Produktionssysteme

Fein eingedeckt

Porzellanhersteller entscheidet sich für ERP-Lösung von Abas
Moderne und Tradition verbindet sich bei Arzberg-Porzellan GmbH nahtlos. Das 1887 gegründete Unternehmen produziert im bayerischen Schirnding in einem unverwechselbaren Design Porzellan. Damit die Herstellung der zeitlos wirkenden Klassiker optimal läuft, ist seit Ende 2010 eine moderne ERP-Lösung im Einsatz. Zuvor bestand die IT aus vielen Einzellösungen. Ein neues System sollte sich vor allem flexibel an die sich ständig ändernden Anforderungen des Qualitätsporzellanherstellers anpassen lassen, für die verschiedenen Unternehmensbereiche Listen und Auswertungen im Controlling generieren, Investitionssicherheit bieten und zukunftssicher sein. Die Steinhilber-Schwehr AG hatte mit der abas-Business-Software die überzeugendsten Argumente und erhielt den Zuschlag.

Modernstes technisches Know-how sowie die Erfahrung und das handwerkliche Geschick der 240 Mitarbeiter spiegelt sich in jedem einzelnen Porzellanteil der Designmarke „Arzberg“, die weltweit für gutes, langlebiges und ästhetisch perfektes Design steht und der Marke „Schirnding“, die ebenfalls zum Unternehmen gehört, wider. Die bisher bei Arzberg eingesetzte Unternehmens-IT bestand aus vielen unterschiedlichen und voneinander unabhängig arbeitenden Programmen. Ein eigenes Rechnungswesen beispielsweise, das nur über eine Schnittstelle mit dem ERP-System verbunden ist. Dies hatte zur Folge, dass manche Daten doppelt und dreifach gepflegt werden müssen, darüber hinaus war das manuelle Übertragen von einem in das andere System zeit- und fehleranfällig.

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Grund genug für die Verantwortlichen bei Arzberg, sich nach einer neuen ERP-Software umzusehen. Klaus Dietz, langjähriger IT-Leiter bei Arzberg: „Unser auf einem proprietären Server laufendes ERP-System stieß an seine Grenzen. Die Software wurde vom Hersteller nicht mehr weiterentwickelt. Darüber hinaus waren die Möglichkeiten das System anzupassen nahezu erschöpft. Von einem Standard konnte keine Rede mehr sein.“ Alles in allem bestand akuter Handlungsbedarf und so machte man sich auf die Suche nach einem neuen System. Mehrere Anbieter standen zur Disposition, manche wurden dem Oberfränkischen Porzellanhersteller empfohlen, andere kannte man bereits aus der Vergangenheit und wieder andere hatten bereits Teillösungen ihrer Software bei Arzberg im Einsatz.

Anforderungen genau definiert

Um an die richtigen Anbieter zu gelangen, ging Arzberg die Software-Auswahl strukturiert an. Ein aus Key-Usern und der Geschäftsführung gebildetes Auswahlteam definierte die Anforderungen an das zukünftige ERP-System. So wurde beispielsweise gefordert, dass man das System nach einer Schulung zum Teil auch selbst anpassen kann, auch sollte es das Controlling beim Porzellanhersteller unterstützen, indem es für die jeweiligen Bereiche wie Geschäftsführung, Rechnungswesen oder Produktion maßgeschneiderte Listen und Auswertungen generieren kann. Ein weiteres wichtiges Kriterium war die Zukunftsfähigkeit des Anbieters und der Software-Lösung.

Fünf Anbieter kamen in die engere Auswahl und wurden zu Systempräsentationen nach Schirnding eingeladen. IT-Leiter Dietz erinnert sich: „Allen Anbietern wurde im Vorfeld ein Szenario zur Lagerorganisation zugesandt. In der Präsentation wollten wir dann sehen, wie die einzelnen Softwarepakete die Aufgabe lösen.

Implementierung mit Einführungsmethodik

Den besten Eindruck hinterließ das IT-Systemhaus Computer-Komplett der Steinhilber-Schwehr AG mit der abas-Business-Software. Da diese Kombination auch bei der Flexibilität der Software, einer sicheren Einführungsmethodik, einem überzeugenden Upgradekonzept sowie der Zukunfts- und Investitionssicherheit den besten Eindruck machte, erhielten sie den Auftrag.

Das in 2011 gestartete Projekt soll Mitte des Jahres zum erfolgreichen Abschluss kommen. Dabei werden zuerst die Key-User geschult und erst danach erfolgt die Feinkonzeptionierung. Klaus Dietz: „Diese Vorgehensweise bei der Implementierung der Software hat den Vorteil, dass die Key-User nach der Schulung um die Möglichkeiten, die der Standard bietet, wissen. Würden wir vor der Schulung das Feinkonzept erstellen, wären viele Dinge darunter die womöglich im Standard besser gelöst sind. Nach der Schulung sprechen Key-User und die Implementierer von Computer-Komplett die gleiche Sprache. Bisher klappt alles bestens.“ Der Echtstart des Systems ist für Mitte 2011 geplant. Bis dorthin hat man die Daten zur Übernahme ins neue System entsprechend aufbereitet und konnte die neuen unternehmensinternen und -übergreifenden Prozesse ausgiebig testen. Ab diesem Zeitpunkt wird ein weiterer moderner Baustein die Herstellung der traditionellen Produkte weiter verbessern. -sg-

Arzberg-Porzellan GmbH, Schirnding Tel. 09233/403-0, http://www.arzberg-porzellan.com

Abas Software AG, Karlsruhe Tel. 0721/9672301, http://www.abas.de

Steinhilber-Schwehr AG, Rottweil Tel. 0741/1752-0, http://www.steinhilberschwehr.de

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