Produktionssysteme

Über Grenzen hinweg

Der Hersteller Dürr setzt im Zuge der standortübergreifenden Vereinheitlichung von Konstruktionsprozessen und Datenverwaltung auf die PLM-Integration von SAP für Autocad, Solidworks und Microstation.

Produktionssysteme für die Automobilindustrie, aber auch für andere Industrien, wie die Luftfahrtindustrie, sind das Metier der Dürr AG. Zusätzlich bietet das auf diesem Gebiet weltweit marktführende Unternehmen produktionsbegleitende Dienstleistungen an. Dürr plant und fertigt unter anderem Lackierereien und Endmontagewerke, Reinigungs- und Filtrationsanlagen sowie Endmontage-, Förder- und Prüftechnik. Seine Marktführerschaft verdankt der Konzern nicht allein seiner globalen Präsenz, sondern vor allem einer ausgeprägten Innovationskultur und strikter Kundenorientierung. Weltweit erhöhen Dürr-Spitzentechnologien Wirtschaftlichkeit und Qualität bei Herstellern und Zulieferern, das Lösungsspektrum deckt dabei den gesamten Lebenszyklus von Produktionssystemen ab. Das Kundenportfolio des Unternehmens ist dementsprechend lang und durchaus beeindruckend: Eine Vielzahl namhafter Automarken, vom Kleinwagen bis zur Luxuslimousine, entsteht mit Hilfe von Technik aus dem Hause Dürr, aber auch BASF, die Deutsche Bahn, Airbus oder Thyssen-Krupp gehören zu den Abnehmern.

Mehrsprachenfähigkeit und weltweiter Support

Es liegt auf der Hand, dass ein Unternehmen diesen Ranges und von solch internationaler Präsenz nur unter Einsatz moderner Produktions- und Entwicklungstechnologien seine Position am Markt behaupten kann. Schon seit Ende der 1980er Jahre erfolgt die Produktentwicklung und Anlagenplanung bei Dürr unter Verwendung von CAD, seit 1997 werden die Engineering-Daten durch von Cideon angepasste EDM-Lösungen verwaltet. Doch gerade das effiziente Datenmanagement stieß irgendwann an seine Grenzen: Jedes der im Unternehmen verwendeten CAD-Programme erforderte bis dato ein anderes EDM-System, was dazu führte, dass weltweit fünf verschiedene Systeme im Einsatz waren. »Collaborative Engineering« hieß die neue Herausforderung: Die Einführung eines einheitlichen, konzernübergreifenden Systems war nötig, um vor allem Planungs- und Engineeringprozesse zu effektiveren und eine Standort übergreifende Zusammenarbeit zu ermöglichen. Das Unternehmen blieb bei Cideon, entschied sich nun aber für die von diesem IT-Dienstleister gemeinsam mit SAP entwickelte PLM/CAD-Integrationen – zum einen, weil sich die SAP-Datenverwaltung bisher als am praktikabelsten erwiesen hat, zum anderen, weil damit die Anbindung dieser an alle weltweit bei Dürr verwendeten CAD-Lösungen möglich wurde.

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Neben der direkten Integration von CAD-Daten in das SAP PLM waren die Mehrsprachenfähigkeit und der weltweite Support weitere wesentliche Entscheidungskriterien. Parallel zur Vereinheitlichung der Software begann Dürr mit internationalen Standardisierungsmaßnahmen für Methodiken, Stücklisten, Zeichnungsrahmen und Templates. Standardisierung war einer der Hauptfaktoren, der sich wie ein roter Faden durch das gesamte Projekt zieht. »Alle anderen zur Diskussion stehenden Lösungen hätten ein weiteres, zwischengeschaltetes EDM-System erfordert. Mit dem SAP PLM und der direkten Integration in die bei uns verwendeten CAD-Programme haben wir das gespart«, erklärt Herbert Feil, Projektleiter für die konzernweite Einführung der SAP PLM Integrationen bei Dürr.

Mit den SAP PLM Integrationen ist jetzt bei Dürr eine effektive, globale Zusammenarbeit der Konstrukteure, aber auch nachgeordneter Bereiche wie Montage, Einkauf und Logistik, gewährleistet. Der Zugriff auf aktuell gültige Dokumente ist nunmehr jederzeit möglich. Dabei wird der Konstruktionsprozess durch die Einbindung des CAD-Desktops von SAP in die bei Dürr verwendeten CAD-Systeme Autocad, Solidworks und Microstation optimiert – bei vollständiger Unterstützung von Normteil- und Materialbibliotheken in SAP. Aufwändige Importe oder ein weiteres, zwischengeschaltetes EDM-System sind nicht mehr notwendig und auch hinsichtlich der Usability kann das System punkten: Die SAP-Schnittstelle ist direkt in die Oberfläche der jeweiligen CAD-Software integriert, also in die gängige Arbeitsumgebung des Konstrukteurs.

Für die IT-Projektmanager bei Dürr erweist sich die von Cideon vor Ort implementierte Lösung als überaus praktisch und pflegeleicht. Systemanpassungen und -justierungen können in der Regel auf Anwenderseite selbstständig vorgenommen werden und wenn es doch einmal hakt, ist der Support des Dienstleister sofort zur Stelle. Während der Einführungsphase arbeiteten die zuständigen Teams von Dürr und Cideon Hand in Hand, um das Projekt zum Erfolg zu führen. Die nächste Herausforderung besteht nun im weltweiten Roll-gut des neuen Systems. Der Launch in Deutschland, den USA, Mexiko, Polen, Südkorea sowie in China ist bereits in 2008 erfolgt. Im laufenden Jahr folgen noch Brasilien, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien und Indien. -sg-

Cideon Software GmbH, Görlitz Tel. 03581/3878-0, http://www.cideon-software.de

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