Produktionssysteme

Siemens nimmt die Konzeptphase ins Visier

Mit dem Mechatronics Concept Designer will Siemens PLM Software die simultane, multidisziplinäre Entwicklung mit innovativer Simulationstechnologie voranbringen. Insbesondere Mechatronikentwicklungen könnten auf diese Weise beschleunigt und qualitativ verbessert werden, vor allem bei Werkzeugmaschinenherstellern – durch das frühzeitige Zusammenspiel der verschiedenen Disziplinen.

Der Mechatronics Concept Designer, den Siemens PLM Software im Rahmen der International Manufacturing Technology Show (IMTS) in Chicago präsentierte, umfasst mit seinem Systems-Engineering-Ansatz sowohl das Kundenfeedback als auch erste Anforderungen. Er ermöglicht damit eine parallele Definition und Simulation der komplexen mechanischen und elektronischen Komponenten sowie der softwaregetriebenen Automatisierung. Dies sei gerade bei den immer komplexer werdenden Werkzeugmaschinen entscheidend, betont Siemens. Der Mechatronics Concept Designer beinhaltet leicht anzuwendende, interaktive Simulations-Funktionen, aufbauend auf Physik-basierten Simulationstechnologien der Spiele-Industrie und basierend auf der CAD-Software NX.

Da für die Engineering-Prozesse im Maschinenbau Experten aus den verschiedenen Disziplinen – Mechanik, Elektrik und Softwareentwicklung – unentbehrlich sind, klaffte in der Vergangenheit an dieser Stelle eine Lücke, weil die traditionellen Software-Tools nicht auf derartige Ansprüche ausgerichtet sind. Zudem fehlte eine ‚gemeinsame Sprache‘. Der Mechatronics Concept Designer soll deshalb eine parallele Arbeitsweise der Detaildisziplinen ermöglichen. Er bietet alle mechanischen Konstruktionsfunktionen von NX. Schnell lassen sich beispielsweise Sensoren und Aktoren vom Anwender auswählen und positionieren. Damit ist die Basis für die Elektroingenieure gelegt, einen Layout-Plan zu erzeugen. Zusätzlich wird eine effizientere Softwareentwicklung dadurch garantiert, dass die Ablaufsequenzen der Maschinen in einem in der Branche gängigen Standardformat verfügbar sind.

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Durch die Zusammenarbeit mit Teamcenter, dem PLM-System von Siemens PLM Software, bietet der Mechatronics Concept Designer eine End-to-End-Maschinenentwicklungs-Lösung mit einem integrierten Systems-Engineering-Ansatz. „Mit der Software kann unser gesamtes Entwicklungsteam eng zusammenarbeiten und den Maschinenentwicklungs-Prozess von Beginn an effektiv steuern“, erläutert beispielsweise Dr.-Ing. Siegfried Schmalzried, Managing Director MAG Schweiz, MAG Industrial Automation Systems. So ließen sich auftretende Schwierigkeiten frühzeitig feststellen und leicht beheben, bevor sie zu teuren Problemen während der Fertigungsphase oder im Kundeneinsatz führten.

Videospiel-Technologie liefert Simulation

Die Siemens-Software nutzt Simulations-Funktionen, die auf der Physx-Technologie von Nvidia basieren, wie sie auch in vielen modernen Videospielen zum Einsatz kommt. Damit kann der Anwender selbst das digitale Maschinenmodell steuern, während die Simulation läuft. So lassen sich die Auswirkungen von bestimmten Designänderungen in Echtzeit testen. Das reale physikalische Verhalten wird also virtuell abgebildet. Auf diese Weise lassen sich verschiedene Konzepte frühzeitig auf Schwachstellen überprüfen, Fehler finden und beseitigen, ohne große Kosten und Mühen investieren zu müssen. -co-

Siemens Industry Software GmbH & Co. KG, Köln Tel. 0221/20802-0, http://www.siemens.com/plm

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