grundlage der technischen Spezifikationen und prognostizierten Kosten getroffen, sondern auch die Machbarkeit in den Bereichen Herstellung, Funktionstests, Wartung sowie die spätere Umweltverträglichkeit werden frühzeitig berücksichtigt.

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Die Investition in ein PLM-System lohnt sich also in jedem Fall. Doch wie lässt sich dieser Nutzen maximieren? In der Praxis bestehen in vielen Unternehmen noch so genannte "Informationssilos" in unterschiedlichen Bereichen, die eigene Ziele verfolgen und zwischen denen kaum Datenaustausch stattfindet. Der Innovationsprozess ist dagegen funktionsübergreifend und benötigt umfangreiche Daten aus verschiedenen Bereichen. Informationen über das erwartete Marktpotenzial, die technische Machbarkeit und die zu erwartende Profitabilität sollten die Grundlage für eine fundierte Entscheidung sein. Angaben über Alleinstellungsmerkmale des Produktes und den Beitrag zur Unternehmensstrategie ergänzen diese Datenbasis.

Durch den zunehmenden Wettbewerbsdruck kann die Produktentwicklung nicht mehr isoliert betrachtet werden. Daten aus anderen Unternehmensbereichen, aufbereitet durch Business Intelligence-Anwendungen, liefern hier einen deutlichen Mehrwert in punkto Schnelligkeit, Effizienz und Qualität. Alle Beteiligten greifen von Beginn an auf einheitliche Produktinformationen zurück - von der ersten Idee über das Design bis hin zur Übergabe an die Fertigung und den Service.

Die richtige Information zur richtigen Zeit

In der Integration von Product Lifecycle Management mit Business Intelligence steckt ein großes, bisher weitgehend ungenutztes Potenzial für Unternehmen. Die Aufgabe von Business Intelligence ist es, die richtigen Informationen an den richtigen Anwender zur richtigen Zeit zu liefern. Das Problem hierbei ist, dass die meisten BI-Anwendungen vom Nutzer verlangen, seine gewohnte Arbeitsumgebung zu verlassen, um auf die benötigten Informationen zuzugreifen. Die meisten Anwender sind jedoch schlichtweg zu beschäftigt, um aufwendige Auswertungen in einem anderen System zu erstellen - mit dem sie womöglich nicht sonderlich vertraut sind. Optimal ist demnach eine Lösung, die sich in die bestehende Arbeitsumgebung integrieren lässt. Dies spart Zeit und hilft den Anwendern, produktiver zu arbeiten.

Eingebettete und kontextsensitive Analysefunktionen

SAP Product Lifecycle Management (SAP PLM) verfügt über eingebettete und kontextsensitive Analysefunktionen, die Daten aus anderen Systemen - wie beispielsweise Customer Relationship Management, Supply Chain Management, dem Einkauf oder auch aus dem Internet zur Verfügung stellen. Die Analysefunktionen lassen sich für bestimmte Nutzerrollen konfigurieren.

Designer, Ingenieure und Produktmanager können so beispielsweise auf unterschiedlichste analytische Informationen zugreifen, die sie für die täglichen Entscheidungsprozesse benötigen: Mit welchen Lieferanten arbeitet das Unternehmen zusammen? Wie hoch sind die Kosten eines Bauteils? Wie viele Reklamationen gab es für ein bestimmtes Produkt im letzten Monat? So kann jeder Nutzer fundierte Entscheidungen basierend auf aktuellen Daten treffen und hat nicht nur seinen Bereich, sondern auch stets den Kontext im Blick. Geht es um komplexe, sensible Unternehmensdaten, wie Designspezifikationen oder Testdaten, sind besondere Berechtigungskonzepten hilfreich, die regeln, wer Zugriff auf bestimmte Analysen haben darf.

Portfolio- und Projektmanagementlösungen sind geeignete Werkzeuge, um Ideen und Strategien mit den erforderlichen Projektdaten, Workflows und Geschäftsprozessen zu verknüpfen. Auf diese Weise können Portfolios und Projekte durchgängig und reibungslos gesteuert werden. Dies ermöglicht Unternehmen eine bessere Kontrolle über ihre Projekte, Prozesse, Produkte und Services. Entwicklungsprojekte sind meist sehr komplex und von langer Dauer. Deshalb benötigen Projektmitglieder eine Software, die sie dabei unterstützt, diese Projekte zu überwachen und zu steuern: Sie liefert Informationen, ob Projekte innerhalb der Zielvorgaben liegen, geben Aufschluss über den Projektstatus sowie zu Projektkosten und Zeitplänen.

Die Fülle an Projektdaten kann für den Nutzer jedoch sehr unübersichtlich und nicht auf seine persönlichen Informationsbedürfnisse zugeschnitten sein. In einem solchen Fall liefern personalisierte Analysen und flexible Dashboards einen erheblichen Mehrwert: Sie schaffen Transparenz, ermöglichen eine schnellere Entscheidungsfindung und reduzieren die Komplexität der Informationen.

In-Memory-Technologie für schnelle und flexible Analysen

Große Datenvolumen in der Produktentwicklung sind heute keine Seltenheit. Global agierende Unternehmen können mehrere tausend Entwicklungsprojekte in ihrem Portfolio haben. Ein Entwicklungsprojekt betrifft in der Regel verschiedene Produktvarianten und mehrere Zielmärkte - das Datenvolumen vervielfacht sich also.

Die In-Memory-Technologie erlaubt es, auch sehr große Datenmengen direkt aus der operativen Anwendung zu analysieren. Realisierbar wird dies, weil die Daten nicht von Platten oder anderen Speichermedien kommen, sondern direkt in den Arbeitsspeicher (RAM) geladen und dort prozessiert werden. Die Daten müssen also nicht mehr geladen und dann zurückgeschrieben werden - was einen mächtigen Performance-Sprung bedeutet. So lassen sich 360 Millionen Datensätze in knapp einer Sekunde auswerten.

Mit Hilfe der In-Memory-Technologie und entsprechenden Analyseanwendungen wie SAP Business-Objects Explorer lassen sich neue Ansätze verwirklichen. Da sehr große Datenmengen verarbeitet werden können, sind Kennziffern in bisher nicht gekannter Detailschärfe analysierbar. Flexible Analysendaten können unter verschiedenen Aspekten betrachtet werden. Im Bereich Portfolio- und Projektmanagement lassen sich beispielsweise Investitionsentscheidungen simulieren, so dass nicht nur der Wert des Portfolios maximiert wird, sondern auch eine Balance nach Risiko-Nutzen, Produktkategorien, Innovationsgrad, Einführungstermin und Zielmärkten gewährleistet ist.

Fazit

PLM-Software stellt Mitarbeitern im Bereich Produktentwicklung eine verlässliche Datenbasis zur Verfügung und erlaubt eine einheitliche Sicht auf Produktdaten während des gesamten Produktlebenszyklus. PLM-Software unterstützt Unternehmen dabei, Produkte zügig zu entwickeln und auf den Markt zu bringen, Kosten von Änderungen zu steuern und den Fortschritt von Projekten über verschiedene Produktlinien hinweg zu beurteilen.

Durch die Verbindung mit Business Intelligence lässt sich der Nutzen einer PLM-Lösung erheblich steigern. Speziell auf die Informationsbedürfnisse einzelner Mitarbeiter zusammengestellte Analysen schaffen Transparenz und sorgen für eine schnellere Entscheidungsfindung. Das wiederum erhöht die Produktivität ganzer Teams erheblich.

Moderne Technologien wie In-Memory bringen Geschwindigkeit und Flexibilität in die Datenanalyse, indem sie Daten direkt in den Arbeitsspeicher laden und dort prozessieren. -sg-

SAP AG, Walldorf, Tel. 0800/5343424, http://www.sap.de/plm

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