Produktionssysteme

VDMA Arbeitskreis »MES«

»Die immer noch ausbaufähige Akzeptanz von MES lässt sich ein stückweit auch auf die nicht einheitliche Verwendung des Begriffes MES zurückführen«, betont Burkhard Röhrig, Geschäftsführer der Gfos mbH in Essen. Aus diesem Grund haben sich unter Federführung des VDMA, Fachbereich Software, führende MES-Anbieter zusammengefunden, um ein Einheitsblatt zu schaffen, in dem die Grundlagen eines MES nachvollziehbar definiert sind. Kurz gefasst lautet die VDMA-Definition so: Ein Manufacturing Execution System (MES) ist ein prozessnah operierendes Fertigungsmanagementsystem oder Betriebsleitsystem. Es zeichnet sich gegenüber ähnlichen Systemen zur Produktionsplanung, wie dem ERP (Enterprise Resource Planning), durch die direkte Anbindung an die Automatisierung aus und ermöglicht die Kontrolle und Steuerung der Produktion in Echtzeit. Weitere Informationen hierzu unter www.vdma.org. Begonnen hat der Ausschuss mit den sogenannten Key Performance Indicators (KPI), einer Sammlung von in der Industrie bekannten betriebswirtschaftlichen Kennzahlen für den Einsatz und die Anwendung von MES. Diese KPI umfassen die Bereiche Betriebsdaten (BDE), Maschinendaten (MDE), Qualitätsdaten (CAQ) und Personalzeitdaten (PZE). Sie unterstützen die unternehmensindividuellen, kontinuierlichen Verbesserungsprozesse beispielsweise für Benchmarks, Vergleiche, Zielvorgaben oder Beurteilungen der Fertigungsprozesse. Demzufolge sollte jedes Unternehmen die Wertigkeit seiner Schlüsselindikatoren für die eigene Performance individuell festlegen, ist das Anliegen des Arbeitskreises. »Wir als aktives Mitglied des Ausschusses verstehen diese Zusammenstellung möglicher Kennzahlen im Einheitsblatt als Orientierungshilfe für die Unternehmen, um Handlungsbedarfe rechtzeitig zu erkennen und möglichen Schwachstellen mit Hilfe eines MES gezielt entgegen zu wirken«, erläutert Röhrig weiter. Keinesfalls sind die vorliegenden Kennzahlen ein Muss. -sg-

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